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News des Tages: Duisburg und Köln: Grusel-Clowns verletzen erneut Menschen

Kolumbiens Regierung und Farc nehmen Nachverhandlungen auf +++ AT&T kauft Time Warner für 85 Milliarden Dollar +++  72-Jährige bei Partnersuche um mehr als 1000 Euro betrogen +++ Die News des Tages im Überblick.

In den vergangenen Tagen haben als Clowns verkleidete Täter Menschen verletzt

In den vergangenen Tagen haben als Clowns verkleidete Täter zahlreiche Menschen verletzt

Die News des Tages im Überblick.

+++ 15.16 Uhr: Schlüssel von der Titanic für mehr als 95.000 Euro versteigert +++

Der Spind-Schlüssel eines Stewards der 1912 untergegangenen Titanic ist für 85.000 Pfund (umgerechnet mehr als 95.000 Euro) versteigert worden. Das teilte das Auktionshaus "Henry Aldridge & Son" im südwestenglischen Wiltshire mit.

Der Schlüssel gehörte dem damals 23-jährigen Engländer Sidney Sedunary, der in der Dritten Klasse des Überseedampfers arbeitete. Auf einem Anhänger ist zu lesen, wofür der Schlüssel einst bestimmt war: "Spind 14" und "F Deck" ist darauf zu lesen. 

Sedunary konnte nach der Havarie des Schiffes nur noch tot geborgen werden. Der Schlüssel, den er bei sich getragen hatte, wurde seiner Witwe übergeben. Er war bis zu der Versteigerung am Samstag im Familienbesitz. Die Titanic war am 15. April 1912 nach der Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik gesunken. 1500 Menschen kamen ums Leben. 

+++ 15.09 Uhr: Grusel-Clowns in Duisburg und Köln verletzen Opfer +++

Drei Menschen sind in Duisburg, Köln und Aachen bei makaberen Aktionen von Grusel-Clowns verletzt worden. In Duisburg schlug am Samstagabend ein Grusel-Clown vermutlich mit einem Baseballschläger aus Metall auf einen 30-jährigen Mann ein. Er hatte ihn zur Rede stellen wollen, nachdem der Clown Kinder erschreckt hatte. Das Opfer sei durch die Schläge auf Arm und Rippen leicht verletzt worden, berichtete die Polizei. Der Maskierte sei geflüchtet. 

In Köln wurde ein 27-jähriger Mann in der Nacht zum Freitag leicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. "Die trugen Clownsmasken und kamen direkt auf mich zugelaufen", sagte das Opfer aus. Einer der Maskierten habe ein Messer in der Hand gehabt. Es habe eine Rangelei gegeben, dann sei er in ein Gebüsch geschubst worden. Der Leverkusener erlitt eine leichte Schnittwunde am Arm. Seiner Einschätzung nach wurde er nicht absichtlich verletzt. 

In Aachen erschrak sich ein 21-jähriger Radfahrer am Samstag so sehr, dass er stürzte und verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein Grusel-Clown war drohend aus einem Gebüsch gesprungen. 

Auch in anderen Städten traten Maskierte auf. In Münster stellte die Polizei vier Jugendliche, die mit Maske und Baseballschläger Passanten erschrecken wollten. Die Beamten klärten die Jugendlichen und deren Eltern darüber auf, dass das Vorhaben "eine Körperverletzung darstellt und überhaupt nicht lustig ist". 

+++ 13.33 Uhr: 72-Jährige bei Partnersuche um mehr als 1000 Euro betrogen +++

Eine 72 Jahre alte Frau aus Germersheim (Rheinland-Pfalz) ist bei der Suche nach einem Partner um mehr als 1000 Euro betrogen worden. Die Rentnerin hatte nach der Lektüre eines Zeitungsinserats die angegebene Nummer angerufen. Statt des erhofften Mannes meldete sich ein angeblicher Vermittler bei ihr und vereinbarte ein persönliches Gespräch in der Wohnung der Frau, wie die Polizei berichtete. Der Vorwand: Sie solle für ein Profil Angaben zu ihren Eigenschaften und Wünschen bei der Partnersuche machen. Der Betrüger gab an, für diesen Service normalerweise 4900 Euro zu verlangen, in ihrem Fall aber den Vorzugspreis von 2500 Euro zu berechnen. Die völlig überrumpelte Frau handelte den Mann noch um einige hundert Euro herunter und füllte einen Überweisungsträger aus.

+++ 12.17 Uhr: Taschendieb-Clown wird niedergeschlagen +++

 Zwei Kriminelle mit Clownsmasken sind in Bremen bei dem Versuch gescheitert, einen jungen Mann zu bestehlen. Der 21-Jährige schlug einem der beiden Maskierten kräftig auf die Nase, der daraufhin mit seinem Komplizen das Weite suchte. Das Opfer hatte rechtzeitig bemerkt, dass einer der Clowns ihm an einer Haltestelle Geldbörse und Handy aus der Hosentasche ziehen wollte und wehrte sich entsprechend. Gruselig waren die Masken nach Angaben eines Polizeisprechers aber nicht, sie sollten nur als Tarnung dienen. Der versuchte Diebstahl vom Samstagabend könne daher nicht zu den aktuellen Fällen gezählt werden, bei denen Grusel-Clowns Menschen erschreckten oder attackierten.

+++ 10.58 Uhr: Krawalle bei Räumung des Flüchtlingslagers in Calais +++

Vor der Räumung des Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais ist es zu Krawallen gekommen. Aus einer Gruppe von mehreren Dutzend Menschen flogen in der Nacht zum Sonntag Steine auf Polizisten, die dann Tränengas einsetzten, berichtete der Nachrichtensender BFMTV. Die französische Regierung will das umstrittene Lager, in dem nach offiziellen Angaben etwa 6500 Menschen leben, von diesem Montag an auflösen. Die Migranten sollen mit Bussen in Aufnahmezentren im ganzen Land gebracht werden. Die Behörden schätzen, dass sich im "Dschungel von Calais" bis zu 200 Aktivisten der "No-Border-"Bewegung aufhalten, die für eine Welt ohne Grenzen eintreten.

+++ 9.42 Uhr: AT&T kauft US-Medienkonzern Time Warner für 85 Milliarden Dollar +++

Der Telekom-Konzern AT&T übernimmt den Medienriesen Time Warner. Man habe sich auf einen Kaufpreis in Höhe von 107,50 Dollar pro Aktie geeinigt, teilten die US-Unternehmen mit. Daraus ergibt sich ein Kaufpreis von 85,4 Milliarden Dollar (78 Mrd. Euro). Inklusive übernommener Schulden liegt die Summe bei 108,7 Milliarden Dollar.

AT&T will den Kaufpreis zur Hälfte in bar und zur Hälfte in eigenen Aktien bezahlen. Bei dem Deal handelt es sich um die bislang größte Unternehmensübernahme im Jahr 2016 - noch vor dem 66 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Gentechnikkonzerns Monsanto durch den deutschen Pharmariesen Bayer. 

+++ 9.21 Uhr: Kolumbiens Regierung und Farc nehmen Nachverhandlungen auf +++

Die kolumbianische Regierung und die Farc-Guerilla haben des in einer Volksbefragung abgelehnten Friedensabkommens aufgenommen. Bei den neuen Gesprächen in Havanna herrsche Optimismus, erklärte der Chef der linksgerichteten Guerilla, Rodrigo "Timochenko" Londoño, im Kurznachrichtendienst Twitter.

Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos bat die Unterhändler, die Verhandlungen zu beschleunigen, um möglichst bald ein neues Abkommen abschließen zu können. Die Unterhändler der Regierung brachten zu den Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt die Vorschläge der Gegner bei der Volksbefragung, unter ihnen die des Oppositionsführers Álvaro Uribe, mit. Das nach vierjährigen Verhandlungen abgeschlossene Abkommen war am 2. Oktober in einer Volksabstimmung knapp abgelehnt worden. 


+++ 9.12 Uhr: Grusel-Clowns: Kostümhersteller befürchtet keinen Umsatzeinbruch +++

Trotz der zunehmenden Zahl von Grusel-Attacken befürchtet der Kostümgroßhändler Deiters keine größeren Umsatzeinbrüche. "Die Leute sollen sich das Feiern nicht verbieten lassen, wir verbinden Halloween immer noch stärker mit Spaß und Party, nicht so sehr mit dem Grusel", sagte Geschäftsführer Björn Lindert. Der Grusel-Clown sei zwar wichtig für das Halloween-Geschäft, aber nur ein kleiner Bestandteil des Sortiments.

Seit einigen Wochen gibt es immer häufiger Meldungen über nächtliche Attacken von Unbekannten in Clownskostümen auf Passanten, die meldete erste Verletzte. Videos solcher Aktionen landen häufig im Internet, wodurch der Trend zusätzlich befeuert wird. 

Lindert hat dafür kein Verständnis: "Nicht das Kostüm ist das Problem, sondern der kranke Mensch dahinter. Es bringt nichts, die gruselige Clowns-Maske aus dem Sortiment zu nehmen. Wir als Hersteller sind da machtlos, dafür ist die Polizei zuständig." 

kis/kg / DPA / AFP