HOME
Ticker

News des Tages: Ermordete Studentin in Freiburg: Kein Treffer beim DNA-Spurenabgleich

Lufthansa-Piloten wollen am Freitag auf Kurzstreckenflügen streiken +++ FBI schließt Untersuchung gegen Brad Pitt ab +++ Ermittler durchsuchen Samsung-Büros in Südkorea +++ Die News des Tages im Überblick.

Trauernde haben nahe des Tatorts in Freiburg Kerzen abgestellt

Trauernde haben nahe des Tatorts in Freiburg Kerzen abgestellt

Die News des Tages im Überblick.

+++ 23.36 Uhr: Neues Erdbeben in Japan +++

Der Nordosten Japans ist am Donnerstagmorgen (Ortszeit) erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Es sei eine Stärke von 6,1 registriert worden, teilt die nationale Wetterbehörde mit. Es sei aber keine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht.

+++ 22.13 Uhr: Sieben Leichen in Mexiko entdeckt +++

Die mexikanische Polizei hat im Süden des Landes sieben Leichen entdeckt. Die menschlichen Überreste befanden sich in Erdlöchern und einer Kühlbox, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaats Guerrero mitteilten.

In der Region wurden am Wochenende fast 30 Menschen getötet. Bereits am Montag entdeckte die Polizei nahe der Ortschaft Tixtla zwölf geköpfte Leichen. Bei beiden Funden gehen die Beamten davon aus, dass die Taten im Zusammenhang mit Kämpfen zwischen rivalisierenden Verbrechersyndikaten stehen.

Mit Entführungen und Lösegeldforderungen ringen die konkurrierenden Banden in der Region um die Vorherrschaft. "Die großen Kartelle sind in kleinere kriminelle Gruppen zerfallen, die sich durch eine Eigenschaft auszeichnen: extreme und irrationale Gewalt", sagte der Sprecher der Sicherheitsbehörden, Roberto Álvarez, dem Radiosender MVS. Guerrero ist mit mehr als 1800 Morden seit Jahresbeginn der zweitgefährlichste Bundesstaat in Mexiko.

+++ 22.06 Uhr: ESA: Absturz von Mars-Sonde durch Software-Fehler +++

Der Absturz der Mars-Sonde "Schiaparelli" auf dem Roten Planeten vor gut einem Monat wurde laut der Europäischen Weltraumagentur (ESA) durch einen Software-Fehler beim Navigationsprogramm verursacht. Wie der ESA-Verantwortliche Thierry Blancquaert am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, registrierte die Sonde aufgrund einer Reihe falscher Messungen und Berechnungen eine negative Höhe, als sie noch mehrere Kilometer über der Oberfläche war.

Die Sonde "Schiaparelli" hatte am 19. Oktober beim Landeanflug auf den Mars in einer Höhe von zwölf Kilometern bei einer Geschwindigkeit von 1730 Stundenkilometern regulär ihren großen Bremsfallschirm geöffnet. Wie Blancquaert erklärte, führten einige unerwartete Bewegungen dann jedoch dazu, dass ein Sensor eine falsche Messung vornahm, die im Navigationssystem des Bordcomputers dazu führte, dass die Position der Sonde völlig falsch berechnet wurde.

+++ 21.07 Uhr: Trump beruft zwei Ministerinnen +++

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat erstmals zwei Frauen für Posten in seiner Regierung nominiert. Die Gouverneurin des südlichen Bundesstaates South Carolina, Nikki Haley, soll neue US-Botschafterin für die Vereinten Nationen werden. Die Unternehmerin und Philanthropin Betsy DeVos will der Republikaner zur Bildungsministerin machen, wie er am Mittwoch mitteilte. Der Senat muss beiden Personalien zustimmen. In den USA hat der Posten des UN-Botschafters Kabinettsrang.

+++ 20.36 Uhr: US-Notenbank plant wohl Leitzins-Anhebung +++

Die US-Notenbank Fed hat in ihrem Sitzungsprotokoll einen klaren Hinweis auf eine Leitzinszinsanhebung im Dezember gegeben. Die meisten Fed-Mitglieder hielten eine Zinserhöhung "relativ bald" für angemessen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. bis 2. November. Zudem hätten viele Mitglieder vor einer Überhitzung am Arbeitsmarkt gewarnt. Die Sitzung fand noch vor der US-Präsidentschaftswahl am 8.
November statt.

+++ 18.51 Uhr: EU-Parlament prangert antieuropäische "Propaganda" Russlands in der EU an +++

Das Europaparlament hat eine massive anti-europäische "Propaganda" Russlands in der EU und ihrem Umfeld angeprangert. Der Kreml setze zahlreiche Instrumente ein, um die EU auch in deren Mitgliedstaaten zu verunglimpfen und damit den Einfluss Russlands zu stärken, stellte das Parlament am Mittwoch in einer Entschließung fest. So unterstütze die russische Regierung in der EU aktiv rechtsextreme, populistische und europafeindliche Parteien sowie Bewegungen, welche Grundwerte wie Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte verneinten. 

+++ 18.21 Uhr: Ermordete Studentin in Freiburg: Kein Erfolg beim DNA-Spurenabgleich +++

Auf der Suche nach dem Mörder einer 19 Jahre Studentin in Freiburg sind die Ermittler auch nach einem DNA-Abgleich in europaweiten Datenbanken nicht weitergekommen. Die am Opfer gefundenen Spuren hätten dort keinen Treffer erbracht, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Auch die Auswertung der DNA-Proben von mehr als 100 Studenten sei erfolglos gewesen. Die Medizinstudentin war Mitte Oktober auf dem Heimweg von einer Party vergewaltigt und getötet worden. Am Opfer und an einem in der Nähe gefundenen Fahrrad waren die Ermittler auf männliches Erbgut gestoßen.

Die rund 100 Studenten hatten in einem Hörsaal gesessen, zu dem die Ermittler ein Suchhund geführt hatte. Die DNA der Männer war mit den gefundenen Spuren verglichen worden. Um den Tatabend besser rekonstruieren zu können, hat sich die Polizei nun außerdem mit einem Online-Fragenkatalog an alle Studenten und Mitarbeiter der Universität Freiburg gewandt. Dort können freiwillig Beobachtungen von der fraglichen Party gemeldet werden.

Offen ist, ob der Fall mit dem Mord an der Joggerin in Endingen, nicht weit von Freiburg entfernt, zusammenhängt. Die 27-Jährige war Anfang November vergewaltigt und getötet worden. Auch in diesem Fall ist der Täter noch unbekannt.

+++ 18.19 Uhr: "Charlie Hebdo" erscheint auf Deutsch +++

Die französische Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" soll vom Donnerstag nächster Woche an (1. Dezember) auch auf Deutsch erscheinen. Geplant sei eine Start-Auflage von 200.000 Exemplaren und ein Heftumfang von 16 Seiten, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf einen Sprecher des Blattes. Die Leitung der Zeitschrift war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

+++ 18.18 Uhr: Lufthansa-Piloten wollen am Freitag auf Kurzstreckenflügen streiken +++

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auch für Freitag Streiks angekündigt. Davon sollen alle Kurzstreckenverbindungen betroffen sein, die am Freitag aus Deutschland abfliegen sollen, wie die VC in einer Erklärung mitteilte. Die Lufthansa-Piloten streiken seit Mittwoch, auch am Donnerstag wollen sie ihre Arbeit niederlegen.

+++ 17.59 Uhr: Entwicklungsminister kündigt Rückkehrer-Programm für Flüchtlinge an +++

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat ein neues Rückkehrer-Programm für Flüchtlinge angekündigt. Die Bundesregierung wolle so die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen aus Deutschland in die befriedeten Gebiete ihrer Heimatländer fördern, sagte Müller am Mittwoch bei den Haushaltsberatungen im Bundestag. Im Gegenzug würden die Betroffenen in ihrer Heimat in spezielle Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramme integriert.

+++ 17.56 Uhr: Ex-Oberbürgermeister Sauerland räumt Fehler nach Loveparade ein +++

Zum ersten Mal seit seiner Abwahl Anfang 2012 hat sich der ehemalige Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland öffentlich zum Loveparade-Unglück in seiner Stadt geäußert und Fehler eingeräumt. Nach der Katastrophe 2010 habe er sich bemüht, keine juristischen Fehler zu machen und dabei "das Mitgefühl für die Angehörigen" vergessen, sagte Sauerland dem "Zeit-Magazin" und dem WDR-Fernsehen in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. "Wahrscheinlich hätte ich viel früher auf die Opfer zugehen müssen." Sauerland arbeitet heute im Reisebüro seiner Familie.

+++ 17.42 Uhr: Copilot einer Frachtmaschine mit Laserpointer verletzt +++

Der Copilot einer Frachtmaschine ist beim Landeanflug auf den Airport Leipzig/Halle mit einem grünen Laserpointer geblendet worden. Der 35-Jährige sei dadurch am Dienstagabend am Auge verletzt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der erste Offizier musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Airbus war auf dem Weg von Mailand nach Leipzig. Der Laserstrahl kam aus dem Bad Lausicker Ortsteil Buchheim. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

+++ 16.13 Uhr: Ehefrau mit kochendem Wasser übergossen - acht Jahre Haft +++

Ein Mann muss für acht Jahre ins Gefängnis, nachdem er seine schlafende Ehefrau mit kochend heißem Wasser übergossen hat. Das Landgericht Mainz verurteilte den 24-Jährigen am Mittwoch wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Der Mann hatte vor Gericht gesagt, er habe seine Frau verunstalten wollen. Als Motiv gab er Eifersucht an. Die Frau überlebte. Beide waren zum Zeitpunkt der Tat in einer Flüchtlingsunterkunft in Mainz untergebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte neuneinhalb Jahre Haft wegen versuchten Mordes gefordert. Der Verteidiger hatte ein geringeres Strafmaß verlangt.

+++ 16.01 Uhr: Putin lobt französischen Konservativen Fillon als "anständigen Mann" +++

Nach dem Lob des Kremls für den französischen Top-Konservativen François Fillon hat Russlands Präsident Wladimir Putin noch einmal nachgelegt. "Er ist ein harter Verhandlungspartner und auf jeden Fall in höchstem Maße ein Profi und anständiger Mann", sagte Putin am Mittwoch in Moskau. "François und ich haben zusammengearbeitet, als er Regierungschef in Frankreich und ich in Russland war", sagte er der Agentur Interfax zufolge. "Wir haben sehr gute persönliche Beziehungen."

Fillon gilt als Favorit der französischen Konservativen für die Kandidatur bei der Präsidentenwahl 2017. In der ersten Runde der Vorwahlen am Wochenende hatte der 62-jährige Ex-Ministerpräsident gewonnen, eine Stichwahl gegen Ex-Regierungschef Alain Juppé steht an diesem Sonntag an. Putin hatte auch im US-Wahlkampf Sympathie für den späteren Sieger Donald Trump gezeigt.

+++ 15.38 Uhr: De Maizière verbietet Rockerclub "Hells Angels MC Bonn" endgültig +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Rockerclub "Hells Angels MC Bonn" als kriminelle Vereinigung verboten. Dies geht aus einer nun im Bundesanzeiger veröffentlichten Verfügung hervor. Nach einer Vorabmeldung der "Rhein-Zeitung" vom Mittwoch wurden das Klubheim in Neustadt/Wied in Rheinland-Pfalz erneut versiegelt und das Klubvermögen eingezogen.

Der Verein war im März zunächst vom rheinland-pfälzischen Innenministerium verboten worden. Diese Entscheidung hob das Oberverwaltungsgericht Koblenz aus formellen Gründen auf, weil der Verein über die Landesgrenzen hinweg aktiv sei. Deshalb könne ihn auch nur der Bundesinnenminister verbieten. Dem kam de Maiziére nun nach.

+++ 15.22 Uhr: Kinder finden 30.000 Euro - und geben Geld der Polizei +++

Auf dem Weg zur Schule haben Kinder in Gundelfingen bei Freiburg 30.000 Euro gefunden - und sich als ehrliche Finder erwiesen. Wie die Polizei mitteilte, hatten die sechs Schüler im Alter von 12 bis 13 Jahren das Geld in Bündeln gefunden - zwischen einer Gärtnerei und dem Ortseingang. Die vier Jungen und zwei Mädchen brachten das Geld daraufhin zur Polizei. Dort stellte der Beamte ihnen eine Entschuldigung aus - weil sie wegen ihrer Ehrlichkeit zu spät zur Schule kamen. "Wir gehen davon aus, dass der Lehrer aufgrund dieses triftigen Grundes eher loben als tadeln wird", erklärte die Polizei. Der Eigentümer des Geldes konnte zunächst nicht ermittelt werden.

Ob es sich bei der hohen Summe um kriminell erlangtes Geld handelt, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen. Die ehrlichen Finder können sich ihr zufolge über einen Finderlohn freuen: Den muss der Eigentümer demnach nämlich zahlen, sobald er ermittelt ist.

+++ 15.10 Uhr: TUI-Aufsichtsrat billigt Zusammenschluss von Tuifly und Teil von Airberlin +++

Die Verschmelzung des Ferienfliegers Tuifly und der Touristiksparte von Airberlin kommt voran: Der Aufsichtsrat des Reisekonzerns TUI stimmte nach Angaben des Unternehmens am Mittwoch dem Plan zu, Tuifly in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Airberlin-Großaktionär Etihad einzubringen. Etihad will demnach den touristischen Flugbetrieb von Airberlin übernehmen und in die neue Airline mit Tuifly einbringen.

+++ 15.02 Uhr: Armee: IS-Kämpfer in Mossul komplett von Nachschubwegen abgeschnitten +++

Im Kampf um die IS-Hochburg Mossul vermeldet die irakische Armee einen neuen Erfolg. Die Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Stadt seien inzwischen von allen Nachschubwegen abgeschnitten, wurde von den Regierungstruppen mitgeteilt. Kämpfer der paramilitärischen Einheiten Hasched al-Schaabi, einer Dachorganisation regierungstreuer paramilitärischer Kräfte, hätten sich bis zur Straße von Tal Afar nach Sindschar vorgekämpft.

An der Straße trafen die Hasched al-Schaabi-Kämpfer demnach mit regierungstreuen kurdischen Truppen zusammen. Damit seien nun alle Verbindungen der IS-Kämpfer in Mossul zu anderen von den Dschihadisten kontrollierten Gebieten gekappt. Sie könnten nicht mehr mit Nachschub versorgt werden. Die Hasched al-Schaabi wird von aus dem Iran gesteuerten schiitischen Milizen beherrscht. In Mossul halten sich nach Einschätzung von US-Experten rund 3000 bis 5000 IS-Kämpfer auf.

+++ 14.51 Uhr: Trio soll nach angeblicher Vergewaltigung Selbstjustiz geübt haben +++

Um eine angebliche Vergewaltigung zu rächen, sollen zwei junge Männer und eine 17-Jährige aus dem Münsterland grausam Selbstjustiz geübt haben. Seit Mittwoch beschäftigt der Fall das Landgericht Münster. Laut Anklage lockte die Jugendliche ihren angeblichen Peiniger im Mai dieses Jahres unter einem Vorwand an den Dortmund-Ems-Kanal bei Lüdinghausen. Dort soll der 18-Jährige aus Münster dann von den mitangeklagten Freunden der 17-Jährigen überfallen und über Stunden misshandelt und gequält worden sein. Mit lebensgefährlichen Schnittverletzungen wurde das Opfer später in eine Klinik gebracht. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord.

+++ 14.43 Uhr: Lufthansa streicht auch am Donnerstag Flüge +++

Die Lufthansa streicht wegen des verlängerten Pilotenstreiks auch am Donnerstag eine Vielzahl von Flügen. 912 Verbindungen seien betroffen, teilte die Fluggesellschaft mit.

+++ 14.40 Uhr: Bewerberin darf trotz Brustimplantaten zur Polizei +++

Eine Polizeibewerberin aus Nordrhein-Westfalen hat sich vor Gericht erfolgreich gegen den Ausschluss vom Polizeidienst wegen ihrer Brustimplantate zur Wehr gesetzt. Die von der Frau unterhalb der Brustmuskeln getragenen hochwertigen Silikonimplantate stellten ihre Eignung für den Polizeivollzugsdienst nicht in Frage, urteilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Die Kammer ließ Berufung gegen das Urteil zu.

Die Klägerin, die nach Gerichtsangaben aus kosmetischen Gründen Brustimplantate trägt, hatte sich im Oktober 2013 für die Einstellung in den Polizeivollzugsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. Ein Polizeiarzt kam zu dem Ergebnis, sie sei für den Polizeidienst untauglich. Insbesondere bei körperlicher Gewalt könne ein Reißen der Implantate nicht ausgeschlossen werden.

Das Verwaltungsgericht folgte dieser Argumentation nicht. Eine Untauglichkeit für den Polizeidienst könne nur angenommen werden, wenn eine dauernde Dienstunfähigkeit vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze oder regelmäßige Ausfallzeiten über Jahre hinweg überwiegend wahrscheinlich seien, betonten die Richter.

+++ 14.24 Uhr: Gedicht von Anne Frank für 140.000 Euro versteigert +++

Ein Gedicht des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) ist in Haarlem (Niederlande) für 140.000 Euro versteigert worden. Dies teilte das Auktionshaus Bubb Kuyper mit. Das Mädchen hatte das achtzeilige Gedicht am 28. März 1942 in das Poesiealbum einer Schulfreundin geschrieben. Wenig später musste die Familie Frank vor den deutschen Nationalsozialisten in Amsterdam untertauchen.

Jacqueline van Maarsen, die Schwester von Franks inzwischen verstorbener Schulfreundin, ließ die Seite nun versteigern. Die ersten Zeilen hatte Anne vermutlich aus einer 1938 erschienenen Zeitschrift abgeschrieben. Sie lauten frei übersetzt: "Hast du die Arbeit nicht gut getan, kostbare Zeit verloren, pack erneut die Arbeit an, besser als zuvor." Von wem die restlichen vier Zeilen stammen, ist unbekannt.

Anne Frank lebte mit ihrer Familie von 1942 bis 1944 im Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht 263 im Versteck vor den Nationalsozialisten. Die insgesamt acht Untergetauchten wurden 1944 verraten und in Konzentrationslager deportiert. Anne starb im Frühjahr 1945 im Alter von 15 Jahren in Bergen-Belsen.

+++ 13.45 Uhr: Tod der britischen Abgeordneten Jo Cox: Mann wegen Mordes verurteilt +++

Fünf Monate nach der Ermordung der britischen Abgeordneten und Brexit-Gegnerin Jo Cox hat das Londoner Strafgericht ein Urteil gesprochen. Es verurteilte den 53-jährigen arbeitslosen Gärtner Thomas M. wegen Mordes. Die zwölf Geschworenen einigten sich bereits nach knapp zweistündiger Beratung. Das Strafmaß wird erst später bekanntgegeben.

Das Verbrechen geschah genau eine Woche vor dem historischen EU-Referendum am 23. Juni und schockierte die Briten zutiefst. Die 41 Jahre alte Cox hatte sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU stark gemacht.  

+++ 13.41 Uhr: Kuh in Panik verletzt 82-Jährigen in Hessen schwer +++

Eine Kuh in Panik hat einen 82-Jährigen in Hessen zu Fall gebracht und schwer verletzt. Wie die Polizei in Darmstadt mitteilte, sollte das Tier am Vortag in Brombachtal auf einen Anhänger getrieben werden. Hierfür sei eigens mit Heuballen eine Gasse vom Stall zum Anhänger gebildet worden. "Auf dem Weg dorthin zeigte die Kuh Fluchtverhalten und sprang über die Heuballenabgrenzung", erklärte die Polizei. Dabei habe sie den Mann zu Fall gebracht, der schwer verletzt am Boden liegen geblieben sei. Der Verletzte wurde demnach mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Kuh konnte wieder eingefangen werden.

+++ 13.20 Uhr: Polizei: Todesschütze von Georgensgmünd hatte Kontakt zu Polizisten +++

Überraschende Erkenntnisse im Fall der Todesschüsse von Georgensgmünd: Der verdächtige 49 Jahre alte "Reichsbürger" hatte vor der Tat Kontakt zu zwei Polizeibeamten gepflegt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Nürnberg mitteilten. Nach einer Durchsuchungsaktion seien beide Polizisten sofort suspendiert worden. Über Einzelheiten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft am Nachmittag informieren. Der 49-Jährige - er nennt sich selbst "Reichsbürger" - hatte Mitte Oktober in Georgensgmünd bei Nürnberg auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos geschossen und dabei einen 32-jährigen Polizisten tödlich verletzt. Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht an. Sie behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

+++ 13.16 Uhr: Gauck: Klima der Offenheit mehr würdigen +++

Bundespräsident Joachim Gauck hat mehr Aufmerksamkeit für Menschen angemahnt, die für Weltoffenheit und Internationalität einstehen. In der medialen Wahrnehmung dominierten oft die "problematischen Bevölkerungsgruppen", sagte Gauck in Jena nach einer Diskussionsrunde mit Forschern aus dem Ausland. Doch auch im Osten gebe es genug Leute, die die Gesellschaft aufbauen und für Würde und Respekt eintreten. Hintergrund sind mehrere Aufmärsche des fremdenfeindlichen Thügida-Bündnisses dieses Jahr in Jena - zuletzt mit Fackeln am 9. November, dem Jahrestag des Mauerfalls und der Pogromnacht von 1938.

+++ 13.15 Uhr: Jessy Wellmer wird Beckmann-Nachfolgerin bei der "Sportschau" +++

Jessy Wellmer wird Nachfolgerin von Reinhold Beckmann im Moderatoren-Team der "Sportschau" am Samstag. Die 36 Jahre alte Journalistin ist nach Monica Lierhaus die zweite Frau, welche die Spiele der Fußball-Bundesliga in der ARD präsentieren wird. Jessy Wellmer wird nach Angaben des Senders mit Beginn der neuen Saison im Wechsel mit Matthias Opdenhövel und Gerhard Delling die traditionsreiche Sendung moderieren. Beckmann (60) hört nach 14 Jahren bei der "Sportschau" auf.

"Ich freue mich sehr über diese Entscheidung. Sie ist eine Ehre", sagte Jessy Wellmer am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Die Liste großer Namen in der Sportschau-Moderation ist lang. Außerdem ist es doch schön, dass die Jungs jetzt wieder Gesellschaft bekommen." Seit September 2014 moderiert Wellmer bereits die "Sportschau" am Sonntag. Sie war auch bei Olympia-Sendungen im Einsatz und moderierte Wintersport-Übertragungen.

+++ 12.50 Uhr: Panne in Panama: Teurer US-Zerstörer bleibt im Kanal liegen +++

Der bislang wohl teuerste Zerstörer der US-Marine ist im Panamakanal liegengeblieben. Nach Antriebsproblemen bei der Durchfahrt sei das Militärschiff "USS Zumwalt" zur Reparatur zu einem ehemaligen US-Marinestützpunkt am pazifischen Zugang der Wasserstraße geschleppt worden, berichtete das US Naval Institute auf seinem Nachrichtenportal "USNI News".

Nach Militärangaben könnten die Reparaturen bis zu zehn Tage dauern. Die jetzige Panne ist nicht die erste des Schiffs, das erst im Mai seinen Konstruktionshafen verlassen hatte. Bereits im September musste es laut "USNI News" repariert werden, nachdem die Crew ein Meerwasserleck im Antriebssystem entdeckt hatte.

+++ 12.44 Uhr: Diebe klauen Paket-Fahrzeug in Sachsen-Anhalt +++

Ein ganzes Zustellfahrzeug voller Pakete haben sich Diebe in Sachsen-Anhalt zumindest vorübergehend unter den Nagel gerissen: Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, war der Zusteller am Vortag gerade zur Auslieferung unterwegs, als ein Unbekannter sich seinem Transporter näherte, einstieg und davon fuhr. Der Versuch, hinter dem Fahrzeug her zu laufen, war demnach nicht erfolgreich.

Die Polizei fand den Wagen nach eigenen Angaben kurze Zeit später wieder. "Mehrere Personen waren gerade damit beschäftigt, Pakete in eine Wohnung zu verbringen", erklärten die Beamten. Drei Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren seien festgenommen worden, einer von ihnen habe aber bei der Vernehmung fliehen können. Nach ihm werde gefahndet.

+++ 12.19 Uhr: Germanwings-Absturz: Halterner Schulleiter bekommt Verdienstorden +++

Der Schulleiter des vom Germanwings-Absturz im März 2015 besonders betroffenen Gymnasiums im nordrhein-westfälischen Haltern am See bekommt den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Ulrich Wessel werde ausgezeichnet, weil er alles Erdenkliche tue, um den Angehörigen der Opfer, den Schülern und dem Kollegium des Halterner Joseph-König-Gymnasiums zu helfen, die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten, teilte das Bundespräsidialamt in Berlin zur Begründung mit.

Bei dem durch einen Suizid des Piloten verursachten Absturz kamen 150 Menschen ums Leben, darunter 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Gymnasiums. Diese befanden sich auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien.

Das Bundespräsidialamt hob hervor, dass an der Schule und auf dem Friedhof Erinnerungsorte geschaffen wurden und dass Wessel bis heute allen Betroffenen ein besonnener Ansprechpartner sei. Bundespräsident Joachim Gauck will ihm zusammen mit 23 anderen Männern und Frauen am 5. Dezember im Schloss Bellevue den Verdienstorden verleihen .

+++ 12:00 Uhr: Vogelgrippe zwingt Hunde und Katzen an die Leine +++

Katzen und Hunde dürfen wegen der Vogelgrippe in einigen Gebieten Deutschlands nicht mehr frei herumlaufen. Es gibt zwar keinen Nachweis, dass sie an den H5N8-Viren erkranken. Sie können jedoch die Erreger verbreiten, wenn Kot infizierter Vögel an Pfoten und Fell haftet oder sie sich an toten Vögeln zu schaffen machen. Nach der deutschen Geflügelpest-Verordnung können Behörden um Fundorte mit Vogelgrippe-Viren infizierter Vögel Sperrbezirke verhängen. "Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk oder im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen", heißt es dort. Zuständige Behörden können aber Ausnahmen genehmigen - so gehen Bundesländer und Landkreise sehr unterschiedlich mit den Vorgaben um. 

+++ 11.13 Uhr: Erdogan nimmt künftigen US-Präsidenten Trump in Schutz +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen Kritiker aus Europa und den USA verteidigt. "Wenn sie jemanden einen Diktator nennen, dann ist dieser meiner Ansicht nach gut", sagte Erdogan bei einer Wirtschaftskonferenz islamischer Staaten in Istanbul. Trump sei unter anderem bei Demonstrationen in Europa als "Diktator" bezeichnet worden, kritisierte Erdogan. Er warf der EU außerdem vor, das Ergebnis der US-Wahl nicht zu respektieren. "Wart ihr nicht Demokraten? Bedeuten Wahlurnen nicht Demokratie?", sagte Erdogan. "Seht, jetzt gab es eben so ein Ergebnis bei den Wahlen. Trump ist es geworden. Respektiert das!"

+++ 10.58 Uhr: Fußgänger auf Motorhaube geschleudert - Fahrerin reagiert besonnen +++

Dank der geistesgegenwärtigen Reaktion einer Autofahrerin ist ein Verkehrsunfall in München glimpflich ausgegangen. Nach Angaben der Feuerwehr hatten zwei Fußgänger am späten Dienstagabend eine große Straße überqueren wollen. Als der ältere der beiden Männer stolperte, wollte ihn sein 19 Jahre alter Begleiter von der Straße ziehen. Dabei wurde der junge Mann von dem Auto erfasst und durch die Wucht des Aufpralls auf die Motorhaube geschleudert. Die 59 Jahre alte Autofahrerin bewahrte trotz des Unfalls die Ruhe, bremste gleichmäßig ab und blieb nach etwa 100 Metern mit ihrem unfreiwilligen Mitfahrer stehen. Der 19-Jährige blieb weitgehend unverletzt.

+++ 10.53 Uhr: Streit um rechte Parolen bei CSU +++

Nach heftiger Kritik eines niederbayerischen CSU-Ortsverbandes um rechte Parolen und Populismus in der Partei soll es eine Aussprache geben. "Wir haben nach einem Telefonat mit Generalsekretär Scheuer einen Termin für Mitte Dezember geplant", sagte der Chef der CSU-Ortsverbandes Viechtach, Alois Pinzl, am Mittwoch. In einem Positionspapier an Parteichef Horst Seehofer hatte sich der Ortsverband gegen "Scharfmacher, rechte Parolen sowie ständigen Parteienzwist" ausgesprochen. "Wir sind in der Sache nicht weit auseinander, aber in der Wortwahl", sagte Pinzl. Der Ortsverband hatte ausdrücklich Andreas Scheuer als abschreckendes Beispiel genannt. Der Bezirksvorsitzende der CSU in Niederbayern hatte vor einigen Wochen vor Journalisten in Regensburg erklärt: "Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist. Weil den wirst du nie wieder abschieben." Er könne Populismus bei solch sensiblen Themen nicht leiden, betonte Pinzl. "Das ist absolut unangebracht."

+++ 10.41 Uhr: CSU-Rebellin Gabriele Pauli wird Schmuckverkäuferin +++

Die frühere CSU-Rebellin Gabriele Pauli wird Schmuckverkäuferin. Sie übernehme den Laden ihrer im September verstorbenen Mutter im fränkischen Zirndorf, sagte die 59-Jährige der Illustrierten "Bunte". "Sie stand 52 Jahre hinter der Ladentheke - es war ihr Wunsch, dass ihr Lebenswerk weitergeführt wird."

Sie selbst habe sich immer für Schmuck interessiert, sagte die ehemalige Politikerin, die nun Brillanten, Colliers, Ringe und Uhren verkauft: "Schmuck verleiht dem Tag Glanz." Eine Rückkehr in die Politik plane sie nicht: "Ich sehe keine Partei, die ich voll bejahen kann, es gibt ein Leben nach der Politik."

Pauli gehörte als Fürther Landrätin ab 2006 zu den schärfsten Kritikern des 2007 von seiner eigenen Partei gestürzten CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Die weitere politische Laufbahn Paulis verlief eher unglücklich: Ein Versuch, CSU-Vorsitzende zu werden, scheiterte.

+++ 10.08 Uhr: Mann beißt Polizeihund in die Schnauze +++

Ein mutmaßlicher Ladendieb hat im sauerländischen Olsberg einen Polizeihund gebissen. Der Mann hatte offenbar mit zwei Komplizen einen Diebstahl in einem Supermarkt begangen und war später von der Polizeihündin "Pepper" in einem Waldstück aufgestöbert worden, wie die Polizei mitteilte. Bei der anschließenden Festnahme biss der 39-Jährige die Diensthündin in die Schnauze und die Hundeführerin in die Hand.

Die Polizeibeamtin und der alkoholisierte Täter mussten mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. "Pepper" überstand den Einsatz ohne Blessuren. Den beiden mutmaßlichen Komplizen des "bissigen" Diebs gelang die Flucht.

+++ 9.50 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Schulz als Außenminister +++

Mehr als die Hälfte der Deutschen wünschen sich einer Umfrage zufolge den derzeitigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als zukünftigen Außenminister. Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" ergab, sehen den SPD-Politiker rund 54 Prozent der Befragten als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier, wenn dieser im Februar zum Bundespräsidenten gewählt werden sollte.

Die größte Zustimmung findet Schulz unter den Anhängern seiner eigenen Partei (73 Prozent), bei den Grünen kommt er auf 62 Prozent und bei den Union-Anhängern auf 61 Prozent. Knapp jeder vierte Befragte (24 Prozent) will Schulz nicht auf diesem Posten sehen, 22 Prozent haben keine Meinung zu der Personalie.

+++ 8.43 Uhr: Einsatzkräfte befreien Flüchtlinge aus Frachtcontainer auf Münchener Bahnhof +++

Auf einem Münchener Rangierbahnhof haben Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bundespolizei fünf Flüchtlinge aus einem per Güterzug transportierten Container befreit. Der Lokführer habe am Dienstagnachmittag aus dem Inneren "leise Ruf- und Klopfgeräusche" gehört und Alarm geschlagen, teilte die Bundespolizei in der bayrischen Landeshauptstadt mit.

Feuerwehrleute mussten den verschlossenen und verplombten Container per Trennschleifer öffnen. Darin befanden sich fünf Männer, von denen vier mutmaßlich aus Afghanistan und einer aus Pakistan stammen. Sie befanden sich in gutem Gesundheitszustand und hatten Verpflegung dabei. Vorsichtshalber bereitgestellte Rettungswagen wurden nicht benötigt. Der Güterzug befand sich der Bundespolizei zufolge auf dem Weg von der Türkei nach Deutschland. Wo und wie die Flüchtlinge in den Container gelangten, ist unklar.

+++ 7.59 Uhr: Zustand des Opfers nach Hamelner Verbrechen weiter kritisch +++

Nach dem brutalen Verbrechen an einer Frau in Hameln ist der Zustand des Opfers weiterhin kritisch. Die 28-Jährige schwebe nach wie vor in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher. Ihr 38 Jahre alter Lebensgefährte steht im Verdacht, die Frau am Sonntag im Streit um den gemeinsamen Sohn zunächst mit Messerstichen verletzt zu haben. Dann soll er sie mit einem Seil um den Hals ans Auto gebunden und rund 250 Meter weit über die Straße geschleift haben. Der zweijährige Junge saß nach Angaben der Polizei während der Fahrt im Auto. Der Mann befindet sich wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft.

+++ 7.30 Uhr: 35-Jähriger bei Brand in Hamburger Flüchtlingsunterkunft verletzt +++ 

Bei einem Feuer auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg ist ein 35 Jahre alter Bewohner leicht verletzt worden. Das Feuer brach am Dienstagabend anscheinend in einem unbewohnten Pavillon auf dem Gelände in Volksdorf aus, in dem Material gelagert wurde, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Der 35-Jährige habe das Feuer bemerkt und versucht, es selbst zu löschen. Dabei zog er sich Verletzungen zu und kam ins Krankenhaus. Die Ursache war zunächst unklar. Rund 40 Feuerwehrmänner waren mit zwei Löschzügen vor Ort, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Schadenshöhe sei noch nicht bekannt.

+++ 6.38 Uhr: Nach Tat von Hameln: Polizeigewerkschafter kritisiert Justiz +++

 Im Zusammenhang mit der erschütternden Gewalttat im niedersächsischen Hameln hat die Deutsche Polizeigewerkschaft die Justiz in Deutschland scharf kritisiert. Der 38-Jährige, der die Mutter seines Sohnes niedergestochen und mit dem Auto durch die Straßen geschleift habe, habe eine lange Gewaltkarriere hinter sich, erklärte der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Passauer Neuen Presse".

Der Mann sei immer wieder mit Straftaten aufgefallen, aber dennoch nicht im Gefängnis gewesen. "Es wird sich ein Richter finden, der ihm auch jetzt wieder eine positive Sozialprognose geben wird", kritisierte Wendt. Er sprach sich dafür aus, die Ausbildung und Berufung von Richtern zu überprüfen.

"Die volle Härte des Gesetzes heißt heute oft, wir stellen von Straftätern die Personalien fest, und Richter lassen sie wieder frei", sagte Wendt. 

+++ 6.35 Uhr: FBI schließt Untersuchung gegen Brad Pitt ab +++

Die US-Bundespolizeibehörde FBI hat ihre Untersuchungen zu einem Vorfall um Hollywood-Star Brad Pitt, 52, eingestellt. Es seien keine weiteren Ermittlungen notwendig, teilte die Behörde mit. In dem Fall werde es auch keine Anklage geben.

Laut der Mitteilung  war ein Vorfall an Bord eines Flugzeugs geprüft worden, mit dem Pitt und seine Kinder unterwegs waren. Auch das Kinder- und Familienamt (DCFS) in Los Angeles hatte eine mehrwöchige Untersuchung zu dem Fall kürzlich abgeschlossen.

Pitts Ehefrau, Angelina Jolie, 41, hatte Mitte September überraschend die Scheidung eingereicht. Sie fordert in dem Antrag das alleinige Sorgerecht für die sechs Kinder, von denen drei adoptiert sind. Jolies Team teilte Anfang November mit, die Kinder befänden sich derzeit in der Obhut der Mutter. Sie würden ihren Vater aber weiterhin bei Besuchen sehen.

+++ 6.31 Uhr: Korruptionsaffäre in Südkorea: Ermittler durchsuchen Samsung-Büros +++

Die Ermittlungen im Korruptionsskandal um eine Vertraute der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye ziehen immer weitere Kreise - und nun auch Samsung in ihren Strudel. Die Staatsanwaltschaft ließ sowohl Büros des größten Mischkonzerns des Landes als auch die Zentrale des staatlichen Pensionsfonds durchsuchen, wie südkoreanische Sender berichteten. Park stehe im Verdacht, auf den Fonds eingewirkt zu haben, um die umstrittene Fusion zweier Samsung-Töchter im vergangenen Jahr zu bewilligen. An beiden Unternehmen hatte der Fonds Anteile.

Im Gegenzug für die Unterstützung durch den Fonds soll sich Samsung angeblich kenntlich gezeigt haben, indem es unter anderem die sportlichen Aktivitäten der Tochter von Parks umstrittener Freundin Choi Soon Sil finanzierte, die im Zentrum des Korruptionsskandals steht. Ein Sprecher der Samsung-Gruppe, deren Kernstück der weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung Electronics ist, bestätigte die Durchsuchungen, äußerte sich aber nicht weiter dazu. 

Die konservative Staatschefin ist wegen des Skandals schwer in Bedrängnis geraten. Park wird vorgeworfen, ihrer Freundin ohne offizielles Amt die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben. Choi soll zudem ihre Beziehung zu Park genutzt haben, um Sponsorengelder für zwei private Stiftungen von Unternehmen wie Samsung einzutreiben und sich persönlich zu bereichern. 

+++ 6.27 Uhr: Lufthansa-Piloten streiken - 100.000 Passagiere betroffen +++

Die Lufthansa-Piloten sind in der Nacht in einen zweitägigen Streik getreten. "Der Ausstand hat wie angekündigt begonnen", sagte eine Sprecherin der Lufthansa. Allein am Mittwoch fallen wegen des mittlerweile 14. Streiks der Piloten 876 Flüge aus. Rund 100.000 Passagiere sind nach Angaben der Lufthansa betroffen. Das Unternehmen kündigte an, Sonderflugpläne zu erstellen. Passagiere könnten sich im Internet erkundigen, ob ihr Flieger abhebt. Die Piloten-Vereinigung Cockpit hatte den Streik am Montag angekündigt. Der Konzern scheiterte am späten Dienstagabend mit dem Versuch, den Streik von einem Gericht verbieten zu lassen.

kis / DPA