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News des Tages: Israel verurteilt Nahost-Konferenz als "nutzlos"

Deutscher Bergsteiger stirbt bei Lawinenunglück in den Alpen +++ Mehrheit der Deutschen: Merkel soll bald zu Trump reisen +++ Neue Dokumente belasten Winterkorn in VW-Abgasskandal +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Israel: "Nutzlose" Konferenz

Gruppenbild der Nahost-Konferenz

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

+++ 21.16 Uhr: Israel verurteilt Nahost-Konferenz als "nutzlos" +++

Israel hat die Pariser Nahost-Konferenz als "nutzlos" verurteilt. Die Konferenz rücke die Aussichten auf Frieden "in weite Ferne", erklärte die israelische Regierung am Sonntagabend. Bei der Konferenz hatten Vertreter von mehr als 70 Staaten und Organisationen Israelis und Palästinenser zu neuen Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung aufgefordert und die Konfliktparteien vor einseitigen Schritten gewarnt. 

+++ 20.01 Uhr: Bei Klettertour von Lawine verschüttet: 38-Jähriger stirbt +++

Die Klettertour eines Trios aus Baden-Württemberg hat in Österreich ein tödliches Ende genommen. Zwei Eiskletterer im Alter von 33 und 36 Jahren aus Meßkirch und Singen wollten sich von einem 38-jährigen Freund bei ihrem Aufstieg fotografieren lassen. Plötzlich löste sich nach Polizeiangaben im Brandnertal bei Bludenz eine Lawine und riss alle drei Männer mehrere hundert Meter weit mit sich. Während sich die beiden Kletterer befreien konnten, kam für ihren Freund aus Überlingen jede Hilfe zu spät. 

+++ 19.21 Uhr: Zwei Flüchtlinge wegen Großbrands in Düsseldorfer Messehalle vor Gericht +++

Ein halbes Jahr nach dem Großfeuer in einer Düsseldorfer Behelfsunterkunft beginnt am Montag der Prozess gegen zwei Flüchtlinge. Die Staatsanwaltschaft wirft den 27-jährigen Männern aus Algerien und Marokko besonders schwere Brandstiftung vor. Einer der Angeklagten soll im vergangenen Juni eine Matratze in der als Unterkunft genutzten Messehalle angezündet haben, der zweite soll andere Bewohner der Unterkunft wiederholt zum Niederbrennen der Halle angestachelt haben. Das Motiv war demnach Unzufriedenheit der mutmaßlichen Täter mit der Unterbringung in der Behelfsunterkunft. In der 6000 Quadratmeter großen Halle waren 282 Flüchtlinge untergebracht. Die Flammen richteten Schaden in Millionenhöhe an. Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden leicht verletzt.

+++ 18.53 Uhr: Polizei geht von mehr als 30 Toten bei Blutbad in brasilianischem Gefängnis aus +++

Bei dem jüngsten Massaker in einer brasilianischen Haftanstalt sind wahrscheinlich mehr als 30 Menschen getötet worden. Dies teilte die Polizei in Natal mit. Zuvor war die Zahl der im Alcaçuz-Gefängnis im Bundesstaat Rio Grande do Norte Getöteten mit zehn angegeben worden.

+++ 18.50 Uhr: Deutscher Segler im Atlantik bei Madeira tot aufgefunden  +++

Ein deutscher Segler ist tot im Atlantik aufgefunden worden. Wie die nationale Seefahrtbehörde AMN am Sonntag mitteilte, wurde der leblose Körper des 67-Jährigen in einem Rettungsboot vor der Nordküste der zu Portugal gehörenden Insel Porto Santo entdeckt. Nun würden das Segelboot "Tortuga" und der als vermisst gemeldete Begleiter des Mannes zu Wasser, zu Land und auch aus der Luft gesucht.

+++ 16.41 Uhr: Duterte droht mit Kriegsrecht auf Philippinen +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat wegen der anhaltenden Probleme seines Landes mit Drogenkriminalität mit der Verhängung des Kriegsrechts gedroht. "Wenn ich will, werde ich das Kriegsrecht verhängen. Niemand wird mich dabei stoppen", sagte er vor Geschäftsleuten in Davao. Damit könnte Duterte das Militär einsetzen, um Gesetze durchzudrücken und Verdächtige ohne nähere Begründung festhalten. Der Ex-Bürgermeister von Davao gilt seit der Amtsübernahme im vergangenen Jahr als einer der umstrittensten Politiker Asiens. In den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit wurden mit der Begründung, die Drogenkriminalität müsse bekämpft werden, etwa 6000 Menschen getötet. Der Verfassung zufolge kann der Präsident das Kriegsrecht nur verhängen, um eine Rebellion oder den Einmarsch ausländischer Truppen zu stoppen.


+++ 16.09 Uhr: Kadyrow will mehr als 50 Terroristen festgenommen haben +++

Im russischen Unruheherd Tschetschenien sind nach Angaben des autoritären Republikchefs Ramsan Kadyrow mehr als 50 Mitglieder einer islamistischen Untergrundgruppe festgenommen worden. Kadyrow veröffentlichte ein Video bei Instagram, wie er einen in Grosny gefassten angeblichen Terroristen verhört. Die Gruppe habe im Auftrag eines Tschetschenen bei der Terrormiliz IS in Syrien Anschläge geplant. "Jetzt ist die Gruppe ausgeschaltet, mehr als 50 Mitglieder sind auf Polizeiwachen gebracht worden", sagte Kadyrow.

+++ 15.31 Uhr: Unfall auf schneeglatter Straße: 18-Jährige verbrennt im Auto +++

Eine junge Autofahrerin ist in Österreich in ihrem Wagen verbrannt. Wie die Polizei berichtet, war die 18-Jährige in Aigen-Schlägl in Oberösterreich auf schneeglatter Straße in einer Kurve mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert. Beide Autos fingen sofort Feuer. Während sich die 49-jährige Fahrerin des anderen Wagens noch selbst schwer verletzt befreien konnte, kam für die 18-Jährige jede Hilfe zu spät. Warum die beiden Fahrzeuge so schnell Feuer fingen, sei nun Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 15.12 Uhr: Trump-Sprecher dementiert Berichte über Treffen Trumps mit Putin  +++

Der Sprecher des künftigen US-Präsidenten, Sean Spicer, hat einen Bericht über ein anstehendes Treffen Donald Trumps mit Wladimir Putin auf Island dementiert. Die britische "Sunday Times" hatte von dem angeblichen Vorhaben berichtet. Spicer schreibt auf Twitter, der Bericht sei zu 100 Prozent falsch. Auch in Moskau dementierte Kremlsprecher Dmitri Peskow die angebliche Planung. "Es gibt noch keine Gespräche über ein Treffen", sagte er der staatlichen Agentur Ria Nowosti. Die Zeitung hatte berichtet, Trump wolle sich vermutlich das historische Treffen der Präsidenten Ronald Reagan und Michail Gorbatschow im isländischen Reykjavik im Jahr 1986 zum Vorbild nehmen. Es wird seit längerem spekuliert, dass Trump sich im Zuge einer Annäherung der USA an Russland bald mit Putin treffen will.

+++ 14.50 Uhr: Schwangere Frau umgebracht - Ehemann festgenommen +++

Eine schwangere 40-Jährige ist in Bremen in ihrer Wohnung umgebracht worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 39-Jährige Ehemann der Frau am Sonntag festgenommen. Zuvor soll es einen Streit zwischen den beiden gegeben haben. Die Polizei war über einen Notruf informiert worden. Als die Beamten in der Wohnung eintrafen, war die Frau nicht mehr ansprechbar. Sie starb kurze Zeit später. Von wem der Notruf kam, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Offen blieb auch, ob das Paar bereits Kinder hat. Die Wohnung der beiden in einem Hochhaus liegt in einem Bremer Stadtviertel, das als sozialer Brennpunkt gilt.

+++ 14.24 Uhr: Erneut mindestens zehn Tote bei einem Blutbad in einem brasilianischen Gefängnis +++

In Brasilien sind bei einem weiteren Massaker in einer Haftanstalt mindestens zehn Gefangene getötet worden. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit teilte mit, das Alcaçuz-Gefängnis im Bundesstaat Rio Grande do Norte sei nach 14-stündigen Auseinandersetzungen wieder unter Kontrolle der Sicherheitskräfte, es seien zehn Tote gezählt worden. Kein Häftling sei aus der Strafanstalt entkommen, hieß es weiter. Seit dem Jahresbeginn wurden schon mehr als hundert Gefangene in Brasilien bei Gewaltkonflikten in den überfüllten Haftanstalten getötet. Im Juli war eine Waffenruhe zwischen den beiden größten Kokainbanden - dem Primeiro Comando da Capital aus São Paulo und dem Comando Vermelho aus Rio de Janeiro - zusammengebrochen.


+++ 14.08 Uhr: Facebook kündigt schärferes Vorgehen gegen Fake News an +++

Angesichts der massiven Kritik an Facebook wegen Falschmeldungen hat das soziale Netzwerk ein schärferes Vorgehen dagegen in Deutschland angekündigt. Die Bemühungen konzentrierten sich auf die Verbreitung von "eindeutigen Falschmeldungen", die durch sogenannte Spammer erstellt wurden, teilte Facebook mit. Diese geben vor, bekannte Nachrichtenagenturen zu sein und veröffentlichen Falschmeldungen, damit mehr Menschen ihre Webseiten besuchen. Facebook arbeite dabei mit "externen Faktenprüfern" zusammen, erklärte das US-Unternehmen. In Deutschland ist dies Correctiv, nach eigenen Angaben "das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum". Das Recherchebüro wird finanziert von Stiftungen und durch Spenden. Facebook sei zuversichtlich, in Zukunft noch weitere Organisationen aus der Medienbranche als Partner gewinnen zu können, erklärte das US-Unternehmen.

+++ 12.25 Uhr: Weihnachtsmarkt-Attentäter Amri soll regelmäßig Drogen genommen haben +++

Der Weihnachtsmarkt-Attentäter von Berlin, Anis Amri, hat laut einem Medienbericht seinen Lebensunterhalt weitgehend als Drogendealer verdient und auch selbst regelmäßig Drogen konsumiert. Das gehe aus dem Sachstandsbericht zum Anschlag hervor, mit dem sich das geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages am Montag befassen werde, berichtete die "Welt am Sonntag". Amri habe regelmäßig Kokain und Ecstasy genommen. Auch in Berlin verkaufte der Tunesier demnach Drogen. Amri sei schon in seinerm Heimatland wegen Drogendelikten aufgefallen, heißt es in der "Welt am Sonntag". Der 24-Jährige war am 19. Dezember mit einem gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast und hatte zwölf Menschen getötet. Am 23. Dezember wurde er in Sesto San Giovanni im Großraum Mailand bei einer Polizeikontrolle erschossen.

+++ 12.22 Uhr: Tschechische Sporthalle stürzt unter Schneelast ein +++

Inmitten eines Hallenturniers ist das Dach einer Sporthalle in Tschechien unter der Last einer Schneedecke eingestürzt. Wie die Nachrichtenagentur CTK berichtete, hielten sich zum Unglückszeitpunkt am Samstagabend rund 80 Menschen in der Halle in der nordosttschechischen Stadt Ceska Trebova auf. Sie konnten alle rechtzeitig ins Freie flüchten. Nur zwei junge Sportler wurden auf der überhasteten Flucht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Einer war gestürzt und der andere gegen eine Tür gestoßen.

+++ 11 Uhr: Chinesischer Linguist Zhou Youguang mit 111 Jahren gestorben +++

Der chinesische Sprachkundler Zhou Youguang, der bei der Entwicklung der bis heute geläufigen Pinyin-Umschrift für die chinesischen Schriftzeichen mitgewirkt hat, ist mit 111 Jahren gestorben. Zhou überlebte seinen letzten Geburtstag, den er am Freitag gefeiert hatte, nur um einen Tag, wie die Staatsmedien berichteten. Das Kommunistische Parteiorgan "People's Daily" schrieb, Zhou habe zur "Erleuchtung einfacher Leute" beigetragen.

+++ 9.13 Uhr: Mindestens 26 Tote bei Bootsunglück in Indien +++

Bei einem Bootsunglück in Indien sind am Wochenende mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte seien weiter im Einsatz, um nach Vermissten zu suchen, teilte der Katastrophenschutz im östlichen Bundesstaat Bihar mit. Das überladene Holzboot war am Samstag nahe der Stadt Patna auf dem Ganges gekentert. Die Polizei geht von mindestens 40 Insassen aus. Die genaue Zahl blieb aber unklar, da es keine Passagierliste gibt. Die Bootsinsassen waren auf dem Rückweg vom hinduistischen Fest Makar Sankranti. Einigen von ihnen gelang es, ans Ufer zu schwimmen. Unter den Geretteten war auch ein 18 Monate altes Baby. Regierungschef Narendra Modi sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. In Indien kommt es immer wieder zu Unfällen mit völlig überladenen und schlecht gewarteten Booten.

+++ 7.53 Uhr: Trump plant laut Bericht Treffen mit Putin in Island +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump will sich einem Bericht zufolge kurz nach seinem Amtsantritt in Island mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin treffen. Trump wolle seine erste Auslandsreise dazu nutzen, um das Verhältnis zwischen Washington und Moskau zu entspannen, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf britische Regierungskreise. Trump, der am Freitag die Amtsgeschäfte übernimmt, wolle mit Putin über ein Abkommen zur atomaren Abrüstung verhandeln. Der Republikaner würde damit an eine historische Begegnung zwischen dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow anknüpfen, die sich 1986 während des Kalten Kriegs in der isländischen Hauptstadt Reykjavik getroffen hatten. 

+++ 4.18 Uhr: Deutscher Bergsteiger stirbt bei Lawinenunglück in den Alpen +++

Ein deutscher Bergsteiger ist bei einem Lawinenunglück in den österreichischen Alpen ums Leben gekommen. Der Mann wollte am Samstagnachmittag nahe der Gemeinde Brand in Vorarlberg zwei Bekannte beim Eisklettern fotografieren, als sich die Lawine löste und die Gruppe verschüttete, wie die Polizei mitteilte. Während die beiden anderen Bergsteiger sich aus dem Schnee befreien konnten, kam für den 38-Jährigen aus Überlingen in Baden-Württemberg jede Hilfe zu spät.

+++ 0.51 Uhr: Bundeswahlleiter rüstet sich für Hacker-Angriffe bei Bundestagswahl +++

Bundeswahlleiter Dieter Sarreither erwartet massive Hacker-Angriffe auf die bevorstehende Bundestagswahl. Sein Amt bereite sich auf "vielfältige Angriffsstrategien" durch Cyber-Attacken vor und spiele bereits diverse Szenarien durch, sagte Sarreither der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Kapazitäten des Rechenzentrums seien bereits verdreifacht worden, Rechner und Standorte könnten gewechselt werden. Falschmeldungen am Wahltag, die den Wahlablauf stören sollen, werde er "öffentlichkeitswirksam schnell entgegenwirken", sagte Sarreither. Dazu wolle er auch soziale Medien nutzen: "Wir werden auch einen eigenen Twitter-Kanal haben, über den wir am Tag der Bundestagswahl reagieren können."

+++ 0.19 Uhr: Mehrheit der Deutschen: Merkel soll bald zu Trump reisen +++

Eine Mehrheit der Deutschen will, dass Kanzlerin Angela Merkel möglichst bald zum neuen US-Präsidenten Donald Trump reist. 57 Prozent sprachen sich bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" dafür aus. 33 Prozent möchten das nicht (weiß nicht, keine Angabe: 9 Prozent). 68 Prozent der Deutschen glauben demnach, dass sich die Präsidentschaft Trumps eher negativ auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen auswirken wird. "Eher positiv" sagen 16 Prozent (weiß nicht, keine Angabe: 16 Prozent). 

+++ 0.05 Uhr: Neue Dokumente belasten Winterkorn in VW-Abgasskandal +++

Im VW-Abgasskandal belasten bisher unbekannte interne Dokumente nach einem Zeitungsbericht den früheren Konzernchef Martin Winterkorn. Diese legen demnach nahe, dass Winterkorn früher über illegale Abgas-Manipulationen Bescheid gewusst haben könnte als bisher bekannt. Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf vertrauliche Papiere. Diese sollen am 27. Juli 2015 bei einer Sitzung mit Winterkorn in Wolfsburg präsentiert worden sein. Die Unterlagen sollen unter anderem zeigen, wie knapp zwei Monate vor dem Bekanntwerden des Skandals der Konzern  kalkulierte, wann man den US-Behörden die Wahrheit sagen solle. Ein VW-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage zunächst nicht äußern. Winterkorn und die VW-Konzernspitze haben bisher stets betont, erst im September 2015 von den Abgas-Manipulationen erfahren zu haben.


fin / DPA / AFP