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News des Tages: Piloten wollen nun auch am Donnerstag streiken

Mindestens sechs tote Kinder bei Schulbusunfall in den USA +++ Tsunamiwarnung in Japan aufgehoben +++ Eurowings-Flugbegleiter streiken in Düsseldorf und Hamburg +++ Die News des Tages im Überblick.

Viele Flugzeuge der Lufthansa bleiben am Mittwoch am Boden

Viele Flugzeuge der Lufthansa bleiben am Mittwoch am Boden

Die News des Tages im Überblick.

+++ 23.51 Uhr: Piloten streiken einen Tag länger +++

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) weitet ihren für Mittwoch geplanten Streik auf Donnerstag aus. Das teilte die Gewerkschaft am späten Abend mit.

+++ 23.33 Uhr: Gericht erlaubt Pilotenstreik endgültig +++

Der für Mittwoch geplante Pilotenstreik bei der Lufthansa kann nach einem Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts endgültig stattfinden. Die Fluggesellschaft scheiterte am späten Abend auch in zweiter Instanz mit ihrem Eil-Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Streik.


+++ 23.16 Uhr: Hilfskonvoi erreicht Rastan +++

Ein UN-Hilfskonvoi hat am Dienstag Wasser, Lebensmittel und Medikamente zu den Bewohnern der von Rebellen kontrollierten syrischen Stadt Rastan gebracht. Der gemeinsame Konvoi von UN-Organisationen, Rotem Kreuz und syrischem Roten Halbmond konnte nach dem Einverständnis der Konfliktparteien die Frontlinie überqueren, wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilte. Die Lieferung soll den mehr als 107.000 Menschen zugute kommen, die in Rastan und umliegenden Dörfern leben.

+++ 21.04 Uhr: Ex-General Mattis soll US-Verteidigungsminister werden +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat durchblicken lassen, dass der pensionierte Vier-Sterne-General James Mattis sein Favorit für das Amt des Verteidigungsminister ist. Er ziehe Mattis ernsthaft für den Posten in Erwägung, sagte Trump am Dienstag während eines Interviews der "New York Times", von dem Reporter live berichteten.

Trump fügte demnach hinzu, dass er Mattis auf das sogenannte Waterboarding angesprochen habe und überrascht gewesen sei, dass dieser es nicht befürworte. Das simulierte Ertränken wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September als Verhörmethode angewendet, ist aber mittlerweile verboten. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, es wiedereinzuführen.

+++ 20.58 Uhr: Arbeitsgericht weist Eilantrag der Lufthansa ab +++

Die Lufthansa ist mit einem Eilantrag gegen den für Mittwoch angekündigten Pilotenstreik zunächst gescheitert. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main wies den Antrag auf einstweilige Verfügung ab und verwies auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Die Lufthansa kündigte sofortige Berufung an, eine Entscheidung wurde noch am Dienstag erwartet.

+++ 19.47 Uhr: Mann erschießt Polizisten - aus Frust über Sorgerechtsstreit +++

Aus Frust über einen Sorgerechtsstreit hat ein 31-jähriger Mann einen unbeteiligten Polizisten in San Antonio (Texas) erschossen. Der Mann sagte am Dienstag bei seiner Festnahme dem Sender KENS5, seine Wut habe sich auf jemanden entladen, der mit der Sache gar nichts zu tun gehabt habe. Er habe nur seinen Sohn sehen wollen, sagte er. Der Mann hatte den Polizisten bei der Tat am Sonntag in dessen Streifenwagen durch das Seitenfenster erschossen. Nach ihm war seit dem Wochenende intensiv gefahndet worden.

+++ 19.40 Uhr: Lufthansa geht gegen Pilotenstreik in Berufung +++

Nachdem das Arbeitsgericht Frankfurt am Dienstag eine einstweilige Verfügung gegen den Streik abgelehnt hatte, kündigte Lufthansa-Anwalt Thomas Ubber unmittelbar die Berufung an. Ein Richter des Landesarbeitsgerichts hatte sich eigens zur Verfügung gehalten und sollte noch am Abend entscheiden, wie eine Justizsprecherin mitteilte. Das Verfahren sollten um 22.00 Uhr fortgesetzt werden.

+++ 19.08 Uhr: Gericht: Piloten dürfen bei der Lufthansa streiken +++

Der für Mittwoch geplante Pilotenstreik bei der Lufthansa kann stattfinden. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies am Dienstag in erster Instanz einen Antrag der Fluggesellschaft auf eine einstweilige Verfügung gegen den Streik ab. Das Gericht ließ aber die Berufung beim Landesarbeitsgericht zu, das noch am Abend tagen könnte, sofern die Parteien es anrufen. 

+++ 17.40 Uhr: 139 Chinchillas aus verdrecktem Haus in Gelsenkirchen geborgen +++

Mitarbeiter der Stadt Gelsenkirchen haben knapp 140 Chinchillas aus einem Einfamilienhaus befreit. Die Nagetiere seien in einem völlig verdreckten Zustand und teils krank gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag auf Anfrage. Sie hätten auf engstem Raum in kleinen Käfigen gehockt, die seit Monaten nicht mehr gereinigt worden seien. Die Halterin der Tiere lebt nach Auskunft der Stadt mit ihrem Partner in dem Haus. Ob sie Chinchillas züchte, sei nicht bekannt. Die Tiere wurden beschlagnahmt und über das Tierheim an Betreuer weitergegeben, die sie nun gesund pflegten. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.


+++ 17.23 Uhr: Dow Jones Industrial erstmals über 19.000 Punkten +++

An der Wall Street hat der Dow Jones Industrial erstmals in seiner 120-jährigen Geschichte die Marke von 19.000 Punkten geknackt. Wenige Minuten nach Handelsstart am Dienstag sprang der US-Leitindex über diese Schwelle und erreichte kurze Zeit später bei 19 014,73 Punkten sein bisheriges Rekordhoch. Zuletzt stand noch ein Plus von 0,14 Prozent auf 18.982,61 Punkte zu Buche.

Auch insgesamt herrschte an der Wall Street weiter Rekordlaune: Wie schon am Montag markierten der breite S&P-500-Index und der technologielastige Nasdaq Composite neue Bestmarken, und zwar bei 2203,56 beziehungsweise 5392,263 Punkten. Zuletzt legten der S&P 500 um 0,06 Prozent auf 2199,41 Punkte zu und der Nasdaq Composite um 0,16 Prozent auf 5377,43 Punkte. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Hoffnung auf Konjunkturanreize durch Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump für eine Rekordjagd gesorgt. 

+++ 17.15 Uhr: Dodo-Skelett in Großbritannien für rund 400.000 Euro versteigert +++

Bei der weltweit ersten Versteigerung eines nahezu kompletten Skeletts eines Dodos hat ein privater Käufer in Großbritannien das Knochengerüst für 346 300 Pfund (rund 400 000 Euro) erworben. Der Verkaufspreis inklusive Provision war zuvor auf über eine halbe Million Pfund (586 000 Euro) geschätzt worden. Es handelt sich um die Knochen einer seit über 300 Jahren ausgestorbenen, flugunfähigen Vogelart, die auf Mauritius heimisch war.

Das Auktionshaus "Summers Place Auctions" in der Grafschaft Sussex südwestlich von London hatte das rund 60 Zentimeter hohe Skelett am Dienstag unter den Hammer gebracht. Es stammt aus der Hand eines privaten Sammlers, der über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren Skelettbestandteile von Dodos gesammelt hatte. Schließlich konnte der Mann den Vogel zu 95 Prozent rekonstruieren, hieß es. Lediglich einige Krallen und ein Teil des Schädels mussten dafür aus Ton nachgebildet werden. Nach Angaben des Auktionhauses gibt es weltweit lediglich zwölf annähernd komplette Dodo-Skelette, das letzte Exemplar sei 1914 verkauft worden.

+++ 16.23 Uhr: Bundesverfassungsschutz nimmt "Reichsbürger" ins Visier +++

Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz nimmt künftig die rechtsgerichteten "Reichsbürger" ins Visier: Die Bewegung solle in ganz Deutschland Sammelbeobachtungsobjekt des Bundesamtes für Verfassungsschutz und der Länder werden, sagte Bundesinnenminimister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag im Bundestag. Darüber sei in dieser Woche Einigkeit erzielt worden.

Nach dem tödlichen Angriff eines Anhängers der Bewegung in Franken vom Oktober hatte das Bundesinnenministerium angekündigt, eine Beobachtung der "Reichsbürger" durch das Bundesamt zu prüfen. Der 32-jährige Polizist war von dem "Reichsbürger" niedergeschossen worden, drei weitere Beamte wurden verletzt. Der Vorfall löste eine Debatte über den Umgang mit der Bewegung aus. 

+++ 15.35 Uhr: De Maizière: Haushalt setzt Maßstäbe für Sicherheitspolitik +++

Mit einer deutlichen Ausgabensteigerung für die innere Sicherheit hat der Bundeshaushalt nach Einschätzung von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) eine neue Dimension erreicht. "Dieser Haushalt (...) setzt für die kommenden Jahre Maßstäbe", sagte de Maizière am Dienstag bei den Etatberatungen im Bundestag. Die Zuwächse seien beispiellos. Der Einzelhaushalt für das Bundesinnenministerium soll um 1,18 Milliarden auf insgesamt 8,98 Milliarden Euro wachsen. Dieses Plus steht nach de Maizières Worten für eine klare, seriöse und verantwortungsvolle Innen- und Sicherheitspolitik. Die Opposition sprach hingegen von einer verfehlten Weichenstellung.

+++ 15.10 Uhr: Handgeschriebene Zeilen von Anne Frank werden versteigert +++

Ein Eintrag von Anne Frank in ein Poesiealbum aus dem Jahr 1942 wird am Mittwoch in den Niederlanden versteigert. Das damals zwölfjährige jüdische Mädchen habe die Zeilen am 28. März in das Album einer Freundin geschrieben, wenige Monate, bevor es sich mit seiner Familie vor den deutschen Besatzern in Amsterdam verstecken musste, sagte Thy Blankevoort vom Auktionshaus Bubb Kuyper in Haarlem.

Das Interesse an der "extrem seltenen" Handschrift sei groß. Das achtzeilige Gedicht ist "Cri-Cri" gewidmet. Das ist der Kosename von Christiane van Maarsen, der älteren Schwester von Annes bester Freundin Jacqueline. Die ersten vier Zeilen stammen aus einer Zeitschrift aus dem Jahr 1938, für die letzten vier Zeilen dagegen ist keine Quelle bekannt. "Möglicherweise hat sie Anne Frank selbst verfasst", sagte Blankevoort. Unterschrieben ist das Gedicht mit "In Erinnerung an Anne Frank".

+++ 14.56 Uhr: Unbekannte werfen Böller auf Flüchtlingsunterkunft in NRW +++

Unbekannte Täter haben ein Flüchtlingsheim im nordrhein-westfälischen Schmallenberg mit Böllern attackiert. Wie die Polizei in Dortmund berichtete, wurde bei dem Vorfall am Montagabend niemand verletzt. Zeugen, die sich zum Tatzeitpunkt in der Unterkunft aufhielten, nahmen demnach zuerst einen lauten Knall wahr und konnten in der Dunkelheit nur noch einen Roller und zwei darauf sitzende Menschen wahrnehmen.

Die Zeugen schätzten das Alter der beide auf etwa 20 Jahre, wie die Polizei weiter erklärte. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

+++ 14.53 Uhr: Lufthansa will Pilotenstreik gerichtlich stoppen lassen +++

Die Lufthansa will den für Mittwoch angesetzten Pilotenstreik mit einer einstweiligen Verfügung stoppen lassen. Das Arbeitsgericht Frankfurt sollte darüber noch am Nachmittag beraten, sagte ein Unternehmenssprecher. Man halte einzelne Elemente der Forderung für rechtswidrig. 

Ob Lufthansa im Falle einer Ablehnung auch in die zweite Instanz gehen würde, ließ er offen. Das Landesarbeitsgericht Hessen hatte den vorerst letzten Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit im September 2015 für rechtswidrig erklärt, weil dort tariffremde Forderungen erhoben worden waren. Die VC hatte daraufhin den Streik Nr. 13 gestoppt und in der Folgezeit vermieden, über andere Themen öffentlich zu reden. Der aktuelle Streik bezieht sich allein auf Lohnforderungen.

+++ 14.20 Uhr: Wachmann in Nordhessen erschossen - zwölf Jahre Haft für Angeklagten

Für tödliche Schüsse auf einen Wachmann der Flüchtlings-Erstaufnahmeunterkunft in Calden hat das Landgericht Kassel einen 25-Jährigen wegen Mordes zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seinen Bekannten im Februar auf einem Feldweg getötet hat. Wegen einer psychischen Krankheit des Angeklagten sei eine eingeschränkte Schuldfähigkeit nicht auszuschließen.

Der damalige Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Unterkunft im nordhessischen Calden hatte seinem 35 Jahre alten Ex-Kollegen während einer Autofahrt heimtückisch von hinten in den Kopf geschossen. Nachdem das Auto zum Stehen kam, lebte das Opfer noch. Daraufhin schoss der 25-Jährige noch einmal in den Kopf des 35-Jährigen.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Haftstrafe von 13 Jahren und acht Monaten plädiert. Der Verteidiger forderte, deutlich unter der Höchststrafe zu bleiben. Er hatte zum Auftakt des Prozesses ein Geständnis seines Mandaten verlesen.

+++ 14.10 Uhr: Frau bei Buttersäureanschlag in Hamburger Café verletzt +++

Unbekannte haben einen Säureanschlag in einem Café nahe der Hamburger Reeperbahn verübt. Eine 37 Jahre alte Angestellte musste mit Atemwegsreizungen ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Polizei mitteilte. "Es handelt sich um eine ätzende Flüssigkeit, das bestätigt auch die Feuerwehr", sagte der Polizeisprecher. "Wir vermuten, es ist Buttersäure."

Der Täter hatte die Flüssigkeit am Morgen in einem Behälter in das Ladenlokal geworfen und war geflohen. "Ob er direkt auf die Mitarbeiterin gezielt hat, wird noch ermittelt", sagte der Sprecher. "Auch über das mögliche Motiv können wir noch nichts sagen." 

+++ 13.40 Uhr: Baby am Flughafen getötet - Haftbefehl gegen Mutter erlassen +++

Nach der Tötung eines Babys am Flughafen Köln/Bonn ist gegen die Mutter Haftbefehl erlassen worden, ihr Lebensgefährte befindet sich hingegen auf freiem Fuß. Das Amtsgericht Köln sei der Auffassung, dass bei dem 25-Jährigen derzeit kein dringender Tatverdacht gegeben sei, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag. Der 28 Jahre alten Mutter aus Siegen wird vorgeworfen, ihr Kind kurz nach der Geburt auf einer Flughafentoilette getötet zu haben.

+++ 13.36 Uhr: Run auf Elbphilharmonie - zwei Karten für 10.000 Euro bei eBay +++

Alle wollen in die Elbphilharmonie: Sieben Wochen vor Eröffnung des Konzerthauses am Hamburger Hafen gibt es für die gesamte erste Spielzeit kaum noch Karten. Der Handel auf Online-Plattformen blüht.  Nach Angaben der Pressestelle gab es am Dienstag nur noch etwa 1000 Karten für einige wenige Veranstaltungen. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet. 

Auf eBay wurden am Dienstag Karten für mehrere hundert und teilweise mehrere tausend Euro angeboten. Besonders begehrt waren demnach offenbar Tickets für den chinesischen Pianisten Lang Lang. Hier bot ein Verkäufer zwei Karten in der ersten Reihe für 9980 Euro zum Sofortkauf an - Versand immerhin kostenlos. Etwas billiger gab es aber auch vier Karten für das selbe Konzert für 7850 Euro.

+++ 13.17 Uhr: Lufthansa streicht am Mittwoch 876 Flüge +++

Die Lufthansa streicht wegen des angekündigten Pilotenstreiks am Mittwoch 876 Flüge. "2124 von rund 3000 geplanten Flügen der Lufthansa Group finden statt", teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Von den 876 streikbedingt gestrichenen Flügen seien 51 Interkontinentalverbindungen. Insgesamt seien rund 100.000 Passagiere betroffen.  "Lufthansa entschuldigt sich bei allen ihren Kunden, die von diesem Streik betroffen sind", heißt es in der Mitteilung weiter. Ein Sonderflugplan für den Streikzeitraum sei am Mittag auf der Internetseite LH.com aktiviert worden. "Lufthansa arbeitet mit allen Kräften daran, Kunden bestmöglich zu informieren und sie, wenn möglich, auf andere Airlines oder Verkehrsmittel umzubuchen."

+++ 12.58 Uhr: Ermittler: Frau gegen ihren Willen im Internet angeboten +++

Eine Frau soll ohne ihr Wissen von einem Rechner des Kirchlichen Verwaltungsamtes in Salzwedel aus im Internet für sexuelle Handlungen angeboten worden sein. Die Staatsanwaltschaft Stendal ermittelt. Womöglich habe ein früherer Liebhaber eine Anzeige zu der Frau auf einem erotischen Internetportal geschaltet, sagte der Staatsanwalt Thomas Kramer am Dienstag. Als sich Interessenten bei der Frau meldeten, erstattete sie Anzeige. 

+++ 12.29 Uhr: Augenzeugen sehen brutales Verbrechen in Hameln +++

Für das brutale Verbrechen an einer Frau in Hameln, die hinter einem Auto hergeschleift wurde, gibt es Augenzeugen. Das Opfer habe auf der Straße so laut geschrien, dass mehrere Menschen ans Fenster geeilt seien "und das Tatgeschehen beobachtet haben", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Dienstag. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand habe der 38-jährige Beschuldigte am Sonntagabend möglicherweise im Streit um das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn zunächst zweimal auf seine frühere Freundin eingestochen. Dann habe er die Frau mit einem Seil ans Auto gebunden und sie rund 250 Meter über die Straße geschleift. Der zweijährige Junge saß nach Angaben der Polizei während der Fahrt im Auto. Die Frau schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

+++ 12.27 Uhr: Drei Festnahmen wegen mutmaßlicher Unterstützung für syrische Miliz +++

Die Bundesanwaltschaft hat drei Deutsch-Syrer festnehmen lassen, die die radikal-islamische Miliz Ahrar al-Scham unterstützt haben sollen. Auch die Wohnungen der Männer im Alter von 39 und zweimal 36 Jahren wurden durchsucht, wie in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Demnach lief die Aktion über die Landeskriminalämter in Bayern, Niedersachsen und Berlin.

Ahrar al-Scham kämpft im syrischen Bürgerkrieg für den Sturz des Regimes von Baschar al-Assad. Ziel der einflussreichen Gruppierung ist ein islamischer Gottesstaat. 

+++ 12.26 Uhr: Vermögen der Menschen in Deutschland gestiegen - mehr Superreiche +++

Angetrieben vom Immobilienboom ist das Vermögen der Menschen in Deutschland einer Studie zufolge gestiegen. Das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenen legte gegen den weltweiten Trend in diesem Jahr um 2,8 Prozent auf 185 175 Dollar (rund 174 157 Euro) zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten "Global Wealth Report" der Schweizer Großbank Credit Suisse hervorgeht. Deutschland verzeichnete damit nach Japan und den USA den drittstärksten Zuwachs.

Der Studie zufolge erhöhte sich die Zahl der Dollar-Millionäre in Deutschland von Mitte 2015 bis Mitte 2016 um 44.000 auf rund 1,6 Millionen. Der Club der Superreichen, die ein Vermögen von mindestens 30 Millionen Dollar haben, vergrößerte sich um 500 auf nun 6100 Mitglieder.

+++ 12.12 Uhr: Linienbus fängt Feuer - 16 Menschen retten sich ins Freie +++

Nur knapp einem Unglück sind 15 Fahrgäste und der Fahrer eines Linienbusses in Baden-Württemberg entkommen. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, war der Bus am Montagnachmittag bei Freudenstadt nach einem Knall im Motorraum in Brand geraten und ausgebrannt. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon, verletzt wurde niemand. Zunächst hatte ein Fahrgast einen unangenehmen Geruch zusammen mit einem dumpfen Knall im Heck des Fahrzeuges bemerkt und den Busfahrer informiert. Der 49 Jahre alte Fahrer reagierte geistesgegenwärtig, stoppte den Bus unmittelbar innerorts auf der Straße, öffnete die Türen und ließ alle Fahrgäste aussteigen. Alle konnten sich in Sicherheit bringen. "Bereits wenig später stand der Bus komplett in Flammen", sagte der Polizeisprecher. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus, den das Feuer ausgelöst haben könnte.

+++ 12.02 Uhr: Mordfall von 1992: Schwedischer Verdächtiger soll ausgeliefert werden +++

24 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Frankfurter Garderobenfrau soll der mutmaßliche Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt beantragte die Auslieferung des 63 Jahre alten Schweden, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Der Mann sitzt nach einem Amoklauf in seiner Heimat hinter Gittern. Den Berichten zufolge steht seine Entlassung bevor. Danach soll er, so wünscht es die Staatsanwaltschaft, nach Deutschland ausgeliefert werden. Sie wirft ihm vor, im Februar 1992 auf offener Straße die 68 Jahre alte Blanka Z. mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Sie hatte an der Garderobe eines Restaurants gearbeitet, wo der Schwede mit ihr in Streit geraten sein soll. Er wurde schon damals verdächtigt, die Ermittlungen verliefen aber im Sande. 

+++ 11.51 Uhr: Israelin bringt zum neunten Mal Kind per Kaiserschnitt zur Welt +++

Eine Frau hat in Israel zum neunten Mal in Folge ein Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Die strengreligiöse Israelin habe das Baby vergangene Woche im Scheba-Krankenhaus bei Tel Aviv geboren, bestätigte eine Sprecherin der Klinik am Dienstag. Beide seien wohlauf. In Israel sei kein anderer Fall bekannt, in dem so viele Geburten durch diese Operation erfolgten, sagte Professor Ejal Sivan, der Leiter der Geburtsstation. Bei der Mutter handelt es sich nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite "ynet" um eine 38 Jahre alte Lehrerin. Das Baby habe acht Geschwister im Alter von 2 bis 15 Jahren.

+++ 11.39 Uhr: Norwegische Polizei deckt Pädophilennetzwerk auf - weitere Festnahmen +++

Nach der Aufdeckung mehrerer pädophiler Netzwerke im Internet kündigte die Polizei im norwegischen Bergen weitere Festnahmen auch in anderen Teilen des Landes an. Bislang stehen 51 Männer in Norwegen unter Verdacht, Kinder missbraucht und Filmmaterial davon übers Internet verbreitet zu haben. Damit war die Polizei am Sonntag an die Öffentlichkeit gegangen. Allein im Raum Bergen werde gegen 22 Männer ermittelt. Am Montag wurde ein 23 Jahre alter Student festgenommen, der eine zentrale Rolle gespielt haben soll. Sein Vater, ein Polizist, wurde suspendiert.

+++ 11.35 Uhr: Bus stürzt in Schlucht - mindestens elf Tote in Thailand +++

Bei einem schweren Busunglück im Norden Thailands sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 20 wurden verletzt. Wie die örtliche Polizei mitteilte, war der mit 36 Passagieren besetzte Bus von der Straße abgekommen und in eine 150 Meter tiefe Schlucht gestürzt. Der Fahrer des Busses sei mit der teils abschüssigen Strecke zwischen den Städten Phrae und Nan Hunderte Kilometer nördlich von Bangkok nicht vertraut gewesen, sagte der Polizeichef der Provinz Uttaradit. Es habe auf der Straße bereits mehrere Unfälle gegeben. Die Polizei rechnete mit weiteren Todesopfern. Zunächst waren nicht alle Insassen geborgen.

+++ 11.34 Uhr: In Schleswig-Holstein beginnt Tötung von Gänsen +++

Nach Ausbruch der Vogelgrippe in Gänsezucht-Betrieben in Schleswig-Holstein ist mit der Massenkeulung begonnen worden. Zunächst sollen 2000 Tiere in einem Betrieb in Gudendorf im Kreis Dithmarschen getötet werden. Rund 1800 Gänse im zehn Kilometer entfernten Eddelak sollen voraussichtlich am Mittwoch gekeult werden, teilte der Kreis mit. Beide Ställen gehören zu einem Betrieb. Dort wurden niedrigpathogene Vogelgrippe-Viren des Subtyps H5 amtlich festgestellt. "Bei einem dritten Betrieb desselben Inhabers konnte indes kein Influenza H5-Virus nachgewiesen werden." 

+++ 11.26 Uhr: Selbstlöschende Bildnachrichten: Instagram greift Snapchat an +++

Das zum Facebook-Konzern gehörende Fotonetzwerk Instagram greift mit neuen Funktionen den Konkurrenten Snapchat an. Instagram-Nutzer können über den Messenger-Dienst Direct jetzt auch Fotos und Videos senden, die direkt nach dem Betrachten durch den Empfänger automatisch gelöscht werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Wenn der Empfänger die Inhalte speichert oder per Screenshot aufnimmt, wird der Absender demnach informiert.

Damit übernimmt Instagram die Kernfunktion von Snapchat. Der Messengerdienst erlaubt es seinen Nutzern, Videos, Bilder und Textnachrichten zu schicken, die nach dem Ansehen wieder verschwinden. Das zieht vor allem jüngere Smartphone-Nutzer an; bei ihnen ist Snapchat sehr beliebt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer. Viele Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten für Facebook. Die neuen Instagram-Funktionen sind nach Angaben des Unternehmens ab sofort und weltweit verfügbar. Daneben kündigte das Netzwerk an, "in den nächsten Wochen" Live-Videoübertragungen zu ermöglichen

+++ 11.12 Uhr: Frauen aus Katar nahe Paris ausgeraubt - fünf Millionen Euro Beute +++

Bei einem Überfall auf zwei Frauen aus dem Emirat Katar vor den Toren von Paris haben Unbekannte Schmuck und Gepäck im Wert von mindestens fünf Millionen Euro erbeutet. Die maskierten Angreifer hätten den Fahrer einer Luxuslimousine mit den beiden Frauen an Bord gezwungen, von der Autobahn abzufahren und anzuhalten, sagten Polizisten. Dann hätten die Angreifer den Fahrer und die Frauen mit Tränengas außer Gefecht gesetzt und das Auto der Luxusmarke Bentley leergeräumt. Sie hätten "Schmuck, Kleidung, Gepäck" geraubt, sagten Polizisten.

Der Überfall ereignete sich bereits am Montagabend. Die Frauen waren zuvor auf dem nördlich von Paris gelegenen Flughafen Le Bourget gelandet. Auf dem Weg von den Pariser Flughäfen in die Innenstadt gibt es immer wieder spektakuläre Überfälle - wie auch in der französischen Hauptstadt selbst. So wurde im Oktober das US-Fernsehstarlet Kim Kardashian in Paris überfallen und ausgeraubt. Unbekannte raubten der Frau von Rapper Kanye West Juwelen und andere Gegenstände im Wert von mehreren Millionen Euro.

+++ 11.03 Uhr: Ex-US-Basketballer Dennis Rodman wegen Fahrerflucht angeklagt +++

Der ehemalige US-Basketballer Dennis Rodman muss sich wegen Fahrerflucht vor einem Gericht verantworten. Er soll im Juli auf der Autobahn Interstate 5 im US-Bundesstaat Kalifornien die falsche Spur genommen haben und frontal auf ein entgegenkommendes Auto zugerast sein. Der Fahrer dieses Wagens krachte bei einem Ausweichmanöver in eine Leitplanke, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Rodman sei weitergefahren, ohne mit dem anderen Fahrer zu sprechen. Der 55-Jährige soll außerdem ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs gewesen sein. Ihm droht den Angaben zufolge eine zweijährige Haftstrafe.

Rodman spielte mehrere Jahre in der US-Profibasketballliga NBA. Er bezeichnet sich selbst als guten Freund des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Un. Den Diktator besuchte er mehrmals in dem isolierten Land. Zuletzt machte er von sich reden, weil er den künftigen US-Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf unterstützte.

+++ 10.25 Uhr: Starke Nachbeben erschüttern Neuseeland +++

Nach dem schweren Erdbeben vor gut einer Woche ist Neuseeland erneut von mehreren deutlich spürbaren Nachbeben erschüttert worden. Bei einer Stärke von 5,4 und 5,7 waren sie an der Ostküste der Nordinsel und in der Stadt Christchurch deutlich merkbar, wie Einwohner berichteten. Neue Schäden gab es nach ersten Angaben nicht.

Am 14. November hatte ein Beben in der Nacht zahlreiche Erdrutsche ausgelöst, Straßen aufgerissen, Stromkabel und Häuser beschädigt. Zwei Menschen starben. Die Stärke betrug nach neuen Messungen 7,8. Hunderte Touristen und Einheimische saßen anschließend tagelang im Touristenort Kaikoura fest, weil die Zufahrtsstraßen verschüttet waren.

+++ 9.45 Uhr: Umfrage: AfD in Sachsen bei 25 Prozent +++

Ein Viertel aller Wähler in Sachsen würde nach einer Befragung die AfD wählen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Während die AfD erneut zulegt, verlieren CDU und SPD vier Prozentpunkte beziehungsweise einen Prozentpunkt und kommen auf 34 (CDU) und 12 Prozent (SPD) der Stimmen. Damit hätte die schwarz-rote Koalition keine Regierungsmehrheit mehr. Jeder zweite Sachse ist der Umfrage zufolge unzufrieden mit der Landesregierung. Etwa ein Drittel der Befragten traut zudem keiner Partei zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen.

+++ 9.17 Uhr: Frau hinter Auto hergeschleift: Junge saß mit im Wagen +++

Neue erschütternde Erkenntnisse zu dem Verbrechen in Hameln: Der gemeinsame kleine Sohn hat nach Angaben der Ermittler mit im Fahrzeug gesessen, als ein 38 Jahre alter Mann seine frühere Freundin mit einem Strick um den Hals hinter dem Auto hergezogen hat. Der Zweijährige befinde sich inzwischen in der Obhut des Jugendamtes, sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Zunächst hatte dies die "Bild"-Zeitung berichtet. Die 28-Jährige, die am Sonntagabend rund 250 Meter weit durch die Stadt geschleift wurde, befinde sich weiterhin in Lebensgefahr. Der 38 Jahre alte mutmaßliche Täter sitzt wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft. 

+++ 8.45 Uhr: Fahrer nach Schulbusunfall in den USA festgenommen +++

 Nach einem schweren Unfall mit einem Schulbus in den USA hat die Polizei den Fahrer verhaftet. Dem 24-Jährigen werden mehrere Tötungsdelikte sowie eine rücksichtslose Fahrweise und die Gefährdung von Menschenleben vorgeworfen, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei. Im Laufe der Ermittlungen könnten in den kommenden Tagen noch weitere Anklagepunkte hinzukommen.

Bei dem Unfall im US-Bundesstaat Tennessee am Montagnachmittag waren sechs Grundschulkinder ums Leben gekommen. Fünf Kinder seien auf der Stelle tot gewesen, ein weiteres sei im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Mehr als 30 Kinder seien verletzt worden, berichteten die Medien.

Nach Angaben der Polizei könnte überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben. Der Bus hatte sich nahe der Stadt Chattanooga überschlagen und war gegen einen Baum geprallt.

+++ 8.29 Uhr: Handball-Bundestrainer Sigurdsson gibt Abschied bekannt +++

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson verlässt den Deutschen Handball-Bund nach der WM 2017 in Frankreich. Das teilte der DHB in einer Pressemitteilung mit. "Das habe ich aus persönlichen Gründen so entschieden. Jetzt wissen alle Bescheid, und wir können uns mit aller Energie auf die kommende Weltmeisterschaft konzentrieren", sagte Sigurdsson, der sich in Gesprächen mit dem japanischen Handballverband befindet.

Der 43-Jährige soll die japanische Handball-Auswahl auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten. Sigurdsson betreute die DHB-Auswahl als Nachfolger des erfolglosen Martin Heuberger seit August 2014. Zuvor war er Vereinstrainer des Bundesligisten Füchse Berlin. Unter seiner Führung wurde das deutsche Team im vergangenen Jahr bei der EM in Polen Europameister und ließ in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille folgen.

+++ 7.41 Uhr: Trump kündigt Ausstieg der USA aus pazifischem Freihandelsabkommen an +++

Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP erklären. Dies kündigte Trump in einer Videobotschaft an, in der er sechs Sofortmaßnahmen für die Zeit nach seiner Vereidigung am 20. Januar nannte. Dazu zählen auch die Rücknahme von Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und schärfere Kontrollen von Arbeits-Visa.

"Meine Agenda beruht auf einem einfachen Kernprinzip: Amerikas zuerst", sagte Trump. Das geplante Zwölf-Länder-Abkommen TPP sei eine "potenzielle Katastrophe für unser Land", sagte der Rechtspopulist. "Stattdessen werden wir gerechte, bilaterale Handelsverträge vereinbaren, die Arbeitsplätze und Industrien zurück nach Amerika bringen."

+++ 6.36 Uhr: Flugbegleiter von Eurowings streiken in Düsseldorf und Hamburg +++

Das Kabinenpersonal der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ist an den Standorten Hamburg und Düsseldorf in einen ganztägigen Streik getreten. An den beiden Flughäfen seien die Beschäftigten zwischen 5.00 Uhr und 20.00 Uhr zum Arbeitskampf aufgerufen worden, teilte die Gewerkschaft Verdi in Berlin mit.

Passagiere müssen sich auf Flugausfälle und Verspätungen gefasst machen. Die Fluggesellschaft empfahl allen Reisenden, sich auf der Internetseite des Unternehmens zu informieren, ob ihr Flieger abhebt. Am Flughafen in Hamburg wurden am frühen Morgen bereits sieben startende und sieben landende Maschinen vom Flugplan gestrichen.

Die Gewerkschaft und das Unternehmen streiten seit geraumer Zeit ums Geld und weitere Verbesserungen für das Kabinenpersonal. Am Mittwoch könnte es für Flugreisende noch schlimmer kommen. Dann wollen die Piloten des Eurowings-Mutterkonzerns Lufthansa streiken, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ankündigte. 

+++ 6.22 Uhr: Studie: Ärzte röntgen bei Rückenbeschwerden oft vorschnell +++

Rückenschmerzgeplagte Patienten werden einer neuen Studie zufolge zu häufig geröntgt oder in einen Tomographen geschoben. Von den jährlich etwa sechs Millionen Bildaufnahmen mittels Röntgengerät, Computer- oder Magnetresonanz-Tomograph seien viele vermeidbar, so das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. So wurde jeder fünfte Patient bereits im Quartal der Erstdiagnose durchleuchtet - dabei empfehlen die medizinischen Leitlinien dies frühestens, wenn herkömmliche Therapien wie Schmerzmittel oder Krankengymnastik keinen Erfolg hatten. 

Entgegen der Erwartungen einer Mehrheit von Patienten können Ärzte trotz bildgebender Verfahren höchstens bei 15 Prozent der Fälle eine spezifische Ursache für den Rückenschmerz feststellen, so die Experten der Bertelsmann-Stiftung. 

+++ 6.26 Uhr: Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Japan aufgehoben +++

Eine Tsunami-Warnung nach einem schweren Erdbeben vor der Küste im Nordosten Japans ist wieder aufgehoben worden. Das gab die nationale Wetterbehörde bekannt. Zuvor waren in Folge des Bebens der Stärke 7,4 Flutwellen von stellenweise über einem Meter an der Küste im Norden des Landes beobachtet worden. Größere Schäden durch die Erschütterung vor der Küste Fukushimas hat es nach Medienberichten nicht gegeben. Die Region war am 11. März 2011 von einem Erdbeben und einem gewaltigen Tsunami schwer verwüstet worden. Damals waren rund 18 500 Menschen in den Tod gerissen worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es außerdem zu einem Gau.

+++ 6.29 Uhr: Mindestens sechs Kinder sterben bei Schulbusunfall in den USA +++

Bei einem schweren Unfall mit einem Schulbus sind am Montag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Tennessee mindestens sechs Kinder ums Leben gekommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft nach Berichten von US-Medien. Der Unfall geschah unweit von Chattanooga. Fünf Kinder seien auf der Stelle tot gewesen, ein weiteres Kind starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Das Alter der Opfer wurde zunächst nicht genannt.

Zum Zeitpunkt des Unfalls waren nach Medienberichten rund 35 Schüler an Bord von Bus 366 der Woodmore Elementary School. 23 wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Gesundheitszustand von einigen Verletzten wurde als kritisch angegeben. Die Klinik rief über die Medien zu Blutspenden auf.

 Es sah aus, als sei das Fahrzeug mit Wucht gegen einen Baum geprallt. "Geschwindigkeit könnte als Faktor zum dem Unfall beigetragen haben", sagte Chattanoogas Polizeichef Fred Fletcher zur möglichen Ursache des Unglücks. Die Ermittlungen dauerten an, der Fahrer werde befragt. Das Ganze sei "der schlimmste Alptraum" aller Verkehrssicherheits-Experten.

+++ 6.28 Uhr: Französin gibt sich als Opfer der Terroranschläge aus - ein Jahr Haft +++

Ein französisches Gericht hat eine Frau zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie sich fälschlicherweise als Opfer der Pariser Terroranschläge ausgegeben hatte. Ein Strafgericht in Versailles bei Paris kam am Montagabend zu dem Schluss, dass die 24-Jährige durch den Schwindel Entschädigungszahlungen erschleichen wollte. Dafür bekam sie eine Haftstrafe von einem Jahr. Zudem muss die Arbeitslose die symbolische Summe von einem Euro an einen Fonds für Terroropfer zahlen.

Die Frau hatte sich einen Monat nach den Terroranschlägen vom November 2015, bei denen 130 Menschen getötet wurden, mit einem bandagierten Arm auf einer Polizeiwache gemeldet und angegeben, sie sei bei dem Anschlag von Dschihadisten auf die Pariser Bar "Carillon" verletzt worden. Zudem habe sie ihre Kreditkarte und ihr Mobiltelefon verloren.

Die Polizisten schöpften Verdacht, weil die Frau von einer Explosion in der Bar sprach; die Täter hatten die Bar aber mit automatischen Feuerwaffen überfallen. Das von ihr vorgelegte Foto der Armverletzung war, wie sich herausstellte, aus dem Internet heruntergeladen. Das ärztliche Attest war gefälscht.

kis / DPA