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Tag im Ticker: Mann greift Passanten in Magdeburg mit Messer an

Attentäter sollen keinen Kontakt zum IS in Saudi -Arabien gehabt haben +++ "Säuberungen" in der Türkei: 13 Geschäftsleute festgenommen +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Polizisten suchen in Magdeburg nach dem Messerstecher

Polizisten suchen in Magdeburg nach dem Messerstecher

Lesen Sie hier die News des Tages im Überblick:

+++ 21:13 Uhr: Mindestens 70 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan +++

Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf ein Krankenhaus in der pakistanischen Unruheprovinz Baluchistan sind am Montag mindestens 70 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei sprengte sich der Attentäter in der Großstadt Quetta inmitten von Menschen in die Luft, die sich in Gedenken an den kurz zuvor erschossenen Präsidenten des örtlichen Anwaltsvereins versammelt hatten. 112 Menschen wurden verletzt. Zu dem schwersten Anschlag in Pakistan seit Jahresbeginn bekannte sich die pakistanische Taliban-Gruppierung Jamaat-ul-Ahrar. Bis zur Einführung "eines islamischen Systems in Pakistan" werde sie weitere Angriffe verüben, schrieb ein Sprecher der radikalen Gruppe in einer E-Mail an Journalisten. Die Jamaat-ul-Ahrar hatte bereits den Bombenanschlag auf gemeinsam Ostern feiernde Christen in einem Park der Metropole Lahore für sich reklamiert, bei dem im März 75 Menschen getötet worden waren.

+++ 20.02 Uhr: Mann greift Passanten in Magdeburg mit Messer an +++

Ein Mann hat in Magdeburg eine Frau schwer verletzt und weitere Menschen angegriffen. Die 64-Jährige erlitt bei der Attacke auf einer Straße am Montag eine Stichverletzung von einem Messer, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer kam ins Krankenhaus, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Zudem seien von Zeugen zwei weitere Körperverletzungen und zwei versuchte Überfälle auf Passanten gemeldet worden. Weitere Details konnte die Polizei zunächst nicht nennen. Die Ermittler suchten mit einem Hubschrauber, einem Fährtenhund und zahlreichen Einsatzkräften nach dem Tatverdächtigen. Es soll sich um einen schlanken, etwa 1,75 Meter großen und 25 bis 35 Jahre alten Mann mit grauer Jacke und schwarzem Basecap handeln. Das Motiv des unbekannten Angreifers sei unklar.

+++ 19.17 Uhr: Kein direkter Kontakt zwischen Attentätern und IS-Verbindungsleuten in Saudi-Arabien +++

Die Attentäter von Würzburg und Ansbach hatten nach Angaben aus Riad keinen direkten Kontakt zu IS-Verbindungsleuten in Saudi-Arabien. "In enger Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden konnte ermittelt werden, dass lediglich einer der Attentäter in Kontakt zu einem IS-Anhänger stand, der sich mit einer saudischen Telefonnummer in einem sozialen Netzwerk registriert hat", hieß es in einer Mitteilung der saudi-arabischen Botschaft in Berlin. Dieser Kontaktmann der Terrororganisation Islamischer Staat halte sich aber nicht in Saudi-Arabien, sondern in einem vom IS kontrollierten Gebiet auf.

+++ 17:37 Uhr: Snowden soll wohlauf sein +++

Der russische Anwalt von Edward Snowden hat Spekulationen über ein mögliches Verschwinden des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters zu entkräften versucht. Snowden "lebt und ist gesund", sagte der Rechtsanwalt Anatoli Kutscherena am Montag in Moskau. "Es ist alles in Ordnung mit ihm." Am Freitag hatte eine rätselhafte Botschaft im Kurznachrichtendienst Twitter Befürchtungen ausgelöst, er könnte entführt oder sogar getötet worden ein.

+++ 17.06 Uhr: Helfer der "Charlie Hebdo"-Attentäter in Haft +++

Der wegen mutmaßlicher Vorbereitung von Terroranschlägen europaweit gesuchte Schwager eines der "Charlie Hebdo"-Attentäter befindet sich in bulgarischer Haft. Der französische Staatsbürger sei nach amtlichen Informationen ein islamistischer Kämpfer und eine "außerordentlich gefährliche Person", teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Sofia mit. Das Stadtgericht muss nun über seine Auslieferung an Frankreich entscheiden. 

+++ 16.50 Uhr: 13 Geschäftsleute in Izmir festgenommen +++

Nach dem Putschversuch in der Türkei sind bei einer Razzia in Izmir 13 Geschäftsleute festgenommen worden. Neun weitere seien zur Fahndung ausgeschrieben, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Ihnen würden Verbindungen zur Bewegung um den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen. Die türkische Regierung macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Vergangene Woche hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, auch gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger in der Wirtschaft vorzugehen. Unter den Festgenommenen sei der Chef des Lebensmittelkonzerns Orkide, Ahmet Kücükbay, hieß es. Die Firma stellt unter anderem Speiseöl her. Kücükbay gehört auch der Sender Kanal 35, dessen Zentrale in Izmir durchsucht wurde. Eine Verbindung zu Gülen streitet der Geschäftsmann ab.

Außerdem werden weiterhin mehr als 200 Militärs, darunter neun Generäle, wegen der Beteiligung an dem Putschversuch gesucht, heißt es.

+++ 15.21 Uhr: Erstes Opfer des Axt-Attentäters aus Klinik entlassen +++

Das erste der fünf Opfer des Würzburger Axt-Anschlags ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die 51 Jahre alte Fußgängerin, die der Täter auf seiner Flucht aus dem Regionalzug angegriffen hatte, ist inzwischen entlassen worden. Weitere Angaben machte die Klinik nicht. Der 17-jährige Täter hatte vor drei Wochen in einem Regionalzug im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld mit einer Axt und einem Messer eine Touristenfamilie aus Hongkong angegriffen. Während seiner Flucht wurde er von Polizisten erschossen. Die vier Opfer aus Hongkong werden in der Uniklinik weiter behandelt. Ein Mann schwebt immer noch in Lebensgefahr.

+++ 15.19 Uhr: Hand ragt aus Laster - Flüchtlinge verraten +++

Eine aus einem Lastwagen ragende Hand hatte sie verraten: Eine Gruppe Flüchtlinge hat versucht, auf einem Sattelzug illegal nach Deutschland einzureisen. Der Fahrer fiel nach eigenen Angaben aus allen Wolken, als er an der Raststätte Holzkirchen der Autobahn Salzburg-München (A8) sah, dass am oberen Planenende seines Aufliegers eine Hand heraushing. Der 37-Jährige rief seinen Chef an, der wiederum alarmierte die Polizei. Beamte öffneten die Ladefläche und entdeckten fünf Afghanen und einen Pakistaner. Der Fahrer, der in Bosnien-Herzegowina gestartet war, sagte der Polizei, es sei ihm schleierhaft, wie die Flüchtlinge in den Sattelzug geraten seien. Laut Bundespolizei deuten erste Anzeichen jedoch darauf hin, dass die Zollplomben nachträglich manipuliert wurden.

+++ 14.05 Uhr: Uli Hoeneß kandidiert wieder für Präsidentenamt beim FC Bayern +++

Uli Hoeneß will an die Spitze des FC Bayern München zurückkehren. Der 64-Jährige werde für das Präsidentenamt kandidieren, teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister am Montag auf seiner Homepage mit. Die Wahl findet im November diesen Jahres auf der Hauptversammlung des FC Bayern statt. Amtsinhaber Karl Hopfner werde nicht mehr für ein Amt im Präsidium kandidieren, hieß es in der Mitteilung des Vereins. "Dies haben Karl Hopfner und Uli Hoeneß bei sehr angenehmen Gesprächen einvernehmlich so vereinbart."


+++ 13.11 Uhr: Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert Klinikbombe für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Selbstmordanschlag vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta für sich reklamiert. Eine IS-nahe Quelle sagte, ein IS-Kommandeur habe dazu bereits mehrere Medienhäuser kontaktiert. Eine offizielle Stellungnahme werde bald veröffentlicht. Der pakistanische Sender Geo TV hatte die Nachricht für einige Minuten auf dem Bildschirm-Ticker, löschte sie dann jedoch. Bei der gewaltigen Detonation waren am Montag 70 Menschen getötet und rund 200 verletzt worden. Die pakistanische Regierung beharrt darauf, dass der IS keine organisierte Präsenz im Land habe. Medien melden aber immer wieder Razzien und die Festnahme von Schläfern oder Kämpfern. 

+++ 12.37 Uhr: Polizei findet bei 17-Jährigem illegale Schusswaffen +++

Die Polizei hat bei einem 17-Jährigen in Thüringen mehrere offensichtlich funktionsfähige Pistolen und Gewehre samt Munition sichergestellt. Nach Zeugenhinweisen und umfangreichen Ermittlungen habe sich der Tatverdacht erhärtet, dass der Jugendliche illegale Schusswaffen besitzt, teilte die Polizei Saalfeld am Montag mit.

Unter den sichergestellten Dingen seien nach bisherigen Erkenntnissen auch sogenannte Dekowaffen, die wieder schussfähig gemacht wurden. Die Kripo gehe jetzt der Herkunft der Waffen nach. Gegen den 17-Jährigen wurde den Angaben zufolge bereits mehrfach wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Polizisten hatten am vergangenen Freitag mit richterlichem Beschluss seine Wohnung durchsucht und waren fündig geworden. Der Verdächtige, der - so weit bisher bekannt - keine waffenrechtliche Genehmigung zum Besitz oder Führen von Schusswaffen hat, wurde vorläufig festgenommen. Am Samstag erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl. Der 17-Jährige sei in eine Thüringer Justizvollzugsanstalt gebracht worden, hieß es.

+++ 11.50 Uhr: Systemausfall: Delta-Flugzeuge können nicht starten +++

Eine Computerpanne hat die Fluggesellschaft Delta lahmgelegt. Wegen des Systemausfalls könnten vorübergehend keine Maschinen starten, die Systeme seien überall in den USA ausgefallen, teilte Delta per Twitter am Montag mit. Die Fluggesellschaft ergänzte, hoffentlich dauere es nicht mehr sehr lange. Nutzer des Kurznachrichtendienstes berichteten von Chaos an den Schaltern der Fluggesellschaft, auch an europäischen Flughäfen.

+++ 11.06 Uhr: Auf Kreuzfahrtschiff gearbeitet: Falscher Arzt zu Haft verurteilt +++

Ein falscher Arzt, der Narkosen durchgeführt und auf einem Kreuzfahrtschiff Patienten behandelt hat, ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 41-Jährigen am Montag unter anderem der gefährlichen Körperverletzung, des Titelmissbrauchs sowie des Betrugs schuldig. Der gelernte Krankenpfleger hatte sich fünf Jahre lang als Anästhesist und Intensivmediziner ausgegeben. Zuletzt war er als Schiffsarzt auf einem Aida-Kreuzfahrtschiff tätig. Zuvor hatte er sich mit gefälschten Dokumenten eine Anstellung bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation und als Dozent erschlichen. Der geständige Angeklagte hatte außerdem 41 Narkosen durchgeführt.

+++ 10.10 Uhr: Japans Kaiser erwägt offenbar vorzeitige Übergabe des Throns +++

Japans Kaiser Akihito erwägt offenbar eine vorzeitige Übergabe des Throns an seinen ältesten Sohn Naruhito. Akihito sprach in einer seltenen Ansprache an die Nation die Gesetze an, die seine vorzeitige Abdankung verhindern. Der 82-Jährige, der sich laut der Verfassung nicht zu politischen Fragen äußern darf, zeigte sich besorgt über die zunehmenden Alterserscheinungen, die es ihm schwierig machten, seine Aufgaben zu erfüllen.

"Ich bin besorgt, dass es für mich schwierig wird, meine Aufgaben als Symbol des Staates mit voller Kraft zu erfüllen, wie ich das bis jetzt getan habe", sagte Akihito. Manchmal fühle er "verschiedene Einschränkungen", etwa durch seine "körperliche Fitness". Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, er nehme die Äußerungen des Kaisers "ernst" und werde darauf reagieren.

+++ 8.17 Uhr: US-Amerikaner und Australier in Kabul entführt +++

Ein US-Bürger und ein Australier sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführt worden. Unbekannte hätten die beiden Professoren der Amerikanischen Universität von Afghanistan am Sonntagabend auf der zentralen Dar-ul-Aman-Straße mit vorgehaltener Waffe verschleppt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Die Regierungen in Washington und Canberra bestätigten die Berichte über die Entführung, machten aber keine näheren Angaben. In Afghanistan werden immer wieder Ausländer von Rebellengruppen oder kriminellen Banden entführt - vielfach um Lösegeld zu erpressen. 

+++ 7.19 Uhr: Junge stirbt auf Wasserrutsche +++

Tragischer Unfall in einem Freizeitpark: Ein Junge ist im Schlitterbahn Waterpark in der US-Stadt Kansas City gestorben. Das meldete die Agentur AP unter Berufung auf die Behörden. US-Medien zufolge sei das tödliche Unglück auf der Rutsche "Verrückt" passiert, die eigenen Angaben zufolge die größte Wasserrutsche der Welt ist. Über das Alter des Jungen gibt es verschiedene Angaben, von zehn oder zwölf Jahren ist die Rede. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt. Die Rutsche wurde aufgrund von Ermittlungen vorübergehend geschlossen, wie der Park auf Twitter mitteilte



+++ 7.05 Uhr: Britische Anti-Korruptions-Behörde ermittelt gegen Airbus +++

Der europäische Flugzeugkonzern Airbus steht im Verdacht unsauberer Geschäftspraktiken: Wegen Hinweisen auf Betrug, Bestechung und Korruption leitete die britische Anti-Korruptions-Behörde Ermittlungen gegen Airbus ein. Die Anschuldigungen beträfen "Unregelmäßigkeiten" bei der Beratung durch Dritte in der zivilen Luftfahrtsparte des Konzerns, teilte das Serious Fraud Office (SFO) in London mit.

Zur genauen Natur der Verdächtigungen wollte sich die Behörde zunächst nicht äußern. Details würden erst genannt, wenn Anklage erhoben wird, kündigte das SFO an. Die Behörde rief alle Beteiligten auf, sich zu melden und Informationen zu übermitteln. Die Ermittlungen könnten sich Jahre hinziehen.

+++ 6.55 Uhr: "Suicide Squad" erobert US-Kinocharts +++

Die Comicverfilmung "Suicide Squad" um eine Gruppe aus Anti-Superhelden hat die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts erobert. An seinem Eröffnungswochenende spielte der Film von David Ayer in den USA und Kanada rund 135 Millionen Dollar (122 Mio Euro) ein und verdrängte den Action-Film "Jason Bourne" auf den zweiten Platz. Die Komödie "Bad Moms" mit Mila Kunis hielt sich nach Angaben des Branchendienstes "Box Office Mojo" auf dem dritten Platz. 

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+++ 6.46 Uhr: Dutzende Tote nach Tropensturm in Mexiko +++

Die Ausläufer des Tropensturms "Earl" haben im Osten Mexikos mindestens 38 Menschenleben gefordert. Im Bundesstaat Puebla kamen 28 Menschen bei zahlreichen Erdrutschen um, die durch die heftigen Regenfälle ausgelöst wurden, wie die lokalen Behörden berichteten. Im benachbarten Bundesstaat Veracruz starben zehn Menschen, wie der Gouverneur Javier Duarte über Twitter mitteilte.  

Mehrere Flüsse traten über die Ufer und verursachten Schlammlawinen an Berghängen. Nach mehreren Vermissten wurde gesucht, erklärten die Behörden. Allein in der Gemeinde Huauchinango -140 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt - starben 25 Menschen. Weitere drei Opfer gab es in der 15 Kilometer entfernten Ortschaft Tlaola. Fünfzehn der Toten waren Minderjährige, berichtete die Zeitung "Excelsior".

kis / AFP / DPA