HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: SPD-Fraktionschef: Wenn alle so wie Trump vorgehen, gibt es wieder Krieg

Erdogan rügt Merkel wegen Ausdruck "islamistischer Terror" +++ Trump bietet Mexiko Hilfe im Kampf gegen Drogenkartelle an +++ Rund 570 islamistische Gefährder +++ Die Nachrichten des Tages.

SPD-Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann gestikuliert

SPD-Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann ist in Sorge: Das egoistische Agieren von Donald Trump könnte zu Kriegen führen,

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 22.23 Uhr: Neue US-Regierung kritisiert "aggressives" Vorgehen Russlands in der Ukraine +++

Die USA haben die "aggressive" russische Vorgehensweise in der Ukraine erstmals offiziell kritisiert. Dieses Vorgehen verdiene eine "klare und starke Verurteilung", auch wenn die neue US-Regierung eine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau anstrebe, sagte die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley. Zudem wollen die USA an den bestehenden Sanktionen gegen Russland festhalten. Die Strafmaßnahmen blieben bestehen, "bis Russland die Kontrolle über die Halbinsel an die Ukraine zurückgegeben hat", sagte Haley. Es war das erste Mal, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump offiziell zum Ukraine-Konflikt Stellung bezog.

+++ 22.15 Uhr: Orban verurteilt "anti-russische Politik" des Westens +++

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die wegen des Ukraine-Konflikts von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland verurteilt. Ein Problem, das keine wirtschaftlichen Hintergründe habe, lasse sich "nicht mit wirtschaftlichen Maßnahmen lösen", sagte Orban nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Budapest. Gleichzeitig prangerte er eine "anti-russische Atmosphäre" im Westen an. Seinerseits würdigte Putin Ungarn als "zuverlässigen Partner" in Europa. "Antirussische Politik ist im Westen zur Mode geworden", kritisierte Orban bei einem gemeinsamen Auftritt mit Putin im ungarischen Parlament. Die derzeitigen Umbrüche weltweit aber würden zu einer "bedeutenden Neuordnung" und damit zu "positiveren Bedingungen" für die Beziehungen zwischen Brüssel und Moskau führen. Seit der Annektion der Krim vor bald drei Jahren durch Russland herrscht zwischen Moskau und Brüssel Eiszeit - erst im Dezember verlängerte die EU ihre Sanktionen gegen Russland um ein weiteres halbes Jahr.

+++ 21.24 Uhr: Oppermann: Wenn alle so handeln wie Trump, gibt es wieder Krieg +++

SPD-Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann sieht im Agieren von US-Präsident Donald Trump eine große Gefahr für Deutschland und Europa. "Die große Errungenschaft des Westens ist die Stärke des Rechts. Trump will zurück zum Recht des Stärkeren", sagte er der "Schwäbischen Zeitung". "Wenn alle Regierungen so wie Trump vorgingen, hätten wir am Ende wieder Handelskriege und möglicherweise sogar wieder richtige Kriege unter Partnern, die seit 70 Jahren miteinander verbunden sind."

+++ 20.43 Uhr: Deutscher Fernsehpreis für Jan Böhmermann +++

Der TV-Satiriker Jan Böhmermann hat erneut den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Der 35-Jährige setzte sich in der Kategorie "Beste Unterhaltung Late Night" mit seinem Format "Neo Magazin Royale" gegen die Sendungen "Luke - Die Woche und ich" (mit Luke Mockridge) auf Sat.1 und "Pussy Terror TV" (mit Carolin Kebekus) im WDR Fernsehen und im Ersten durch. "Wir widmen den Preis der Rechtschutzversicherung des ZDF", scherzte Böhmermann bei der Preisverleihung in Düsseldorf. Der Satiriker hatte sich im vergangenen Jahr wegen seines Schmähgedichts mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angelegt. Er hatte den Fernsehpreis bereits vor einem Jahr in derselben Kategorie gewonnen.

Merkel und Erdogan

Erdogan hat Kanzlerin Merkel wegen der Formulierung des "islamistischen Terrors" zurechtgewiesen


+++ 18.29 Uhr: Erdogan kritisiert Merkels Äußerung zu "islamistischem Terrorismus" +++

Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Ankara hat sich der türkische Präsident kritisch zu ihrer Verwendung des Begriffs "islamistischer Terrorismus" geäußert. "Islamistischer Terror ist ein Ausdruck, den wir sehr bedauern, denn Terror ist nicht vereinbar mit dem Islam, denn Islam bedeutet Friede", sagte Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit Merkel im Präsidentenpalast in Ankara. "Als muslimischer Staatspräsident akzeptiere ich das nicht."

Merkel hatte zuvor gesagt, sie habe in ihrem Gespräch mit Erdogan eingehend über die "Fragen des Kampfes gegen den islamistischen Terrorismus, gegen jede Form des Terrorismus und auch den Terrorismus der PKK" gesprochen. Dabei hätten sie vereinbart, eng zusammenzuarbeiten. Die Türkei habe zuletzt besonders unter Anschlägen zu leiden gehabt, doch auch Deutschland sei betroffen, sagte die Kanzlerin. Nachdem Erdogan sie wegen ihrer Bemerkung zurechtgewiesen hatte, beeilte sich die Kanzlerin zu betonen, dass es wichtig sei, zwischen Islam und Islamismus sprachlich zu unterscheiden.

+++ 18.07 Uhr: Sportgerichtshof: Bayer-Fußballer Calhanoglu für vier Monate gesperrt +++

Bayer Leverkusens Profi Hakan Calhanoglu ist von sofort an für vier Monate gesperrt und kann damit nicht mehr in dieser Fußball-Saison eingesetzt werden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigte ein Urteil des Fußball-Weltverbandes FIFA aus dem Jahr 2016. Dem 22 Jahre alten Mittelfeldspieler wird Vertragsverletzung vorgeworfen. Schon im Bundesligaspiel am Freitag beim Hamburger SV darf Calhanoglu nicht spielen. Hintergrund des Urteils ist eine Auseinandersetzung zwischen Calhanoglu und dem türkischen Verein Trabzonspor. Der türkische Nationalspieler hatte 2011 als 17-Jähriger einen Vertrag mit dem Trabzonspor unterschrieben. Er verlängerte jedoch dann seinen Vertrag beim Karlsruher SC und wechselte später zum HSV. Seit 2014 spielt Calhanoglu in Leverkusen. "Wir bedauern natürlich diese für uns in keiner Weise nachvollziehbare Entscheidung", erklärte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler in einer Mitteilung. "Sie ist ein schwerer Schlag für Hakan, aber auch für uns.


+++ 18.02 Uhr: Lebensgefährlich verletzter Mann geht nach Hause +++

Trotz lebensgefährlicher Stichverletzungen ist ein 40-Jähriger in Nordrhein-Westfalen aus der Wohnung eines Zechkumpanen nach Hause gegangen. Während des Gelages im siegerländischen Bad Laasphe war es in der Nacht zum Mittwoch aus ungeklärten Gründen zu den Messerstichen gekommen. Am Mittag danach fand eine Nachbarin das Opfer in dessen Wohnung. Der Mann kam mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Der 42 Jahre alten Trinkkumpan, der mehrfach zugestochen haben soll, wurde festgenommen. Er schweigt zu der Tat, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen sagte. Allerdings fanden Beamte das Tatwerkzeug in seiner Wohnung. Der Mann kam in Untersuchungshaft.

+++ 17.40 Uhr: Fliegen so beliebt wie nie: Weltweit 3,7 Milliarden Passagiere +++

Fliegen war 2016 so beliebt wie noch nie. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) in Genf verzeichnete auf allen Airlines insgesamt 3,7 Milliarden Passagiere. Das war ein Plus von 6,3 Prozent. Dazu trug nach IATA-Angaben bei, dass der Preis pro Ticket im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 44 Dollar (aktuell 41 Euro) gefallen ist. Ein weiterer Faktor war demnach auch die Einrichtung von 700 neuen Routen.

"Die Nachfrage nach Flugreisen wächst weiter", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac. Er forderte die Regierungen auf, mit der Luftfahrtindustrie zusammenzuarbeiten, damit die nötige Infrastruktur bereitgestellt werden könne. Unter dieser Voraussetzung gebe es ein großes Potenzial für Wachstum und neue Jobs.

+++ 17.14 Uhr: Umfrage: Knapp jede dritte Firma ermöglicht Arbeit im Homeoffice +++

Knapp jede dritte Firma in Deutschland gibt ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ganz oder teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. In der Umfrage unter 1534 Unternehmen gaben 30 Prozent an, dass sie Homeoffice anbieten, wie der Hightech-Verband Bitkom als Auftraggeber der Erhebung am Donnerstag mitteilte. Bei einer Erhebung im Jahr 2014 hätten sich nur 20 Prozent der Firmen entsprechend geäußert.

Aus Sicht der meisten Firmen ist die Arbeit von zu Hause aus demnach ein bleibender Trend: 43 Prozent gehen davon aus, dass der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter steigt. 50 Prozent erklärten, die Quote werde gleich bleiben. "Nach anfänglicher Zurückhaltung wird Homeoffice bei vielen deutschen Unternehmen zum Alltag", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

+++ 16.43 Uhr: Die wichtigsten Punkte beim Treffen zwischen Merkel und Erdogan+++

  • Bei ihrem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Einhaltung der Meinungsfreiheit in der Türkei gepocht. Sie habe "darauf hingewiesen, dass in diesem tiefgreifenden Umbruch die Gewaltenteilung und Meinungsfreiheit gewahrt sein" müssen, sagte Merkel im Präsidentenpalast in Ankara. "Opposition gehört zu einem demokratischen Staat dazu", betonte sie.

  • Merkel sagte Erdogan gleichzeitig eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus zu. Dabei verwies die Kanzlerin nicht nur auf islamistische Anschläge, sondern auch auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Ankara wirft der Bundesregierung vor, die Türkei im Kampf gegen die PKK sowie bei ihrem Vorgehen gegen mutmaßliche Putschisten der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen zu wenig zu unterstützen.

  • Ein Grund für das derzeit angespannte Verhältnis zwischen Ankara und Berlin sind auch die Asylgesuche von einer Reihe von türkischen Nato-Soldaten, die bei ihrer Rückkehr in die Türkei fürchten, als angebliche Putschisten inhaftiert zu werden. Zur türkischen Forderung nach Auslieferung mutmaßlicher Putschisten sagte die Kanzlerin: "Wir können nur dann vorgehen, wenn wir Erkenntnisse haben, und die werden von Gerichten bewertet."

  • Deutschland würde sich wünschen, dass bei dem Referendum über eine Verfassungsreform im April über die Einführung des Präsidialsystems OSZE-Beobachter dabei sein können, sagte Merkel weiter. Erdogan versicherte, dass die Gewaltenteilung erhalten bleibe. "Die Exekutive wird mit diesem neuen System viel schneller voranschreiten können", sagte der Präsident.

+++ 15.21 Uhr: US-Verteidigungsminister Mattis: Nordkorea hat oberste Priorität +++

Bei seiner ersten Auslandsreise als US-Verteidigungsminister hat James Mattis dem Verbündeten Südkorea weiteren militärischen Schutz gegen Nordkorea zugesichert. Die USA seien dem Beistand Südkoreas verpflichtet, sagte Mattis nach Angaben des Präsidialamts in Seoul am Donnerstag bei einem Treffen mit dem nationalen Sicherheitsberater Kim Kwan Jin. Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump werde zudem "Nordkoreas Nuklearbedrohungen als Sicherheitsfrage von oberster Priorität behandeln", wurde Mattis zitiert.

Die USA haben Südkorea unter ihren atomaren Schutzschild gestellt.  Kim und Mattis bekräftigen, auf Provokationen Pjöngjangs auf der Grundlage ihrer "wasserdichten" Sicherheitszusammenarbeit zu reagieren. Der Besuch von Mattis komme "zur richtigen Zeit", betonte Kim. Am Freitag wird Mattis nach einem Treffen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Han Ki Moon nach Japan weitereisen, einem weiteren wichtigen Verbündeten Washingtons in Asien. 

+++ 14.44 Uhr: Merkel pocht bei Treffen mit Erdogan auf Meinungsfreiheit +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf die Einhaltung der Meinungsfreiheit in der Türkei gepocht. Sie habe mit Erdogan auch ausführlich über die Pressefreiheit gesprochen, sagte Merkel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag in Ankara. Seit  dem gescheiterten Putschversuch im Juli in der Türkei geht die Regierung verschärft gegen kritische Journalisten und Oppositionspolitiker vor.

+++ 13.41 Uhr: Segelflugzeug kollidiert mit Windkraftanlage - ein Toter +++

Bei der Kollision eines Segelflugzeugs mit einem Windkraftrad ist in Melle bei Osnabrück ein Mensch ums Leben gekommen. Kurz nach dem Absturz am Donnerstagmittag suchten Rettungskräfte ein weit verteiltes Trümmerfeld nach weiteren Opfern ab, sagte ein Polizeisprecher in Osnabrück. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig bestätigte den Unfall. Sie prüfe nun die Umstände.

+++ 12.44 Uhr: Mann ersticht Ex-Frau vor Augen von 13-jähriger Tochter +++

Vor den Augen der gemeinsamen 13-jährigen Tochter hat ein 56-Jähriger in Recklinghausen seine von ihm geschiedene Frau in deren Wohnung erstochen. Der im selben Haus wohnende Mann verschaffte sich gewaltsam Zugang zur Wohnung seiner Ex-Frau, wie die Ermittler mitteilten. In Anwesenheit der Tochter und eines Nachbarn stach er dann mehrmals auf die 49-Jährige ein.

Die Frau starb noch in der Wohnung an den Folgen der Messerstiche. Die 13-Jährige und der Nachbar konnten die Räume zuvor unversehrt verlassen. Polizeibeamte nahmen den alkoholisierten 56-Jährigen wenig später in dessen Wohnung fest. Hintergrund der Tat sollen Beziehungsprobleme gewesen sein.

+++ 12.18 Uhr: Forscher finden 30 Plastiktüten im Magen eines Wals +++

Forscher der norwegischen Universität Bergen haben 30 Plastiktüten und jede Menge Mikroplastik im Magen eines Wales gefunden. Das Tier musste am Wochenende auf der Insel Sotra westlich von Bergen getötet werden, weil es immer wieder in Richtung Land schwamm.

Da ein Cuvier-Schnabelwal in nördlichen Gewässern eigentlich nicht vorkommt, sollte der über zwei Tonnen schwere Kadaver für das Naturhistorische Museum in Bergen aufbereitet werden. Bei der Obduktion in der marinebiologischen Station der Universität machten die Forscher aber eine gruselige Entdeckung: Im Magen des Wales befanden sich große Mengen Plastikmüll.

"Der Magensack war voll mit Plastiktüten und Verpackungen mit dänischer und englischer Aufschrift", sagte der Zoologe Terje Lislevand. 

+++ 12.11 Uhr: Thea Dorn ersetzt Maxim Biller beim "Literarischen Quartett" +++

Die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn ("Die Unglückseligen") gehört künftig zum Personal der ZDF-Büchersendung "Das Literarische Quartett". Die 46-Jährige ersetzt den Autor Maxim Biller, der sich wieder verstärkt seiner eigenen literarischen Arbeit widmen möchte. Ihr erster Einsatz ist für den 3. März vorgesehen - zusammen mit Gastgeber Volker Weidermann und Christine Westermann. "In Zeiten, in denen alles, was mehr als 140 Zeichen hat, schon für einen Roman gehalten wird, ist es mir Freud und Ehr, dem Leser wirkliche Romane ans Herz zu legen", kündigte Dorn in einer Mitteilung des Senders an. "Das Literarische Quartett" tagt sechs Mal pro Jahr. Die Sendung wird jeweils kurz vor der Ausstrahlung im Foyer des Berliner Ensembles mit Publikum aufgezeichnet.

+++ 11.15 Uhr: Weiter Schleuserbanden auf Balkanroute und Seeweg +++

Schleuserbanden versuchen trotz der Teilschließung der Balkanroute, aus der Türkei kommende Migranten über Griechenland und Bulgarien nach Mitteleuropa zu bringen. Die griechische Polizei nehme täglich im Schnitt etwa 15 Migranten in der Region um den Grenzübergang zu Mazedonien von Idomeni-Evzoni fest, berichtete am Donnerstag die Athener Zeitung "Kathimerini". Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass Beamte der europäischen Grenzagentur Frontex - darunter auch deutsche Polizisten - in den kommenden Tagen den griechischen Sicherheitsbeamten entlang der nördlichen Grenzen des Landes zu Hilfe kommen sollten.

+++ 10.30 Uhr: Fahrer lässt Linienbus in Berlin nach Unfallserie auf der Straße stehen +++

Einer Berliner Busfahrer hat mehrere Unfälle verursacht und den Bus dann mit laufendem Motor einfach stehen lassen. Verletzt wurde bei der Karambolage, bei der am Mittwochabend auch ein Funkstreifenwagen demoliert wurde, niemand, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Rettungskräfte stellten bei den 44-Jährigen später eine sogenannte Unterzuckerung fest und brachten ihn zur Behandlung in ein Krankenhaus. Ob dies Ursache für sein Verhalten war, ist unklar. Nach Zeugenangaben fuhr der Busfahrer während einer Betriebsfahrt zunächst auf einen Gehweg und streifte dann einen Imbiss. Danach soll er eine rote Ampel missachtet und dabei den Wagen einer 31-jährigen Frau touchiert haben, bevor er auf seiner Fahrt noch ein parkendes Polizeiauto streifte. Anschließend stoppte der Fahrer und ließ den Bus mit steckendem Schlüssel und laufendem Motor zurück.

Als der Busfahrer rund zehn Minuten später zurückkehrte, wurde er von Passanten bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Ein Atemalkoholtest bei dem Mann ergab null Promille. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Bei einer Unterzuckerung, die auch Nichtdiabetiker treffen kann, sinkt der Blutzuckerspiegel ab und das Gehirn bekommt zu wenig Zucker.

+++ 10.27 Uhr: 16-Jähriger in Sydney sticht auf Lehrerin und zwei Mitschüler ein +++

In einer Schule in Sydney hat ein 16-Jähriger auf zwei Mitschüler und eine Lehrerin eingestochen. Die Polizei nahm den Teenager direkt nach dem Vorfall in der Nähe der Schule fest, einen terroristischen Hintergrund schloss sie aus. Die Opfer - ein 16-jähriger Junge, ein 15-jähriges Mädchen und eine 48-jährige Lehrerin - wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebten nicht in Lebensgefahr. "Ich habe niemanden umgebracht", sagte der Angreifer laut einem Bericht der Zeitung "Sydney Morning Herald", als die Polizei ihn in Handschellen abführte. Polizeisprecher Peter Lennon sagte, am Tatort seien drei Messer gefunden worden. Das Motiv sei unklar. Aber es gebe "keinen Zusammenhang zum Terrorismus". Der Festgenommene sei bislang weder der Schulleitung, noch der Polizei aufgefallen. 

+++ 9.46 Uhr: Merkel trifft am Abend Vertreter türkischer Oppositionsparteien +++

Kanzlerin Angela Merkel will sich bei ihrem Türkeibesuch auch mit Vertretern türkischer Oppositionsparteien treffen. Die Gespräche sind nach den Planungen am Abend im Anschluss an Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Binali Yildirim vorgesehen. Teilnehmen sollen Vertreter der größten Oppositionsgruppe, der Mitte-Links-Partei CHP, sowie der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Elf Parlamentarier der HDP sitzen in Untersuchungshaft. Erdogan hält die HDP für den verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.


+++ 9.17 Uhr: Zwei Männer bei Messerattacke in Rostock verletzt +++

Bei einer Messerattacke in Rostock sind zwei Männer verletzt worden, einer von ihnen schwer. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge soll ein 29-Jähriger nach einem Streit einem 19-Jährigen in den Bauch gestochen und auch dessen 23-jährigen Bekannten an der Hand verletzt haben. Danach seien der Angreifer und ein Komplize geflüchtet, teilte die Polizei mit. Ein fünfter Mann habe das Geschehen beobachtet und die anderen erkannt. Die Verletzten kamen in ein Krankenhaus. Der 19-Jährige wurde notoperiert, war aber nicht in Lebensgefahr. Wieso es zu dem Streit kam, war zunächst unklar.

+++ 9.01 Uhr: Bericht: Trump bietet Mexiko Hilfe im Kampf gegen Drogenkartelle an +++

US-Präsident Donald Trump hat seinem mexikanischen Amtskollegen einem Medienbericht zufolge Hilfe bei der Bekämpfung von Drogenkartellen angeboten. "Sie haben einige knallharte Männer in Mexiko, mit denen Sie vielleicht Hilfe brauchen", sagte Trump laut einem Bericht des Senders CNN in einem Telefonat mit Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto. "Wir sind bereit, in großem Stile dabei zu helfen, aber sie müssen außer Gefecht gesetzt werden, und Sie haben das nicht gut gemacht". CNN berief sich auf ein Protokoll des Gesprächs vom vergangenen Freitag. Der mexikanische Regierungssprecher Eduardo Sánchez widersprach Berichten, wonach Trump in dem Telefonat gedroht habe, US-Truppen nach Mexiko zu schicken, um die Kartelle zu stoppen. Beide Präsidenten hätten Differenzen bei verschiedenen Themen zum Ausdruck gebracht, twitterte Sánchez.

+++ 8.41 Uhr: US-Richter untersagt Regierung Verbot der Einreise für dutzende Jemeniten +++

US-Präsident Donald Trump bekommt nach der Verhängung des Einreisestopps für Muslime weiteren Gegenwind aus der Justiz. Ein Bundesrichter in Kalifornien urteilte, dass die US-Regierung mehreren Jemeniten, die derzeit im ostafrikanischen Dschibuti festsitzen, nicht länger den Flug nach Los Angeles verwehren darf. Wie die Anwältin der Kläger, Julie Goldberg, mitteilte, erließ Richter André Birotte am Dienstag eine entsprechende einstweilige Verfügung.

"Das sind Menschen, die vor Krieg geflohen sind, hier sind Verletzte", sagte Goldberg zu den insgesamt 28 Betroffenen. Es seien sogar "Kinder gestorben" in der Zeit, in der sie auf ihre Visa gewartet hätten. "Das sind Frauen und Kinder von US-Bürgern", fuhr die Spezialistin für Einwanderungsfragen fort. Es habe nichts mit der Verhinderung von Terrorismus zu tun, Kleinkinder an der Einreise in die USA zu hindern. Jemen gehört zu den insgesamt sieben Ländern, aus denen Trump in der vergangenen Woche die Einreise massiv erschwert hatte. 


+++ 7.37 Uhr: Tragödie in Arnstein: Stromaggregat stieß Kohlenmonoxid aus +++

Nach dem Tod von sechs Teenagern im bayerischen Arnstein gehen die Ermittler davon aus, dass ein Stromaggregat den Kohlenmonoxid-Ausstoß verursacht hat. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Würzburg mit. Das mit Benzin betriebene Gerät hätte demnach nicht in Innenräumen betrieben werden dürfen. Es wurde von einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts begutachtet. Unklar sei, wer für das Aufstellen, die Installation und die Inbetriebnahme des Gerätes in dem Gartenhaus verantwortlich war. Die jungen Erwachsenen im Alter von 18 und 19 Jahren hatten am Samstagabend eine Party in einer abgelegenen Laube gefeiert. Einer der Väter hatte am Sonntagmorgen die Leichen seiner Tochter, seines Sohnes und der vier weiteren Gäste in dem Häuschen gefunden. 

+++ 7.31 Uhr: Deutsche Bank macht 2016 rund 1,4 Milliarden Euro Verlust +++

Die Deutsche Bank hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen: Das Minus belief sich auf rund 1,4 Milliarden Euro, wie das größte deutsche Kreditinstitut am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. 2015 war ein Fehlbetrag von 6,8 Milliarden Euro aufgelaufen.

+++ 6.05 Uhr: Rund 570 islamistische Gefährder +++

Die deutschen Sicherheitsbehörden stufen aktuell rund 570 Islamisten als Gefährder ein. Etwa die Hälfte dieser Männer und Frauen halte sich in Deutschland auf, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mit. Von diesen wiederum säßen derzeit etwa 90 in Haft. Der Gruppe der Gefährder werden Islamisten zugerechnet, denen die Ermittler erhebliche politisch motivierte Straftaten zutrauen. Im Zusammenhang mit islamistischem Terror seien bei Bund und Ländern mehr als 760 Ermittlungsverfahren mit mehr als 1000 Tatverdächtigen anhängig, teilte das BKA weiter mit. In die Kampfgebiete nach Syrien und Irak sind laut Erkenntnissen der Sicherheitsexperten seit 2012 mehr als 900 Menschen aus Deutschland ausgereist - bei über 70 gibt es Hinweise, dass sie sich dort aktiv an Kämpfen beteiligten oder in einem Ausbildungscamp waren.


+++ 3.13 Uhr: US-Militär bedauert zivile Opfer bei Angriff im Jemen +++

Bei einem Einsatz von US-Spezialkräften gegen Stellungen des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Jemen sind am vergangenen Wochenende nach amerikanischer Darstellung "bedauerlicherweise" auch Zivilisten getötet worden. Möglicherweise seien unter den Opfern auch Kinder, teilte das US-Militär mit. Nach Darstellung des US-Militärs mische das Terrornetzwerk regelmäßig Frauen und Kinder unter Kämpfe in Lagern und Stellungen. "Und das macht Fälle wie diesen so besonders tragisch", wurde ein Sprecher von Central Command zitiert.

Bei dem Angriff waren nach örtlichen Angaben 30 Menschen - unter ihnen mehrheitlich Zivilisten - getötet worden. Mindestens acht Kinder und acht Frauen seien unter den Opfern, berichteten Sicherheitskreise in der Provinz Al-Baida der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 0.33 Uhr: Gabriel reist nach Washington - Treffen mit Tillerson +++

Außenminister Sigmar Gabriel reist als erstes Mitglied der Bundesregierung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nach Washington. Er wird dort am Donnerstag seinen Kollegen Rex Tillerson treffen, der erst am Mittwochabend deutscher Zeit vom US-Senat bestätigt wurde. "Ich wünsche mir einen direkten und persönlichen Austausch und bringe das Angebot von Freundschaft und Vertrauen mit nach Washington", sagte Gabriel. "Wir wollen unseren amerikanischen Partnern unsere Sicht der Dinge, unsere Interessen und Werte erläutern und suchen einen guten, offenen und freundschaftlichen Dialog."

Ob Gabriel in Washington auch Vizepräsident Mike Pence treffen wird, war zunächst noch unklar. Eine Begegnung mit Trump ist jedenfalls nicht vorgesehen. Am Freitag will der Vizekanzler nach New York weiterfliegen um dort Gespräche bei den Vereinten Nationen zu führen.

+++ 0.10 Uhr: Wagenknecht kritisiert Merkels Besuch bei Erdogan +++

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, sich mit ihrem Besuch in der Türkei bei Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan anzubiedern. "Viele Menschen in Deutschland sorgen sich angesichts der Gefahren durch einen radikalisierten politischen Islam, aber die Bundeskanzlerin hofiert einen islamistischen Autokraten, von dem allgemein bekannt ist, dass er radikale Islamisten und gefährliche Terrormilizen weltweit unterstützt und finanziert", sagte Wagenknecht der "Rheinischen Post".

Sie warf Merkel vor, dem "Despoten Erdogan" mit ihrer Reise nach Ankara erneut vor einer wichtigen Entscheidung im Land den Rücken zu stärken. Dies sei ein "politisches Armutszeugnis". Ende März oder Anfang April sollen die Türken in einer Volksabstimmung über die Einführung des von Erdogan angestrebten Präsidialsystems entscheiden. Merkel reist an diesem Donnerstag zum ersten Mal seit dem Putschversuch nach Ankara. 

+++ 0.01 Uhr: 25-Jähriger gesteht Vergewaltigung auf Uni-Toilette in München +++

Der Mann, der auf einer Universitätstoilette in München eine Studentin vergewaltigt haben soll, hat ein Geständnis abgelegt. Er habe die Tat bei seiner Vernehmung zugegeben, sagte ein Polizeisprecher. Der 25-Jährige soll am Freitag einer Studentin auf die Damentoilette der Ludwig-Maximilians-Universität gefolgt, die Tür mit roher Gewalt geöffnet und die Frau vergewaltigt haben. Das ebenfalls 25 Jahre alte Opfer wehrte sich trotz eines noch nicht verheilten Armbruchs heftig, wenn auch letztlich vergeblich. Der mutmaßliche Täter, der am Montag offensichtlich nach einem erneuten Überfallversuch nach der gleichen Masche festgenommen worden war, sitzt nun in Untersuchungshaft. 

fin/amt / DPA / AFP