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Nordkoreanisches Diktator-Double: Kim Jong Un posiert in Hongkong mit Passanten

Alles begann mit einem Spaß auf Facebook - nun wurde daraus Ernst. Beziehungsweise Geld: Ein 35-Jähriger aus Hongkong ist der erste professionelle Doppelgänger von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un.

Von Niels Kruse

Er schreitet, miesepetrig und streng dreinblickend, aber erhobenen Hauptes durch die Straßen Hongkongs. Die Passanten, die den Mann mit dem ausrasierten Nacken im Mao-Anzug sehen, fangen an zu starren. Einige halten sich ungläubig die Hand vor den Mund, andere fangen an, hysterisch zu lachen und die meisten bitten um ein gemeinsames Foto - Kim Jong Un erfüllt ihnen gerne den Wunsch: "Es macht Spaß, mit den Leuten zu posieren und den Diktator zu spielen", sagt der geheimnisvolle Blickfang in einem Video der britischen Station BTV. Natürlich ist es nicht nordkoreanische Führer, der da höchstpersönlich durch die Millionenmetropole läuft, sondern Howard, 35, das erste Kim-Jong-Un-Double.

Eigentlich ist Howard, der seinen Nachnamen lieber nicht preisgeben will, Musiker. Seit er sich im April dieses Jahr den Spaß gemacht hatte, auf seinem Facebook-Profil im Stil der nordkoreanischen Diktatoren-Dynastie auf Dinge zu zeigen, ist er eine kleine Berühmtheit geworden. Mittlerweile verdient er als Doppelgänger sogar Geld. So preist er in einem Werbespot unter anderem die Vorzüge einer israelischen Fastfood-Kette an - indem er damit droht, die USA mit Atomwaffen anzugreifen. Humor ist halt Geschmackssache. Seine Familie jedenfalls findet Howards Possenspiel ziemlich amüsant, wie er sagt. Und dass er um einiges weniger wiegt als das Original, sieht er sportlich: "Das einzige was ich tun muss, ist essen, essen und dann einfach weiter essen."

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