HOME

Stop mit Folgen in Hannover: Norwegischer Rentner sucht drei Wochen nach geparktem Auto

Auf der Heimreise war eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp geplant - aus dem dann drei ganze Wochen wurden. So lange suchte ein Norweger nach seinem geparkten Auto in Hannover. Er fand schnell Hilfe.

Norweger Björn Brandvold sucht in Hannover drei Wochen nach geparktem Auto und übernachtet bei hilfsbereiter Seniorin

Während der dreiwöchigen Suche nach seinem abgestellten PKW kam Brandvold bei der hilfsbereiten Hannoveranerin Gertrud Kreuter (r.) unter. 

Erst nach drei Wochen hat der Norweger Björn Brandvold sein in Hannover geparktes Auto wiedergefunden. Der 78-Jährige hatte auf der Reise von Andorra nach Oslo eigentlich nur einen Zwischenstopp in der niedersächsischen Landeshauptstadt einlegen wollen.

Er stellte seinen Wagen in einer Seitenstraße ab, ging zu Fuß ins Zentrum und verlor dort den Zettel, auf dem er den Straßennamen notiert hatte, wie die Hannoveranerin Gertrud Kreuter (73) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Kreuter unterstützte den Gestrandeten bei seiner Autosuche und ließ ihn auch bei sich übernachten, wie mehrere Medien berichteten.

Medien beenden Endlos-Suche

"Dafür bin ich sehr dankbar", sagte Brandvold. Auf Englisch erklärte der weißhaarige Norweger, er fahre viel in verschiedenen Ländern umher, so ein Missgeschick sei ihm aber noch nie passiert. Die beiden Senioren hatten gleich nach dem Autoverlust die Polizei eingeschaltet und parallel mit Hilfe eines Stadtplans die infrage kommenden Straßen abgesucht - vergeblich. 

Erst ein Aufruf in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" brachte den Durchbruch. Eine Leserin habe sich gemeldet und gesagt, dass seit einiger Zeit ein herrenloses Auto mit einem ungewöhnlichen Nummernschild vor ihrer Tür stehe, sagte Kreuter. "So weit entfernt hätten wir nie gesucht." Die beiden planen jetzt Brandvolds Rückreise nach Oslo - und werden sich sicherlich wiedersehen. "Nur wann, weiß ich noch nicht", sagte der Norweger.

DPA/lst
Themen in diesem Artikel