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NPD-Rockkonzert in Gera: Demonstration gegen "Rock für Deutschland"

Gegen ein Rockkonzert der NPD haben am Samstag im thüringischen Gera 1100 Menschen friedlich demonstriert. Es habe keine Zusammenstöße zwischen Neonazis und Gegendemonstranten gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Gegen ein Rockkonzert der NPD haben am Samstag im thüringischen Gera 1100 Menschen friedlich demonstriert. Es habe keine Zusammenstöße zwischen Neonazis und Gegendemonstranten gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Initiativen, Gewerkschaften und Parteien hatten zum Protest gegen die NPD-Veranstaltung "Rock für Deutschland" aufgerufen. Am Morgen hatten einige Linke zunächst die Zufahrtswege zu der NPD-Veranstaltung blockiert, die Sitzblockade aber selbst wieder aufgegeben.

Zur der NPD-Veranstaltung kamen nach Polizeiangaben etwa 1200 Rechte nach Ostthüringen. Im vergangenen Jahr hatten sich noch 4000 NPD-Anhänger in Gera versammelt.

Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) sah in dem bunten Zug vom Samstag ein "deutliches Zeichen, für was diese Stadt steht: Wir sind gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit". Er lasse sich nicht einschüchtern. Die NPD hatte eingeklagt, dass Vornehm als Verwaltungschef wegen des Neutralitäts- und Sachlichkeitsgebots nicht zu Demonstrationen gegen den rechten Aufmarsch aufrufen darf. "Ich lasse mich aber auch als Oberbürgermeister nicht in meinen Grundrechten beschneiden", sagte Vornehm am Rande der Veranstaltung.

DPA / DPA
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