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NSA-Whistleblower: Snowden bekommt Verstärkung

Der Vater von Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden wird seinen Sohn "sehr bald" in Moskau besuchen und ihn auf einen möglichen Prozess in den USA vorbereiten. Ein russisches Visum hat er bereits.

Der Vater des Spionage-Enthüllers Edward Snowden will gemeinsam mit einem Anwalt nach Moskau reisen, um den "Whistleblower" auf einen möglichen US-Prozess vorzubereiten. Die russischen Visa mit den genauen Reisedaten lägen bereits vor, erklärten Lon Snowden und sein Anwalt Bruce Fein am Sonntag in einer Talkshow des Senders ABC. Die Reise nach Moskau solle "sehr bald" stattfinden, sagte Fein.

Das Datum der Reise solle aber nicht veröffentlicht werden. "Wir wollen uns mit Edward treffen und ihm Verteidiger vorschlagen, die Erfahrung mit Spionagegesetzen haben", ergänzte Fein. Sie zweifelten jedoch weiter daran, dass Edward Snowden bei einer Rückkehr in die USA einen fairen Prozess erwarten könnte.

Der 30-jährige US-Bürger war Ende Juni von Hongkong aus nach Moskau geflogen. Er enthüllte Spähprogramme der amerikanischen und britischen Geheimdienste und wird deswegen von den Behörden seines Heimatlandes gesucht. Der Fall hat die diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und den USA belastet.

Russland hatte Edward Snowden vergangene Woche Asyl gewährt, nachdem er mehr als fünf Wochen in der Transitzone des Moskauer Flughafens ausgeharrt hatte. Die USA haben immer wieder seine Auslieferung gefordert und wollen ihn vor Gericht stellen.

be/AFP/Reuters / Reuters