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Prozess in Oberhausen: Schwerer Kirmes-Unfall - Angeklagter vermutet Manipulation

Im Juni 2015 lösten sich auf dem "Love-Express" auf der Oberhausener Kirmes Metallstangen, die fünf Fahrgäste zum Teil schwer verletzten. Der Betreiber steht vor Gericht - und behauptet, sein Fahrgeschäft sei manipuliert worden.

Polizisten sichern am 6. Juni 2015 den Unfallort auf der Oberhausener Kirmes

Polizisten sichern am 6. Juni 2015 den Unfallort auf der Oberhausener Kirmes

Nach einem Unfall auf einer Kirmes mit fünf Verletzten steht ein Schausteller vor dem Amtsgericht in Oberhausen. Der 42-jährige Duisburger soll für den Unfall des Fahrgeschäfts "Love-Express" auf der Fronleichnamskirmes vergangenes Jahr in Oberhausen verantwortlich sein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Körperverletzung vor. Er soll das Fahrgeschäft nicht sorgfältig genug aufgebaut haben.

Am späten Abend des 6. Juni 2015 hatten sich laut "WDR" auf dem "Love-Express", einem raupenähnlichen Fahrgeschäft, Metallstangen gelöst und waren mit voller Wucht auf die Fahrgäste geprallt. Eine Frau sei so schwer im Gesicht getroffen worden, dass sie zahlreiche Brüche erlitt. Mehrere Male habe sie operiert werden müssen. Vier weitere Fahrgäste verletzten sich ebenfalls, zum Teil schwer.

Angeklagter in Oberhausen spricht von Manipulation

Der Angeklagte soll vergessen haben, die Metallteile zu sichern. Er selbst bestreitet die Vorwürfe. Er habe das Fahrgeschäft ordnungsgemäß aufgebaut und überwacht. An den heruntergefallenen Teilen müsse manipuliert worden sein, gab der 42-Jährige an.

Das Gericht hat neun Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Dem Angeklagten droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Das Gericht wollte nach Möglichkeit schon am Donnerstag ein Urteil verkünden.


kis / DPA