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Oder-Hochwasser: "Katastrophen-Tourismus" kurbelt Umsatz an

Der Oder-Pegel zeigt ungewohnte Höhen, und der Umsatz klettert ­ zumindest bei einigen Unternehmen in Flussnähe. Ganze Busladungen von "Katastrophen-Touristen" ergießen sich seit Tagen in das Hochwasser-Gebiet in Brandenburg, wovon vor allem die Gastronomie in Gebieten profitiert, die noch nicht überschwemmt sind.

Der Oder-Pegel zeigt ungewohnte Höhen, und der Umsatz klettert ­ zumindest bei einigen Unternehmen in Flussnähe. Ganze Busladungen von "Katastrophen-Touristen" ergießen sich seit Tagen in das Hochwasser-Gebiet in Brandenburg, wovon vor allem die Gastronomie in Gebieten profitiert, die noch nicht überschwemmt sind. Ein besonders beliebtes Ziel: die Oderpromenade in Frankfurt und damit auch das Restaurant "Kartoffelhaus", das im Gegensatz zu anderen Häusern in Flussnähe seine Türen offenhielt.

Während im Keller die Wasserpumpen arbeiten, lassen sich zahlreiche Gäste eine Etage höher deftige Spezialitäten schmecken ­ mit Blick auf die rasant vorbeiströmende Oder und die rettende Spundwand, die das Haus in diesem Jahr weitgehend vor den Wassermassen verschont hat. "1997 stand das Wasser im Gastraum", erzählt Wirt Axel Meißner. Zur Erinnerung hat er Fotos von damals aufgehängt.

Dem Hochwasser verdankt Meißner in diesem Jahr etwa 30 Prozent mehr Einnahmen. "An sonnigen Tagen hätten wir sonst so viel Umsatz wie jetzt durch das Hochwasser." Die Flut sei ein kleiner Ausgleich für das trübe Wetter. Doch ruhig schlafen kann der Wirt nicht: "Nachts bleiben mein Sohn oder ich in der Gaststätte, um die Pumpen zu überwachen."

Deutlich mehr Absatz bei belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen verzeichne auch das Café "Diana" am Markt in Frankfurt (Oder), berichtet Verkäuferin Ilona Müller. "Durch die Wanderschaft ist bei uns richtig viel los." "Die Stadt ist voller Gäste, der Anlass jedoch traurig", sagt die Geschäftsführerin des Tourismusvereins, Petra Janke. Und eine Betroffenheit sei bei den "Katastrophen-Touristen" nicht erkennbar, sondern eher Sensationslust.

Andere wiederum sagen wegen des Hochwassers ihre Reisen ab, berichtet die Leiterin des "City Park Hotels" in Frankfurt (Oder), Kathrin Kiewitt. "Wir haben aber wegen des Hochwassers insgesamt mehr Zubuchungen als Absagen. Es sieht gut aus." In dem Hotel hatten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Journalisten und Politiker eingemietet.

Einen leicht gestiegenen Absatz an "Hochwasser-Zubehör" wie Gummistiefeln oder Pumpen verzeichneten verschiedene Baumärkte in der Region, wie etwa eine Sprecherin von "Toom" in Köln bestätigte. Auch der "Landfuxx"-Markt im brandenburgischen Manschnow ist vorbereitet. "Wir haben uns bevorratet und einen Haufen Pumpen bestellt", sagt Leiter Uwe Andreas.

Die Firma für Brand- und Wasserschaden-Beseitigung von Jörg Göhler aus Eisenhüttenstadt ist erst gefragt, wenn das Wasser weg ist. "Wir haben schon Trockner zugekauft und alle Pumpen überprüft", erklärt Göhler. Nach dem Hochwasser von 1997 war seine Firma ein Vierteljahr lang in vollgelaufenen Häusern im Einsatz.

Anja Sokolow, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.