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Meinung

Subventionen für Bus und Bahn: Das 365-Euro-Ticket für den Nahverkehr ist ja schön und gut – löst aber nicht das Problem

Die SPD will Bus- und Bahnfahren für einen Euro pro Tag ermöglichen. Die Idee klingt verlockend, ist aber nicht neu. Dass sich das 365-Euro-ÖPNV-Ticket so schwer tut, liegt auch daran, dass der Preis nicht das eigentliche Problem des Nahverkehrs ist.

2016 erreichten die Fahrgastzahlen im ÖPNV einen neuen Rekord: 10,18 Milliarden nutzen Bus und Bahn

U-Bahn in Berlin: Nicht immer ist das Angebot schlecht, sondern oft die Verteilung

Zuverlässig einmal im Jahr wird die eierlegende Wollmilchsau unter den Umwelt- und Verkehrskonzepten durchs Dorf getrieben. Und genauso zuverlässig gerät sie nach lauten aber kurzem Grunzen wieder in Vergessenheit. Nun also Auftritt SPD: "Im Kampf gegen den Klimawandel plant die Partei die schrittweise Einführung eines 365 Euro Jahrestickets für den öffentlichen Nahverkehr", meldet die "Süddeutsche Zeitung". Anders gesagt: Für einen Euro am Tag sollen Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen. Klingt nach einfacher Lösung für ein komplexes Problem – doch wie das mit häufig ventilierten aber selten umgesetzten Ideen so ist: Sie gehen schlicht am Kern des Problems vorbei.

Bus und Bahn 90 Minuten, Auto die Hälfte

Denn es ist nicht allein der Preis, der die Menschen davon abhält, mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Beispiel: Hamburg. Wer fünf, sieben, zehn Kilometer entfernt vom Zentrum wohnt – etwa in Duvenstedt am nördlichen Stadtrand – muss für eine Jahreskarte aktuell rund 1000 Euro zahlen und bekommt dafür eine Fahrt ins Zentrum mit Bus und Bahn, die im besten Fall rund eine Stunde dauert, eher anderthalb. Das Auto dagegen braucht 45 Minuten (im besten Fall), ist also doppelt so schnell. Quizfrage: Für welches Fortbewegungsmittel wird sich ein Duvenstedter entscheiden?

Video: Teil des Klimagesetzes: SPD will Mobilitätsgarantie für alle

Nun wohnt die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht in Hamburg-Duvenstedt, was die Sache aber nicht besser macht. Denn in sehr vielen Flecken des Landes ist es um den öffentlichen Nahverkehr noch einmal mieser bestellt. Die Kollegin Wiebke Tomescheit hat das ganze Elend der systematischen Vernachlässigung vom Land jüngst eindrücklich beschrieben. Noch absurder: So abgehängt diese Menschen schon jetzt sind, kommen diejenigen in den Zentren vor lauter Bussen, (Sammel-)Taxen, U- und S-Bahnen, Leih-Rädern, (Leih-)Autos, E-Scootern, Leih-Rollern, Droschken und Segways kaum noch voran. 

Deshalb klappt der Ein-Euro-pro-Tag-Nahverkehr in Wien 

Dass der Ein-Euro-pro-Tag-Nahverkehr funktionieren kann, zeigt Wien. Dort gibt es das 365-Euro-Ticket schon seit Jahren, Busse und Bahnen schultern rund 40 Prozent des Verkehrs. Nur: In der österreichischen Hauptstadt hat auch jeder Zigarettenautomat eine eigene Haltestelle. Wieder Hamburg als Vergleich: Beide Städte sind mit nicht ganz zwei Millionen Einwohnern etwa gleich groß, Wien aber hat nur die halbe Fläche zur Verfügung. Und doch gibt es eine U-Bahn-Linie mehr als in Hamburg, mit entsprechenden Plus an Haltestellen und zudem unterhält die Stadt eines der größten Straßenbahnnetze der Welt. Der Preis dafür sind zwar rappelvolle und laute Straßen, aber zumindest gibt es dort eine echte Alternative zum Auto.

Was zudem bei diesen dahergeforderten Systemwechseln gerne vergessen wird, ist das leidige Thema Geld. Sicher lässt sich politisch entscheiden, künftig alle Verkehrsbetriebe so sehr zu subventionieren, dass sie ein 365-Euro-Ticket anbieten können. Doch schon jetzt schaffen es nur die wenigsten Bus- und Bahn-Anbieter kostendeckend zu wirtschaften – obwohl die Fahrpreise deutlich höher liegen als bei einem Euro. Obendrein pro Fahrt. Will die Politik die ÖPNV-Tickets dauerhaft günstig halten, binden sich Kommunen, Städte und Bund für viele Jahrzehnte einen gigantischen Ausgabebatzen ans Bein. Und haben immer noch nicht einen Cent für den dringend benötigten Ausbau der Infrastruktur investiert.

Das Angebot ist nicht schlecht, nur schlecht verteilt

Dass der Wille vorhanden ist, mehr Geld in den Nahverkehr zu stecken, ist eine gute Nachricht. Aber vielleicht wäre es hilfreich, Bus- und Bahnstrecken zunächst auszubauen, Verbindungen besser aufeinander abzustimmen, Lücken zu schließen und dann erst die Preise zu senken. Anstatt mit Billigangeboten noch mehr Leute in ein System zu locken, das jetzt schon zu häufig überfordert ist.

Abgesehen davon: Was spricht eigentlich dagegen, dass der Verkehrsbetrieb gemeinsam mit Sharing-Anbietern Gebiete bedient, die erst in Jahren erschlossen werden (können), oder gar zu weit abgelegen oder zu wenig bevölkert sind, um dort den Bus-Takt zu erhöhen? Geschweige denn dort Bahnhöfe zu bauen? Warum stapeln sich am Hamburger Hauptbahnhof die E-Scooter, während ÖPNV-willige Duvenstedter allein ein Auto brauchen, um zur nächsten Bahnstation zu kommen? Warum beteiligen sich nicht die Verkehrsbetriebe an Sammeltaxis? Das Angebot ist nicht immer schlecht, es ist oft nur schlecht verteilt. Da helfen auch keine 365-Euro-Tickets.

Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.