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Ostdeutschland: Erhöhtes Armutsrisiko für Alleinerziehende und Erwerbstätige

Im Osten Deutschlands gelten deutlich mehr Menschen als armutsgefährdet als in den alten Bundesländern. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, hatte 2009 in den neuen Ländern einschließlich Berlin im Schnitt knapp jeder Fünfte (19,5 Prozent) ein erhöhtes Armutsrisiko.

Im Osten Deutschlands gelten deutlich mehr Menschen als armutsgefährdet als in den alten Bundesländern. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, hatte 2009 in den neuen Ländern einschließlich Berlin im Schnitt knapp jeder Fünfte (19,5 Prozent) ein erhöhtes Armutsrisiko. Im Westen Deutschlands lag dieser Anteil bei 13 Prozent. In den höheren Altersgruppen kehrt sich dieses Verhältnis allerdings um: Bei den über 65-Jährigen war im Osten nur jeder zehnte von Armut bedroht, im Westen waren dies 13 Prozent.

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat. Bundesweit hatten im Jahr 2009 nach dieser Definition knapp 15 Prozent der Bevölkerung ein erhöhtes Armutsrisiko. Die Berechnung berücksichtigt unter anderem nicht die im Osten meist günstigeren Lebenshaltungskosten und Mieten.

Laut Statistischem Bundesamt galt mehr als jeder fünfte Mensch in Mecklenburg-Vorpommern (23 Prozent), Sachsen-Anhalt (22 Prozent) und Bremen (20 Prozent) als armutsgefährdet. In den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern hatte dagegen nur ungefähr jeder Neunte ein erhöhtes Armutsrisiko (rund 11 Prozent).

Ein besonders hohes Armutsrisiko haben demnach Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Erwerbslose. Gut jeder zweite Erwerbslose (54 Prozent) war 2009 armutsgefährdet. Auch hier gibt es große regionale Unterschiede: Während in Bayern und Baden-Württemberg 41 Prozent beziehungsweise 42 Prozent der Erwerbslosen armutsgefährdet waren, waren es in Sachsen-Anhalt 70 Prozent.

Bei Alleinerziehenden und ihren Kindern gelten bundesweit 40 Prozent als besonders armutsgefährdet. Während beispielsweise in Hessen und Baden-Württemberg rund ein Drittel der Alleinerziehenden-Haushalte von Armut bedroht waren, traf dies in Sachsen-Anhalt (59 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (56 Prozent), Sachsen (52 Prozent) und Thüringen (51 Prozent) auf mehr als die Hälfte zu. die Daten beruhen auf den Ergebnissen des Mikrozensus 2009, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

AFP / AFP
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?