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Oster-Offensive: Bischöfe wollen einen Neuanfang der katholischen Kirche

Die katholische Kirche hat zu Ostern offensiv einen Neuanfang in der tiefen Krise um sexuellen Missbrauch gesucht. Papst Benedikt XVI. forderte in seiner Osterbotschaft in Rom die Menschen zu einer geistigen und moralischen Umkehr auf.

Die katholische Kirche hat zu Ostern offensiv einen Neuanfang in der tiefen Krise um sexuellen Missbrauch gesucht. Papst Benedikt XVI. forderte in seiner Osterbotschaft in Rom die Menschen zu einer geistigen und moralischen Umkehr auf. In einem außergewöhnlichen Schritt sicherte der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, dem Papst die Solidarität der Gläubigen gegen das "Geschwätz des Augenblicks" zu. Die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" nannte die Missbrauchsdebatte "grobe Propaganda gegen den Papst und die Katholiken". Viele deutsche Bischöfe verurteilten die Übergriffe und mahnten zur Umkehr. Der Augsburger Bischof Walter Mixa wies die Misshandlungsvorwürfe gegen ihn selbst erneut zurück.

Sodano stellte sich hinter das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, das wegen des Skandals wiederholt persönlich angegriffen worden war. "Das Volk Gottes ist mit Ihnen und wird sich nicht von dem Geschwätz des Augenblicks beeindrucken lassen, auch nicht von den Prüfungen, die bisweilen die Gemeinde der Gläubigen treffen", sagte Sodano, ohne konkret von den Missbrauchsfällen zu sprechen. Niemals zuvor war eine Ostermesse auf dem Petersplatz mit einer solchen Botschaft an den Papst eröffnet worden. Benedikt (82) selbst hatte an Palmsonntag die Christen dazu aufgefordert, "sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinung einschüchtern zu lassen".

Die Vatikanzeitung veröffentlichte am Sonntag Stimmen gegen die "verleumderischen Angriffe und die Diffamierungskampagne, die um das Drama der Fälle sexuellen Missbrauchs herumkonstruiert wurden". Bischöfe aus aller Welt hätten Benedikt XVI. ein "resolutes Handeln" attestiert, hieß es weiter. Das Blatt verwies zugleich auf das "schmerzliche Eingeständnis" früherer Vergehen und der Pflicht, hier "Klarheit zu schaffen".

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, äußerte sich besorgt. "Mit Blick auf die Missbrauchsfälle durchleben wir als katholische Kirche augenblicklich schmerzlich aufrüttelnde und betrüblich turbulente Monate", erklärte er in seiner Osterbotschaft. Manche kehrten der Kirche den Rücken. "Wer sich zurückzieht, fehlt der Kirche, wenn sie sich neu auf den Weg macht." Die schrecklichen Taten zehrten "gewaltig an unserer Glaubwürdigkeit als Kirche", schrieb der erkrankte Zollitsch in einem Brief.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sieht sich nach Bekanntwerden mehrerer Fälle in den eigenen Reihen "in einer Art Haftungsgemeinschaft" mit den Katholiken, wie der EKD- Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, sagte. Im Deutschlandfunk riet er im Umgang mit den Tätern zu Anzeigen und Strafverfolgung.

Papst Benedikt ging in seiner Osterbotschaft nicht auf den Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen mehrerer Länder ein. Die Menschheit brauche das Heil des Evangeliums, "um aus einer Krise herauszukommen, die tief ist und als solche tiefe Veränderungen verlangt", sagte er.

Am Sonntag entschuldigte sich Benedikts Hausprediger dafür, die Angriffe auf Papst und Kirche wegen des Missbrauchsskandals mit dem Antisemitismus verglichen zu haben. Entrüstet hatten Juden in mehreren Ländern protestiert, nachdem Cantalamessa am Karfreitag aus dem Brief eines jüdischen Freundes zitiert hatte. Dieser hatte sich angesichts der Attacken auf Papst und Vatikan an Antisemitismus erinnert gefühlt.

Auch in Großbritannien und Irland nahmen zahlreiche katholische Geistliche ihre Osterpredigten zum Anlass, für die Rolle der Kirche beim sexuellen Missbrauch von Kindern um Verzeihung zu bitten. Vor allem ging es um Irland, wo Kinder jahrzehntelang missbraucht und misshandelt worden waren.

Nach heftiger Kritik entschuldigte sich das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche für seine Angriffe auf die irische katholische Kirche. Er wollte diese nicht kritisieren oder angreifen, sagte der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, am Samstag. Williams hatte für Aufregung gesorgt, weil er in einem Interview in drastischen Worten gesagt hatte, Irlands katholische Kirche habe im Missbrauchsskandal "all ihre Glaubwürdigkeit" verloren.

Der Augsburger Bischof Walter Mixa wies die von ehemaligen Heimkindern gegen ihn vorgebrachten Misshandlungsvorwürfe erneut zurück. "Diese Leute können sich doch gar nicht mehr an mich erinnern", sagte der Bischof der "Welt am Sonntag". Auch er könne sich nicht mehr an die ehemaligen Heimkinder erinnern. Trotzdem bete er für sie. In seiner Osterpredigt sagte er kein Wort zu den Anschuldigungen gegen ihn. Mehr als ein halbes Dutzend ehemalige Heimkinder hatten Mixa in seiner Zeit als Stadtpfarrer im oberbayerischen Schrobenhausen von 1975 bis 1996 die Anwendung körperlicher Gewalt vorgeworfen.

FDP und Grüne reagierten skeptisch auf Mixa. Die Augsburger FDP- Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß sagte dem Berliner "Tagesspiegel": "Wenn eidesstattliche Versicherungen vorliegen, stellt man sich die Frage, ob Bischof Mixa seine Vergangenheit womöglich verdrängt hat." Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Priska Hinz, forderte, die Kirche solle eine unabhängige Untersuchung einleiten.

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hatte den Tätern in seiner Karfreitagspredigt Verrat am Evangelium vorgeworfen. "Sie schwächen und verraten das Evangelium Jesu Christi, der gerade die Kinder in die Mitte stellte." Unter Hinweis auf den Apostel Judas, der Jesus verraten hatte, sprach Lehmann von der "Enttäuschung über das Verhalten mancher aus den eigenen Reihen". Es gebe auch die Schwäche der eigenen Leute. "Vielleicht ist diese Enttäuschung noch größer als die Anfechtung von außen allein."

Auf eine wachsende Verzweiflung in der katholischen Kirche machte der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle aufmerksam. "Das Kreuz der eigenen Schuld und des eigenen Versagens lastet auf uns. Die Nachrichten von Fällen des Missbrauchs wollen nicht abreißen", sagte Trelle am Ostersonntag im Hildesheimer Dom. Vielen in der Kirche gelinge es kaum noch, Licht am Ende eines langen Tunnels zu sehen.

Doch gerade ihnen gelte die Osterbotschaft: Wer glaube, könne nach seiner Überzeugung in der Auferstehung Christi eine neue Dimension und eine neue Lebensqualität entdecken. Zwar nehme die Auferstehung dem Leben nichts von seinem Leid. "Aber dieses Leben wird vernichtet und zugleich aus dem Nichts errettet und aufgehoben in Gottes Liebe und Unvergänglichkeit."

APN/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(