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Zoologischer Garten: Schon 1400 Gramm: Berliner Panda-Zwillinge wachsen und gedeihen

Gute Nachrichten von Berlins Mini-Pandas: Die schwarz-weißen Zwillinge wachsen in Windeseile.

Pandababy wiegt schon 1400 Gramm

Den Ende August im Berliner Zoo geborenen Pandababys geht es prächtig. Auf einem Video, das der Zoo am Samstag auf Twitter veröffentlichte, ist zu sehen, wie eines der Jungtiere gewogen wird.

Beide bringen nun jeweils stolze 1400 Gramm auf die Waage, wie es bereits am Freitag hieß. Bei der Geburt waren es gerade mal 186 und 136 Gramm gewesen. Und pünktlich zum Schmuddelwetter scheinen die beiden auch für die kalte Jahreszeit besser gerüstet zu sein. "Ihre Körpertemperatur können die Kleinen bereits alleine halten", teilte der Zoo mit.

Pandas sind speziell – nicht nur was ihre Nahrung Bambus betrifft, sondern auch bei der Fortpflanzung. Pandaweibchen können nur einmal im Jahr, in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden, befruchtet werden.

Pandadame Meng Meng war am 31. August zum ersten Mal Mutter geworden. Im Zoo ist es die erste Panda-Geburt. Die 90-Kilo-Bärin zeigte sich von Beginn an als liebevolle Mama, kuschelt zärtlich mit ihrem Mini-Nachwuchs und kümmert sich geradezu vorbildlich um ihren Nachwuchs. Mittlerweile haben die Zwillinge auch schon das für Pandas typische schwarz-weiße Fell. 

Pandas werden meist in Zuchtzentren geboren

1860 ausgewachsene Große Pandas soll es laut jüngster Zählung weltweit noch geben. Zwei davon wurden nach Berlin ausgeliehen. Ihr Nachwuchs gehört China. Ginge es um Artenschutz, wären die Tiere in ihrer heimischen Umgebung besser aufgehoben, streng bewacht von der chinesischen Regierung. Doch es geht um Standortfaktoren, Handelsabkommen, Marketing-Konzepte und Alleinstellungsmerkmale. Und um viel Geld.

Inzwischen kommen die meisten Pandas in Zuchtzentren zur Welt, wo meist mit künstlicher Befruchtung gearbeitet wird. Wegen ihres immer kleiner werdenden Lebensraumes und dem eingeschränkten Paarungsverhalten in Gefangenschaft gehören Pandas zu den bedrohten Tierarten. Den als notorische Sexmuffel bekannten Tieren setzt der Verlust ihres natürlichen Lebensraums in China zu, deshalb spielt ihre Zucht in Gefangenschaft für das Überleben ihrer Gattung eine wichtige Rolle.

km / DPA