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Türkei-Reise: Papst Franziskus heute in der Hagia Sophia

Am ersten Tag seiner Türkei-Reise spart der Papst nicht mit klaren Worten. Mit Spannung erwartet wird daher auch die zweite Etappe in Istanbul, wo Franziskus unter anderem eine Moschee besucht.

Die Türkei-Reise des Papstes steht im Zeichen der Ökumene

Die Türkei-Reise des Papstes steht im Zeichen der Ökumene

Mit Besuchen der Hagia Sophia und der blauen Moschee setzt der Papst seine dreitägige Türkei-Reise fort. Nachdem der Pontifex am ersten Tag seiner Reise in Ankara mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zusammengekommen war, wird er heute in Istanbul erwartet.

Zunächst stehen hier die symbolträchtigen Besichtigungen des Museums Hagia Sophia, das früher eine Kirche und später eine Moschee war, sowie der blauen Moschee an. Später trifft der Papst dann zum ersten Mal während dieser Reise den orthodoxen Patriarchen Bartholomäus.

Klare Worte und Appelle

Die sechste Auslandsreise des Papstes hatte mit klaren Worten und einem eindeutigen Appell für die Religionsfreiheit begonnen - ungeachtet der vorherigen Brandrede Erdogans gegen den Westen. Nachdem der Pontifex als erstes ausländisches Staatsoberhaupt im umstrittenen neuen Präsidentenpalast Erdogans empfangen worden war, nutzte er das Treffen, um auch heikle Themen anzusprechen. Auch zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat rief der 77-Jährige auf. Ebenso nutzte er die Gelegenheit, um an das Schicksal der Christen in den Krisenregionen und die Lage der mehr als eine Million Flüchtlinge zu erinnern.

Mit Spannung wurde erwartet, wie sich der für seine starken Gesten bekannte Franziskus bei den Besuchen in der Hagia Sophia und der Sultan-Ahmet-Moschee verhalten würde. Sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. hatte hier 2006 am letzten Tag seiner Türkei-Reise zusammen mit dem Mufti gebetet. "Wir werden sehen, wie er sich verhält", hatte Papst-Sprecher Federico Lombardi vor der Reise gesagt.

Treffen mit Flüchtlingen?

Am Nachmittag steht für Franziskus ein Treffen mit Mitgliedern der katholischen Gemeinden in Istanbul an, bei dem nach Angaben von Lombardi möglicherweise auch Flüchtlinge anwesend sein könnten. Anschließend feiert der Papst in der Heilig-Geist-Kathedrale eine Messe, bevor er am Abend den orthodoxen Patriarchen Bartholomäus zu einem ökumenischen Gebet und einer privaten Begegnung trifft.

Das Zusammentreffen mit dem Patriarchen, der ökumenische Dialog und die Feier des orthodoxen Andreasfestes waren der ursprüngliche Anlass für die Reise des Papstes. Franziskus und Bartholomäus, die sich bereits im Mai in Jerusalem getroffen hatten, wollen die Annäherung der beiden Kirchen weiter vorantreiben.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?