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Papst-Messe im Olympiastadion: Wie schmeckt Jesus?

Mehr als 60.000 Menschen haben im Berliner Olympiastadion mit Papst Benedikt XVI. eine Messe gefeiert, Zigtausende den Leib Jesu empfangen. stern.de war mit dabei.

Von Sophie Albers, Berlin

Religiöse Rituale muss man nicht verstehen, sie dienen eben der Exklusivität. Dennoch ist die Kannibalennummer der Katholiken nicht leicht zu verdauen: Wenn der Gläubige die Hostie zerbeißt, dann sei das tatsächlich der Leib Christi, so die Erklärung. Und wenn er den Wein schluckt, tatsächlich das Blut des Gottessohnes. Das sei einer der großen Unterschiede zu den Protestanten. Im Berliner Olympiastadion lagen am Donnerstagabend 60.000 Hostien zum Zerbeißen bereit. Nicht alle Plätze der Sportarena waren besetzt, aber fast. Aus allen Himmelsrichtungen sollen die Gläubigen gekommen sein, um den Papst zu sehen.

Stundenlang haben die Menschen ausgeharrt. Sie wurden mit Christenpop, Chormusik und Werbevideoclips für die Kirche mit der schwindenden Mitgliederzahl berieselt und mussten die Füllwörter eines respektlosen und uninformierten ZDF-Moderators ertragen. Doch dann, als das Papamobil pünktlich um kurz nach sechs um die Ecke biegt, geht frischer Jubel durch die Reihen. Banner werden gestrafft. Gesichter leuchten. Regen und Kälte sind vergessen. Benedikt XVI. dreht seinen "Giro" auf der blauen 400-Meter-Bahn, muss immer wieder anhalten, weil Mütter ihm ihre Neugeborenen reichen. Er küsst, er winkt, und er lächelt so milde, wie ein Papst eben lächeln muss.

Eine Frage des Timings

Der weiße Aufbau an der Kopfseite des Stadions sieht aus wie eine provisorische Theaterbühne und ist entsprechend bestückt mit seltsamen Accessoires. Der Einzug der Messdiener in Rot-Weiß, der Bischöfe in hellem Grün mit pinkfarbenen Pileoli und der Malteser Templer in wehendem Beige erinnert ein wenig an die Papst-Modenschau in Fellinis Film "Roma". Zumindest außen ist es wild und bunt. Aber alles hat seinen Ort und seine Zeit, das wird vor allem deutlich, als die Messe beginnt, in der die Menge immer wieder wie ein Leib aufsteht und sich nach einiger Zeit - wie auf einen stillen Befehl - wieder hinsetzt. Religion scheint vor allem eine Frage des Timings.

Benedikt XVI. hat während seiner Bundestagsrede mit einem Witz über sein Alter überrascht. Im Olympiastadion ist dafür kein Platz. Geradezu martialisch geht es in seiner Predigt zu. Hatte er den Politikern im Parlament noch König Salomos "hörendes Herz" empfohlen, spricht er nun von den schlechten Reben, die der Herr vom Weinstock schneidet und ins Feuer wirft. Gemeint sind damit Menschen.

Die stehen trotzdem weiterhin auf und setzen sich wieder, was sich jedes Mal anhört wie ein kräftiger Regenschauer. Während der Papst Weihrauch schwenkend um den Altar schreitet, verausgabt sich ein Christenpop-Musiker mit einem Gitarrensolo. Ein lateinisches Gebet beginnt mit einem kleinen Hustenanfall des "Heiligen Vaters". Kinder rennen derweil quietschend über die Tartanbahn, Flugzeuge kreuzen am Himmel. Es ist leicht, die Konzentration zu verlieren, wenn man nichts versteht. Außerdem ist diese Kirche noch kälter als Kirchen es sowieso immer sind. Und dann erreicht der Weihrauch die Pressetribüne.

Auf der Suche nach dem Mysterium

Heiligkeit, spirituelle Magie oder gar Verständnis für das katholische Mysterium der Wandlung von Hostie zu Fleisch stellt sich nicht ein. Als der weißhaarige alte Mann in Grün sich eine Hostie in den Mund schiebt, sieht es kurz so aus, als esse er zwei Stücke vom Leib Jesu. Und was passiert eigentlich mit der Serviette, mit der er sich das Blut von den Lippen tupft?

Plötzlich stehen Priester in den Sitzreihen, um Jesus-Stücke anzubieten. Und die Schlange bei den Journalisten ist erstaunlich lang. Nicht nur Sie, Herr Mattussek. "Und? Wie schmeckt Jesus?" "Nach nicht viel ... wie Esspapier", sagt ein Kollege und lächelt. Er hatte die Augen in der Stille nach dem Jesus-Mahl geschlossen. Später trägt ein Priester einen gekreuzigten Jesus an der Bühne vorbei, ein Jesus, wie er in jeder Kirche hängt. Der Sohn Gottes wird nicht nur gegessen, es wird auch seine Folterszene angebetet. Warum werden eigentlich immer nur andere Religionen brutal genannt?

Religiöse Rituale muss man nicht verstehen, sie dienen der Exklusivität.

Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.