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Papst-Rücktritt: So verläuft Benedikts letzter Arbeitstag

Aufstehen wie immer, beten, Abflug nach Castel Gandolfo um 17 Uhr, danach ein letzter Gruß an die Gläubigen. stern.de blickt auf Benedikts XVI. letzten Tag als Papst - und etwas darüber hinaus.

An seinem letzten ganzen Tag als Papst empfing Benedikt XVI. noch einmal Tausende Gäste auf dem Petersplatz, darunter auch viele Pilger aus seiner bayerischen Heimat. Dutzende Gebirgsschützen und zahlreiche Trachtler mit weiß-blauen Fahnen und farbenfrohen Gewändern überbrachten ihm Grüße. Eine Blaskapelle aus Traunstein, wo Benedikt einst zur Schule ging, spielte die Bayern-Hymne. Es war Benedikts 348. Generalaudienz – und seine letzte. Am 28. Februar wird er noch einmal als Oberhaupt der Katholiken aufwachen, um acht Uhr Abends endet dann offiziell seine Amtszeit.

So wird der letzte Tag von Papst Benedikt ablaufen - stern.de begleitet den Tag auch in einem Ticker.

Aufstehen wie immer

Dieser Donnerstag dürfte für den Papst wie üblich früh beginnen. Um sechs Uhr aus dem Bett, sieben Uhr Messe in der kleinen Privatkapelle. Knapp eine Stunde später wird üblicherweise der Kaffee serviert, dazu gibt es Brot und Marmelade. In der "Sala Clementina" im Vatikan begrüßt der Papst später alle in Rom anwesenden Kardinäle. Danach gibt es Mittagessen, später gönnt er sich vielleicht eine Ruhepause, dann ein paar Schritte im Freien. Beobachter sprechen schon jetzt von einem aufwühlenden Tag und großen Emotionen. Im Vatikan selbst kursiert dagegen die Parole "Normalität".

Vatikansender überträgt letzten Tag bis zum Schluss

Der vatikanische Fernsehsender CTV will alle Geschehnisse des Tages aufzeichnen. "Die Abreise von Benedikt XVI. ist ein historisches Ereignis", sagt CTV-Direktor Monsignore Edoardo Maria Vigano. Am Nachmittag versammeln sich Schweizer Garde und die Spitzen der Kurie zum Abschied vom Papst.

Abreise in den Sommersitz gegen 17 Uhr

Wenn gegen 17 Uhr der Hubschrauber mit dem Papst Richtung Castel Gandolfo südlich der italienischen Hauptstadt abhebt, läuten die Kirchenglocken Roms. Rund eine viertel Stunde später wird er in seinem Sommersitz landen. Auch dort erwarten Benedikt geistliche und weltliche Würdenträger. Der letzte "öffentliche Akt" an diesem Tag, ein Gruß an die Gläubigen, ist für 17.30 Uhr von der Loggia des Palastes in Castel Gandolfo vorgesehen.

Beten nach dem Abendessen

Nach einem Abendessen wird er wohl in der Kapelle beten und die Anwesenden begrüßen, "alles mit großer Normalität", wie es heißt.

Um 20 Uhr stellt die Schweizer Garde ihren Dienst ein

Mit dem offiziellen Ende des Pontifikats um 20 Uhr stellt die Schweizer Garde ihren "öffentlichen Dienst" für Benedikt vor den Toren der Residenz ein. Und die vatikanische Gendarmerie übernimmt die Wache. "Die Sicherheit des Heiligen Vaters ist garantiert", sagt Vatikansprecher Federico Lombardi.

Abendgebete in der Heimat

Im seinem bayrischen Geburtsort Marktl wollen sich die Gläubigen am Abend zum Gebet versammeln, auch dort läuten die Kirchenglocken. In anderen deutschen Städten und Gemeinden sind Dankgottesdienste geplant. Bundeskanzlerin Angela Merkel will an einem Pontifikalamt in der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin teilnehmen.

Castel Gandolfo ist nur Übergangslösung

Etwa zwei Monate will Joseph Ratzinger in Castel Gandolfo bleiben, der Residenz der Päpste hoch über dem Albaner See. Dann kehrt er in ein umgebautes Kloster in den Vatikan zurück. Begleitet wird er von seinem Privatsekretär Georg Gänswein und vier Nonnen, die sich um den Haushalt kümmern.

Wie Benedikt seinen Lebensabend verbringen will

Künftig will Ratzinger beten, meditieren - und verborgen für die Welt weiterhin der Kirche nahe sein. Für sein Rentnerdasein in klösterlicher Ruhe, hat Vorgänger Johannes Paul II. gesorgt: Im Jahr 1992 ließ der in den vatikanischen Gärten das Klausurkloster Mater Ecclesiae bauen, in dem über die Jahre hinweg Schwestern verschiedener Orden aus aller Welt lebten und arbeiteten. Wenn Benedikt XVI. nach dem Abschluss einer derzeit laufenden Renovierung dort einzieht, tritt die ungewöhnliche Situation ein, dass ein neuer Papst und sein Vorgänger zeitgleich im Vatikan leben.

"Eure Heiligkeit" auch als Ex-Papst

"Emeritierter Papst" oder "Römischer emeritierter Pontifex" nennt er sich nach seinem Rücktritt. Weiterhin kann er auch mit "Eure Heiligkeit" angesprochen werden. Anders als bei gestorbenen Päpsten soll sein Fischerring nicht zerschlagen werden. "Wenn er sein Pontifikat aufgibt, wird er den Fischerring nicht mehr tragen und das Siegel wird ungültig gemacht", sagt Lombardi. Fortan werde Ratzinger einen "einfachen weißen Talar" anziehen, auch die roten Schuhe gehören der Vergangenheit an.

Wer die Macht im Vatikan übernimmt

Nach dem Rücktritt des Papsts wird Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone symbolisch die Hausmacht im Apostolischen Palast, in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo nahe Rom und im Lateranpalast, dem offiziellen Sitz des Papsts als Bischof der italienischen Hauptstadt, übernehmen. Zusammen mit drei weiteren Kardinälen, die per Los bestimmt werden und alle drei Tage wechseln, bildet er zudem eine sogenannte Sonderkongregation, von der die Kirche nach dem Rücktritt im Kern geleitet wird.

Die Aufgabe der einfachen Katholiken

Auch einfachen Katholiken in aller Welt kommt während der Sedisvakanz, der papstlosen Zeit, eine Aufgabe zu. Sie sind angehalten, für eine rasche, einmütige und segensreiche Wahl des neuen Papsts zu beten.

Das Konklave will sich bis Ostern entschieden haben

Die Kardinalsversammlung, die den neuen Pontifex wählen wird, wird wohl nicht vor Anfang nächster Woche in Rom zusammenkommen, um die Papst-Wahl vorzubereiten und über den Beginn des Konklaves zu entscheiden. Zur Versammlung eingeladen werden sie am Freitag, also am Tag nach Benedikts Abgang. Dieser hatte es den Purpurträgern in einem Schreiben zum Konklave freigestellt, die Papst-Wahl vorzuziehen, also nicht erst, bisherigen Regeln folgend, am 15. März zu beginnen. Bis zu den Osterfeiertagen Ende März soll der neue Pontifex dann feststehen.

nik mit Agenturen
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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