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Papst sucht neue Mitarbeiter: Passauer und Erfurter Bischöfe treten ab

In Deutschland sind zwei hohe Posten in der katholischen Kirche neu zu besetzen. Der Erfurter Bischof Wanke und der Passauer Bischof Schraml sind abgetreten.

In der katholischen Kirche in Deutschland sind zwei Bischofssitze vakant. Papst Benedikt XVI. nahm am Montag die Rücktrittsgesuche des Erfurter Bischofs Joachim Wanke und des Passauer Bischofs Wilhelm Schraml an, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Montag mitteilte. Bis wann die Nachfolge der beiden Bischöfe geklärt werden kann, ist noch offen.

Im Fall von Bischof Wanke wird der Rücktritt mit sofortiger Wirkung wirksam. Der 71-Jährige sehe sich wegen seiner bereits seit längerem bekannten Herzkrankheit in einer labilen gesundheitlichen Situation, die ihn an der Ausübung seines Bischofsamtes hindere, teilte sein Bistum mit. Wanke wurde 1980 vom damaligen Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt und leitete unter anderem mehrere Jahre die Pastoralkommission der Bischofskonferenz. Einer der Höhepunkte seiner Amtszeit war der Besuch von Papst Benedikt in seinem Bistum vor gut einem Jahr.

Schraml bleibt weiter im Bistum tätig

Anders als im Fall Wankes bleibt der Passauer Bischof Schraml vorerst noch in seinem Bistum tätig. Der Papst ernannte ihn zum Apostolischen Administrator, wodurch er die Geschäfte in seinem Bistum weiter führen kann. Schraml hatte dem Papst wie in diesem Alter üblich schon vor seinem 75. Geburtstag im Jahr 2010 seinen Rücktritt angeboten. Nach der Annahme dieses Rücktrittgesuchs kann nun in seinem Bistum die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen werden.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, würdigte Wanke für dessen Einsatz für die Katholiken in der ehemaligen DDR. Es sei diesem zu verdanken, dass diese sich in der Seelsorge gut aufgehoben gefühlt hätten. "Mit unermüdlicher Schaffenskraft hast Du Dich für die Verkündigung des Evangeliums eingesetzt und mit Deinen Ideen, geistlichen Worten, Dialogen und Wegweisungen Dein Bistum, die Deutsche Bischofskonferenz und die Kirche in Deutschland geprägt", erklärte Zollitsch.

kgi/DPA/AFP / DPA