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Papstbesuch: Papst Bendikt XVI. im Bundestag

Der Ablauf für den Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. steht fest. Er wird im September für vier Tage durch sein Heimatland reisen und dabei mehrere Gottesdienste abhalten. Auch eine Rede im Bundestag steht auf dem Programm.

Das Programm für den Staatsbesuch von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September in Deutschland steht. Große öffentliche Gottesdienste feiert der Papst in allen drei Diözesen, die er besuchen wird - in Berlin, Erfurt und Freiburg. Dort wird er nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz vom Dienstag auch übernachten. In Erfurt will das Oberhaupt der Katholischen Kirche mit höchsten Vertretern der Evangelischen Kirche Deutschlands zusammentreffen und einen ökumenischen Wortgottesdienst feiern.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue wird der Papst den Bundestag besuchen und dort eine Rede halten. Später ist vor dem Charlottenburger Schloss eine Heilige Messe geplant.

Nach Berechnungen des Berliner Erzbistums werden dort bis zu 40 000 Menschen Platz finden. "Es macht uns als Berliner Katholiken ein wenig stolz, dass der Heilige Vater als Nachfolger des Petrus in der deutschen Hauptstadt, die nicht katholisch geprägt ist, mit den höchsten Vertretern des Staates zusammentreffen und vor dem Deutschen Bundestag sprechen wird", sagte der Diözesanadministrator des Erzbistums, Weihbischof Matthias Heinrich.

Als wichtigen Meilenstein für die Katholiken in Ostdeutschland würdigte Erfurts Bischof Joachim Wanke das Besuchsprogramm. Dabei werde deutlich, dass es dem Papst nicht nur um die katholische Kirche gehe. Mit dem Besuch in Erfurt werde "der ökumenische Schwerpunkt an jenen Ort verlegt, an dem Martin Luther noch katholisch und Augustinermönch war", sagte Wanke. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte: "Ich bin überzeugt, dass die Reise einen belebenden Aufschwung in unsere Kirche und unser Land trägt."

Zum Programm des unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" stehenden Besuchs gehören auch Begegnungen mit Vertretern des Zentralrats der Juden, mit Repräsentanten des Islam und mit Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In den Gastbistümern der Papstreise wird am 16. Mai das Anmeldeverfahren für Tickets zu den Gottesdiensten starten. Die Website www.papst-in-deutschland.de der Deutschen Bischofskonferenz hält weitere Informationen zum Staatsbesuch bereit.

Papstgegner haben für den 22. September in Berlin eine Demonstration angekündigt. Sie wollen gegen die "menschenfeindliche" Sexualpolitik von Benedikt XVI. protestieren.

hw/DPA / DPA