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Nach Anschlägen von Paris: Vater eines Opfers verklagt Twitter, Facebook und Google

Ohne die sozialen Netzwerke Twitter, Facebook und Youtube hätten die Anschläge von Paris nicht zustande kommen können. Davon ist der Vater eines Terroropfers überzeugt. Deshalb legt er sich jetzt mit den drei Riesenkonzernen an.

Konbination der Logis von Twitter, Google und Facebook

Twitter, Google und Facebook: Mit den drei Riesenkonzernen will der Vater eines Anschlags-Opfers sich anlegen

Der Vater eines Opfers der November-Anschläge von Paris hat in den USA Klage gegen soziale Internet-Netzwerke eingereicht und wirft ihnen vor, den Extremisten eine Plattform für ihre Gewaltideologien und Rekrutierungen zu bieten. Reynaldo G., der Vater der getöteten US-Studentin Nohemi G., verklagte Facebook, Twitter sowie den YouTube-Mutterkonzern Google. Die Klage wurde in dieser Woche vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht.

Die Netzwerke hätten "wissentlich" den Aufstieg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt und somit zahlreiche Attentate möglich gemacht, hieß es in der Klage.

IS hat mehr als 70.000 Twitter-Accounts

Dazu zähle auch die Anschlagsserie vom November. Die 23-jährige Nohemi ist das einzige US-Opfer unter den 130 Toten. Sie hatte sich in dem Restaurant "La Belle Equipe" aufgehalten, als das Lokal angegriffen wurde.

Allein auf Twitter habe der IS im Dezember 2014 rund 70.000 Konten unterhalten, heißt es in der Klage, darunter mindestens "79 offizielle" Accounts, hieß es in der Klage. Damals habe die Miliz mindestens 90 Beiträge pro Minute abgesetzt. YouTube und Facebook würden ebenso umfangreich genutzt. Der Kläger fordert Schadenersatz in unbekannter Höhe. Eine erste Anhörung soll am 21. September in Oakland stattfinden. Die verklagten Unternehmen waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.


jen / AFP