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Sauberkeit und Ordnung: Pirmasens greift durch – Rauchverbot auf Spielplätzen, kein Alkohol in Parks und Grünanlagen

Mit neuen Regelungen will die Stadt Pirmasens für Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum sorgen. Am härtesten dürften die beschlossenen Regeln wohl Jugendliche treffen.

Ein Jugendlicher raucht auf einem Spielplatz

Gerade Jugendliche lieben es, sich in Parks oder auf Spielplätzen zu treffen und bei einem Bier oder einer Zigarette zu chillen. Wohin sie ausweichen sollen, lässt die Stadt offen.

Getty Images

Ganz am südwestlichen Rand Deutschlands befindet sich das rund 40.000 Einwohner starke Örtchen Pirmasens. Während es im 19. Jahrhundert als deutsche Schuhmetropole florierte, gehört es inzwischen zu den strukturschwachen Regionen des Landes. Möglicherweise hat sich das auch auf den Lebenswandel der Pirmasenser niedergeschlagen, denen nun ein saubereres Verhalten verordnet wird. Ab sofort darf zum Beispiel auf den Kinderspielplätzen der Stadt nicht mehr geraucht werden, was einerseits die Anlagen schonen und andererseits die Kinder davor bewahren soll, sich Überreste in den Mund zu stecken. Zudem soll ihnen erspart werden, passiv mitzurauchen.

Alkohol = Glas = verboten

Doch dabei wird es nicht belassen, wie "Die Rheinpfalz" berichtet. Der Stadtrat habe sich dafür ausgesprochen, auch Schulspielplätze in die Satzung aufzunehmen, da es dort immer wieder zu Verschmutzungen und Vandalismus gekommen sei.

Wer im Sommer draußen bei einem Bierchen oder einem Glas Wein den Sonnenuntergang genießen möchte, muss sich zukünftig dafür einen anderen Ort als Parks, Grünanlagen und Spielplätze suchen. Denn nicht nur Glasbehälter werden an diesen Orten grundsätzlich verboten, auch Alkohol darf lediglich in dafür zugelassenen "Freischänken" konsumiert werden. Bei Zuwiderhandlung drohen betrunkenen oder anderweitig berauschten Personen Platzverweise oder gar eine Geldstrafe.

Hund = Leine

Als wären das noch nicht genug Erziehungsmaßnahmen, geht es auch den Hunden an den Kragen, im wahrsten Sinne. Denn Schluss ist mit dem Vergnügen einer Flexi-Leine, bei der ein Hund auch mal bis zu zehn Meter vom Herrchen oder Frauchen wegsprinten kann, ab sofort ist kein Zentimeter mehr als 1,5 Meter erlaubt. Der Grund für diese "Bei Fuß!"-Verordnung erschließt sich nicht unmittelbar. Als Ausgleich schweben der Verwaltung Freilaufflächen vor, markierte Abschnitte in Parks etwa. Zwei oder gar drei dieser Bereiche soll es für die Vierbeiner der Stadt geben, so Bürgermeister Markus Zwick (CDU).

Quelle: "Die Rheinpfalz"

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