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Identität bestätigt: Polizei: Vermisste Polizeischülerin beging offenbar Suizid

Seit fast einer Woche wurde die Hamburger Polizeischülerin Maxime L. vermisst. Die Suche konzentrierte sich auf den Sachsenwald östlich der Stadt - dort fand die Polizei eine Frauenleiche. Nun haben die Beamten bestätigt: "Sie ist es".

Polizeischülerin

Die 22-jährige Maxime L. war nicht zum Dienst erschienen und wurde seitdem vermisst

Die seit Tagen vermisste Hamburger Polizeischülerin hat sich nach Erkenntnissen der Ermittler das Leben genommen. "Wir gehen von Suizid aus", sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin nach dem Fund einer Frauenleiche im Sachsenwald bei Aumühle, östlich von Hamburg. Die Tote sollte zur offiziellen Klärung der Identität ins Institut für Rechtsmedizin gebracht werden. Der Sprecher sagte aber bereits: "Sie ist es." Bei der 22-Jährigen sei auch die Dienstwaffe gefunden worden.

Seit vergangener Woche suchte die Polizei intensiv nach der 22-Jährigen. Die aus Schleswig-Holstein stammende Frau arbeitete als Auszubildende bei der Polizei Hamburg und galt dort als zuverlässige Kollegin. Am Mittwoch hatte sich Maxime L. krank gemeldet, einen Tag später wurde sie vermisst gemeldet. Die Suche konzentrierte sich auf den Sachsenwald in Schleswig-Holstein, da die 22-Jährige zuletzt dort gesehen worden war.

Maxime L. wurde zuletzt an S-Bahnhof gesehen

Am Montag hatte die Polizei ein zweites Foto der Vermissten herausgegeben. Das Bild aus einer Überwachungskamera zeigt Maxime L. am vergangenen Mittwoch um 8.56 Uhr am S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf, teilte die Polizei mit.

Die Beamtin habe sich kurz im Bahnhofsbereich aufgehalten und sei wenig später wieder in eine S-Bahn eingestiegen. Am Bahnhof Aumühle sei sie gegen 9.15 Uhr wieder ausgestiegen. Die junge Frau trug den Angaben zufolge eine dunkle enge Hose, eine dunkle Jacke, einen hellen Wollschal und einen schwarzen Rucksack der Marke "Adidas".

Nach Informationen des "Hamburger Abendblatt" war die 22-Jährige eine Polizeischülerin für den Mittleren Dienst, die ein Praktikum in einem Polizeikommissariat absolvierte.


Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

kis/amt