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Posse in Israel: Die verbotene Liebschaft von Netanjahu Jr.

Der 23-jährige Sohn von Benjamin Netanjahu turtelt mit einer Norwegerin. Das Problem: Die Angebetete ist keine Jüdin. Wie eine Lovestory zur Staatsposse wird.

Erst plauderte er offen über die Schwärmerei - nun er hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die Liebesgeschichte zwischen seinem Sohn und einer norwegischen Studentin dementiert

Erst plauderte er offen über die Schwärmerei - nun er hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die Liebesgeschichte zwischen seinem Sohn und einer norwegischen Studentin dementiert

Es klingt nach einer harmlosen Liebesgeschichte: Der 23-jährige Jair Netanjahu findet Gefallen an der zwei Jahre älteren Sandra Leikanger. Er ist Israeli, sie Norwegerin. Ein Foto zeigt die beiden, sie präsentieren ihr schönstes Zahnpastalächeln, wirken glücklich verliebt. Das freut sogar Jair's Vater Benjamin. Der israelische Premierminster berichtet während des Weltwirtschaftsforums in Davos stolz seiner norwegischen Amtskollegin von der interkulturellen Lovestory. Was er dabei vergisst: Die hübsche Sandra ist nicht jüdisch - und das ist in Israel für viele ein Unding.

Nachdem die norwegische Zeitung "Dagen" die Geschichte publik gemacht hatte, polterten religiöse Hardliner und forderten von Netanjahu Senior Konsequenzen. "Das ist ein großes Problem", sagte der Abgeordnete Nissim Seev der ultraorthodoxen Schas-Partei am Sonntag der Zeitung "Jerusalem Post". Netanjahu müsse als Regierungschef "nationale Verantwortung zeigen". Die extremistische Organisation Lehava, die eine "Assimilierung im Heiligen Land" verhindern will, rief Netanjahu gar auf, seinem Sohn die Beziehung zu der Studentin zu verbieten. Andernfalls würden die Enkel des Regierungschefs "nicht jüdisch sein", erklärte Lehava-Chef Benzi Gopschtain auf Facebook.

Für Netanjahu war der Druck nun offenbar so groß, dass er dazu Stellung bezogen hat: Sein Sohn und die Norwegerin seien gar kein Paar, sondern studierten lediglich zusammen, sagte der Premier dem TV-Sender Channel 10. Damit stellte sich der Vater öffentlich gegen die Liebelei seines Sohnes - obwohl er selbst drei Jahre lang mit einer nicht-jüdischen Frau verheiratet war.

she/AFP / AFP
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