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Prostitution: Polizei-Kontrollen in Flatrate-Bordellen

Bundesweite Razzia in Bordellen: Die Polizei hat in vier Städten Prostituierte und Kunden in Lusthäusern kontrolliert, wo es Sex zum sogenannten Flatrate-Tarif gibt. Anlass des Einsatzes waren unter anderem angebliche "hygienische Missstände".

Polizei und Justiz erhöhen den Druck auf die Betreiber sogenannter Flatrate-Bordelle. Mehrere hundert Beamte haben Flatrate-Bordelle in vier deutschen Städten durchsucht. Kontrolliert wurden sämtliche Mitarbeiter, Prostituierte und Kunden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen mitteilte.

Betroffen waren Bordelle in Fellbach bei Stuttgart, Heidelberg, Schönefeld bei Berlin und Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Die Aktion beruhe auf dem Verdacht, dass die Bordellbetreiber Beiträge zur Sozialversicherung hinterzogen haben und ohne Genehmigung ausländische Prostituierte beschäftigen.

An der Aktion waren den Angaben zufolge die Polizei, Staatsanwaltschaften, der Zoll sowie andere Überwachungsbehörden beteiligt. Auch die Gaststätten-, Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht schickten Beamte. Sie gingen konkreten Hinweisen nach, nach denen es in den Bordellen hygienische Missstände geben soll. Die Polizei in Waiblingen koordinierte die Durchsuchungen.

Flatrate-Bordelle sind seit Anfang Juli in der politischen Diskussion. Politiker wollen die Einrichtungen verbieten. Die Bordellbetreiber werben mit Sex nach Belieben zum Festpreis.

DPA / DPA