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Auktion in Köln: Putin-Puppe annektiert Krim - zu Walzermusik

18.000 Euro ist das Anfangsgebot für eine Putin-Puppe. Ein Kölner Auktionshaus versteigert den Puppenautomaten, der den russischen Präsidenten bei der Krim-Annektion zeigt. Mit Musik.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Geschaffen hat den schreibenden Putin der bekannte Schweizer Puppenbauer Christian Bailly

Geschaffen hat den schreibenden Putin der bekannte Schweizer Puppenbauer Christian Bailly

Während sich das poltische Feuilleton und Verschwörungstheoretiker über Putins Politik streiten, zeigt "das Volk" seine Haltung auf seine Weise: mit T-Shirts, Dartscheiben, Kaffeetassen, Kühlschrankmagneten oder auch Puppen. Der Puppenautomat "Portrait von Präsident Vladimir Putin" des Schweizer Puppenconnaisseurs Christian Bailly hat allerdings seinen Preis.

Mit 18.000 Euro geht das 51 Zentimeter hohe Figürchen, das dem Klassiker "Pierrot Ecrivain" von Gustave Vichy aus den 1890ern nachempfunden ist, Mitte November in die Auktion bei Beker in Köln.

Baillys Puppe zeigt den russischen Präsidenten, wie er am 18. März 2014 den Vertrag über die Eingliederung der Republik Krim in die Russische Föderation unterzeichnet. "Charakterkopf aus Gips, blaue Glasaugen, modelliertes Haar, an einem Schreibtisch aus Rosenholz mit Schreibfeder und batteriebetriebener Petroleumlampe aus Messing, bekleidet mit blauem Wollanzug, gepunkteter Krawatte und handgenähten Lederschuhen, Korpus mit Federwerkmotor, Mechanik und Walzenspielwerk, farbig gestempelt mit 'Olympia' mit 'C.B.'-Messingschlüssel", so die Beschreibung. Ein Video dazu gibt es auch, in dem der flotte Walzer zu hören ist, zu dem Putin die Feder schwingt.

In der Beschreibung heißt es weiter: "Präsident Putin sitzt an seinem Schreibtisch und schaut konzentriert auf das Dokument. Seine rechte Hand bewegt sich mit schreibenden Bewegungen über das Papier. Offenbar von den Anstrengungen ermüdet, sinkt sein Kopf nach vorne, das Lampenlicht wird schwach, und er nickt leicht ein. Aufwachend dreht Putin das Licht wieder hoch und schreibt weiter an dem Vertrag". Und dann: "Ein höchst aktueller Automat zu einem bedeutenden politischen Ereignis!"

Oder wollen Sie doch lieber den Putin-als-Bär-Magneten für 2,70 Euro ?

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