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Urteil zu Halle-Attentat Reaktionen: "Die Stimmen der Opfer sind gehört worden"

Sehen Sie im Video Reaktionen auf das Urteil im Prozess zum Halle-Attentat.


HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Max Privorozki, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Halle: "Naja, nun gut, also eigentlich es war zu erwarten, dass diese Urteil kommt. Ich muss allgemein sagen, dass ich war zweimal in Magdeburg bei den Verhandlungen bzw. als Zeuge ausgesagt. Und bei dem am Abschlussplädoyer meines Rechtsanwalts. Ich habe auch ein Statement dort gesagt. Ich muss sagen, dass das Gericht hat sehr souverän den Prozess geführt und die Vorsitzende Richterin hat wirklich mit Fingerspitzengefühl die gesamte Zeit die schwierige Aufgabe sehr gut gemeistert." O-Ton Edgar Franke (SPD), Opferbeauftragter der Bundesregierung: "Dieser Prozess war ein besonderer Prozess für mich als Opferbeauftragter. Vor allen Dingen deshalb, weil die Stimme der Opfer gehört worden sind, weil die Opfer ernst genommen worden sind mit ihren Sorgen, mit ihren Nöten, weil die Opferperspektive wichtig war für das Gericht." O-Ton Cem Özdemir (GRÜNE): " Ich begrüße es sehr, dass das Gericht heute ein klares Urteil gesprochen hat. Die Höchststrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Das ist das, was dem Rechtsstaat möglich ist als Sanktion. Damit ist das Gericht bis an die Grenzen dessen gegangen, was geht. Klar ist, dieses Urteil bringt weder die Toten zurück, noch mindert es den Schmerz der Hinterbliebenen. Aber es zeigt, auf welcher Seite der Rechtsstaat steht. Ich will mich ausdrücklich bedanken auch bei den Vertretern der Nebenklage, die mit dazu beigetragen haben, dass in diesem Prozess die Opfer im Mittelpunkt gestanden sind und nicht der Täter."
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Im Prozess zum Anschlag von Halle ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Danach gab es viele positive Urteile über den Prozess und das Urteil.

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