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Reformbewegung "Wir sind Kirche": "Nicht einmal ein kleines Wort des Mitgefühls" vom Papst

Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat sich enttäuscht gezeigt, dass sich Papst Benedikt XVI. auch beim Angelus-Gebet am Sonntag nicht zu den jüngsten Missbrauchsfällen geäußert hat.

Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat sich enttäuscht gezeigt, dass sich Papst Benedikt XVI. auch beim Angelus-Gebet am Sonntag nicht zu den jüngsten Missbrauchsfällen geäußert hat. "Viele kirchentreue Katholiken bedauern es, dass Benedikt XVI. nicht einmal ein kleines Wort des Mitgefühls geäußert hat", sagte Vorstandsmitglied Christian Weisner der Münchner Zeitung "tz" (Montagausgabe). Offenbar habe das Kirchenoberhaupt "das wahre Ausmaß der Verunsicherung nicht wahrgenommen".

Weisner wies auch die Äußerungen von Vatikan-Sprecher Federico Lombardi vom Samstag zurück, in denen dieser Kritik als persönliche Attacken gegen den Papst bewertet hatte. "Das ist die denkbar schlechteste Kommunikationsstrategie", wird der Sprecher der Reformbewegung zitiert. Schließlich könne man "auch aus Liebe zur Kirche heraus kritisieren", argumentierte Weisner.

APN / APN