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Rückblick 2010 - Geschichten, die das Jahr schrieb: Chiles gebrochene Helden

Millionen fieberten mit den verschütteten Kumpels mit, die in Chile unter Tage gefangen waren. Ihre Rettung wurde gefeiert, doch die Helden haben noch immer mit ihren Erlebnissen zu kämpfen.

Von Andreas Albes

So richtig konnte sich wohl niemand im Camp der Angehörigen und Journalisten vorstellen, was sich im eingestürzten Schacht der Mine von San Jose abspielte. 700 Meter unter der staubigen Erde der Atacama-Wüste warteten die 33 verschütteten Bergleute in Finsternis bei Temperaturen von 35 Grad auf ihre Rettung - wochenlang. Währenddessen wuchs über ihnen die Zahl der Kameraleute und Reporter von Tag zu Tag auf mehr als 1000 an.

Zelte wurden aufgebaut, Wohnwagen und Dixi-Klos angekarrt. Mit jeder Minute, in der die Bergung der chilenischen "Mineros" näher rückte, stieg die Stimmung. Auch bei den Familien. Südamerikanische Popstars kamen, gaben Konzerte und Autogramme, Clowns hielten die Kinder bei Laune. Das chilenische Fernsehen ließ Verwandte der Verschütteten in der Sendung "Wer wird Millionär?" auftreten. Dessous-Firmen schickten Vertreter ins Camp, die den wartenden Frauen Höschen und BHs schenkten. Das erste Wiedersehen sollte auch erotisch unvergesslich werden.

Perfektes Happy End?

Vor allem die regelmäßigen Video-Botschaften der Gefangenen befeuerten die Euphorie. In den kurzen Filmchen präsentierten sich die Kumpel in bester Laune. Ihr Anführer Mario Sepulveda war der Star. Mit seinen lockeren Sprüchen in die Kamera brachte er es zu weltweiter Berühmtheit. "Supermario" titelten die Zeitungen.

Der Tag der Rettung kam Mitte Oktober. Und wie erhofft wurden alle Eingeschlossenen bei bester körperlicher Gesundheit geborgen. Von Grönland bis Australien konnten Fernsehzuschauer die Szenen live miterleben. Es schien, als würde das Happening aus dem Camp, dem irgendwer den Namen "Esperanza" (Hoffnung) gegeben hatte, ewig weitergehen. Sogar über eine TV-Karriere von Mario Sepulveda wurde spekuliert. Die chilenische Regierung organisierte Empfänge und ehrte ihre Helden. Die "33" waren nun das Symbol der Stärke eines ganzen Landes. Nichts sollte den Eindruck eines perfekten Happy Ends zerstören.

Verängstigt und in sich gekehrt

Doch in den 69 Tagen Gefangenschaft hatten sich die Welten derer da unten und jener da oben weit voneinander entfernt. Die wenigen Bergarbeiter, die nach ihrer Rettung überhaupt bereit waren, öffentlich zu reden, kehrten als verängstigte, in sich gekehrte Männer zurück. "Supermario" Sepulveda gehörte gar zu jenen, die am längsten im Krankenhaus behandelt werden mussten. Er war zusammengebrochen und reagierte aggressiv auf Ärzte und Schwestern. Schwere Depressionen diagnostizierten die Mediziner und verschrieben ihm Medikamente, die seinen Geist ruhig stellten. So ging es vielen Mineros. Kaum einer war in der Lage, länger als zwei Stunden am Stück zu schlafen.

Die Männer hofften, wenigstens im Kreis ihrer Familien Verständnis und Kraft zu finden, um den 69 Tage dauernden Albtraum hinter sich zulassen. Doch auch in vielen Familien gab es Streit. Die Angehörigen wollten oder konnten nicht verstehen, warum Chiles neue Nationalhelden ihren Ruhm nicht einfach genossen und ihre Bekanntheit mit Fernsehauftritten in Reichtum verwandelten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.