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Sachsen-Anhalt Altenpflegerinnen füllen zu heißes Wasser in Badewanne - Mann stirbt

Pflegeheim
Die Staatsanwaltschaft in Halle ermittelt gegen die Mitarbeiterinnen eines Pflegeheims in Sachsen-Anhalt (Symbolbild)
© Arno Burgi/DPA
Das Wasser in der Wanne war zu heiß, ein Mann starb. Haben zwei Altenpflegerinnen den Tod eines Patienten in Kauf genommen oder sogar herbeigeführt? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Nach einem Todesfall in einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle gegen zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung. Sie sollen einen 79 Jahre alten Mann in einer mit zu heißem Wasser gefüllten Badewanne allein gelassen haben, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" am Mittwoch berichtete. Der dabei verbrühte Heimbewohner starb demnach am Montag. Den 49 und 53 Jahre alten Frauen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Der Vorfall ereignete sich bereits vor gut einer Woche in Beyernaumburg in der Einheitsgemeinde Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Beschuldigten sollen das Wasser angestellt und dann den Raum verlassen haben. Als sie die zu hohe Temperatur bemerkten, holten sie den Senior mit einem Lift aus der Spezialwanne und legten ihn in Decken gewickelt in sein Bett. Der Staatsanwaltschaft zufolge war der Mann nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und konnte nicht mehr sprechen.

Verbrühungen als Todesursache?

Die Behörde ordnete eine Sektion der Leiche an. Es soll geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Verbrühungen und dem Tod des Manns besteht. Dies sei "aber sehr naheliegend", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Zeitung. Der Betreiber des Heims entließ die Mitarbeiterinnen inzwischen.

feh AFP

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