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Sachsen-Anhalt: Schüler als "Döner-Ali" verunglimpft

Die rassistische Hetze an der Sekundarschule in Parey (Sachsen-Anhalt) war - anders als von der Schulleiterin behauptet - offenbar kein Einzelfall: Ein libanesischer Schüler wurde 2005 beleidigt und misshandelt.

Die antisemitische Demütigung eines Schülers an einer Sekundarschule in Parey (Jerichower Land) ist kein Einzelfall. Entgegen der Behauptung der Schulleiterin hat es bereits im Jahr 2005 Übergriffe auf einen libanesischen Mitschüler gegeben, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Der Junge sei nach Angaben des Verfassungsschutzes mehrfach als "Döner-Ali" gedemütigt worden, bevor ihm vor der Schule eine brennende Zigarette am Hals ausgedrückt wurde.

An der Schule hatten drei rechtsgerichtete Schüler einen 16-jährigen, linksgerichteten Mitschüler am Donnerstag gezwungen, ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin im Ort das größte Schwein, ich lass mich nur mit Juden ein" zu tragen.

DPA / DPA
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