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Tragödie in Thüringen: "Spring schon" - Anwohner feuern 17-jährigen Flüchtling beim Suizid an

Im thüringischen Schmölln hat sich ein jugendlicher Flüchtling in den Tod gestürzt. Anwohner sollen den Somalier dabei aufgefordert haben zu springen, zudem filmten sie die Tragödie. 

Plattenbau

Der Somalier stürzte sich aus einen Plattenbau in Schmölln (Symbolbild)

In der Kleinstadt Schmölln in Thüringen ist es am Freitagnachmittag zu einer Tragödie gekommen. Ein mutmaßlich 17-jähriger Flüchtling hat sich aus dem Fenster im 5. Stock seiner Unterkunft in den Tod gestürzt. Der Somalier wurde noch in ein Krankenhaus eingeliefert, starb aber kurze Zeit später an seinen inneren Verletzungen.

Rund eine Stunde versuchten Polizei und Feuerwehr, den Jugendlichen von seinem Vorhaben abzuhalten. In dieser Zeit sollen sich Anwohner versammelt haben, die das Geschehen filmten und fotografierten. Außerdem sollen sie den jungem Somalier aufgefordert haben zu springen. Davon berichtete zuerst der "MDR" auf Twitter:


Zutiefst schockiert

"Wir sind alle über das Geschehen zutiefst schockiert und können das Geschehen noch nicht fassen“, sagte Vizelandrat Matthias Bergmann auf einer am Samstagvormittag einberufenen Pressekonferenz laut "Leipziger Volkszeitung". An der Pressekonferenz nahmen auch Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade, der Jugendamtsleiter des Landratsamtes, Dirk Nowosatko, sowie der Geschäftsführer des Meuselwitzer Bildungszentrums (MBZ), David Hirsch teil. Das MBZ betreibt in Schmölln die Unterkunft für so genannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, in der es am Freitag gegen 15 Uhr zu der Tragödie kam.

Jugendamtsleiter Nowosatko schilderte den dramatischen Verlauf des fehl geschlagenen Rettungsversuchs: "Der Notarzt sowie eine Betreuerin waren in seinem Zimmer, in dem er einzeln untergebracht war, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Aber er ließ sie nur bis auf ein paar Meter Abstand heran und drohte immer wieder, in die Tiefe zu springen.“ Auch die herbei geeilten Rettungs- und Hilfsdienste auf der Straße versuchten, den jungen Mann von seinem Vorhaben abzubringen. Die Feuerwehr Schmölln hatte zudem ein Sprungtuch ausgebreitet.

Helfer reden eine Stunde lang mit dem Lebensmüden

Das rund einstündige Ringen um das Leben des jungen Mannes verfolgten zudem eine ganze Reihe von Schaulustigen inmitten des Plattenbaugebiets. Was Bürgermeister Sven Schrade besonders schockierte: Es sollen sogar Rufe laut geworden sein zu springen. "Das ist ein unglaublicher Akt, den man nur zutiefst verurteilen kann", sagte Schrade. Auch in diversen sozialen Medien tauchten kurz nach der Tragödie schon Fotos auf, die den jungen Mann auf dem Fensterbrett sitzend zeigen. "Dagegen werden wir mit aller Konsequenz vorgehen", kündigte der ebenso fassungslose Jugendamtsleiter an. Doch die Bemühungen um den Jugendlichen nutzten nichts. Der Somalier stürzte sich in die Tiefe direkt neben das Sprungtuch.

Der Jugendliche litt nach seiner beschwerlichen Flucht über viele Stationen unter schweren psychischen Problemen und hatte bereits einige Aufenthalte in der Psychatrie hinter sich. Erst am Donnerstag war er wieder entlassen worden, nachdem er zuvor in der Unterkunft randaliert hatte.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

tis mit Agenturen
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.