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Schüsse auf Autokorso: Gefährliche Jubelfahrten nach deutschem WM-Sieg

Bei dem Riesenjubel nach dem deutschen WM-Achtelfinalsieg gegen England (4:1) sind am Sonntagabend bei einem Autokorso in Bremerhaven zwei Menschen durch Schüsse verletzt worden. Auch in NRW kam es zu Zwischenfällen mit jubelnden Fans.

Bei dem Riesenjubel nach dem deutschen WM-Achtelfinalsieg gegen England (4:1) sind am Sonntagabend bei einem Autokorso in Bremerhaven zwei Menschen durch Schüsse verletzt worden. Eine 21-Jährige und ein 19-Jähriger erlitten nach Polizeiangaben vom Montag durch die Projektile aus einer Luftdruckwaffe leichte Verletzungen. Die junge Frau habe zudem einen Schock. Woher die Schüsse um kurz nach 18.00 Uhr abgefeuert wurden, war zunächst unklar. Es sei nicht auszuschließen, dass aus umliegenden Wohnungen geschossen wurde. Die Fahnder hoffen nun auf Zeugenaussagen.

Bei zwei Autounfällen sind am Sonntag in Nordrhein-Westfalen zehn feiernde Fußballfans verletzt worden. In Mülheim an der Ruhr trugen zwei 16-Jährige nach Polizeiangaben vom Montag schwere Blessuren davon, als sie bei einem Zusammenstoß während der Jubelfahrt aus einem Cabrio geschleudert wurden. Nach ersten Erkenntnissen hatten die jungen Männer bei der Kollision mit einem weiteren Pkw hinten auf dem Cabrio gesessen.

In Mönchengladbach wurden acht Menschen bei einem Auffahrunfall in einem Autokorso leicht verletzt. Eine 21-jährige Fahrerin war laut Polizei mit ihrem Wagen gegen das vorausfahrende Auto geprallt. Dabei wurden vier Wagen ineinandergeschoben.

Angesichts der Unfälle riet die Polizei erneut allen Autofahrern zu vorsichtiger Fahrweise bei Jubelfeiern auf der Straße. Die Autoinsassen sollten angeschnallt bleiben und sich keinesfalls weit aus dem Fenster lehnen. Auch das Schwenken großformatiger Flaggen während der Fahrt sei höchst gefährlich, da Fahrern damit die Sicht versperrt werde.

DPA/AFP / DPA
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