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Schulleistungsvergleich: Ostdeutsche Schüler in Naturwissenschaften Spitze

Beim jüngsten Schulleistungsvergleich siegt der Osten. In Mathe zum Beispiel sind sächsische Neuntklässler ihren Altersgenossen aus Bremen um gleich zwei Schuljahre voraus.

Nach dem überragenden Abschneiden ostdeutscher Schüler beim Leistungsvergleich in Mathematik und Naturwissenschaften wollen die Länder bei der Lehrerausbildung mehr voreinander lernen. Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Stephan Dorgerloh (SPD/Sachsen-Anhalt), kündigte am Freitag in Berlin eine bessere Zusammenarbeit an. Der Studie zufolge haben 15 Prozent der Lehrer, die heute an den Schulen Mathematik unterrichten, dieses Fach gar nicht studiert - sieht man von den Gymnasien ab.

Bei dem Test erzielten die Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus allen fünf neuen Bundesländern Bestwerte sowohl in Mathematik als auch in Biologie, Chemie und Physik. Von den Westländern konnten dagegen nur Bayern und Rheinland-Pfalz in der Spitzengruppe mithalten. Schlusslichter sind Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. An dem neuen Schultest hatten sich über 44.000 Schüler aller Schulformen beteiligt. Unter den 1300 untersuchten Schulen waren auch 60 Sonderschulen.

Der Berliner Schulforscher Hans Anand Pant sagte, Mathematik und Naturwissenschaften seien schon zu DDR-Zeiten in den Schulen stets mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht worden. Der Großteil der heute in den neuen Ländern unterrichtenden Mathe-Lehrer sei noch in der DDR ausgebildet worden. Zudem gebe es unabhängig vom Stundenplan an den ostdeutschen Schulen mehr naturwissenschaftlichen Unterricht. Vielfach böten Lehrer freiwillig Zusatzkurse oder Arbeitsgruppen an.

"Gute und schlechte Schulen"

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos), die zu DDR-Zeiten 13 Jahre als Chemielehrerin gearbeitet hatte, sagte: "Wir hatten vor allem eine praxisnahe Ausbildung während des Studiums - mit vielen Praktika und Einsätzen in der Schule." Dorgerloh ergänzte, viele Lehrer hätten sich in der DDR mit dem naturwissenschaftlichen Unterricht "eine Art Nische gebaut".

Sachsen führt in allen vier Fächern die Leistungstabelle an. In Mathematik sind sächsische Schüler in der 9. Klasse ihren Altersgenossen aus Bremen rund zwei Schuljahre voraus. In der Physik liegt der Lernabstand zwischen dem Spitzenreiter Sachsen und dem Schlusslicht Nordrhein-Westfalen ebenfalls bei rund zwei Jahre.

Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen (SPD) warnte vor einem "reinen Starren auf das Länderranking". In allen Ländern gebe es gute und schlechte Schulen. Man müsse noch mehr voneinander lernen und positive Beispiele herausstellen.

Die Studie zeigt erneut die extrem hohe Abhängigkeit von Schulerfolg und sozialer Herkunft: Kinder von Akademikern haben in der 9. Schulklasse im Bundesschnitt einen Wissens- und Leistungsvorsprung von fast drei Schuljahren gegenüber Gleichaltrigen aus Arbeiterfamilien.

Altes Voruteil belegt

Bei der Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten gibt es allerdings große Länderunterschiede. In den Naturwissenschaften fallen laut Studie besonders Rheinland-Pfalz (Physik) und Sachsen (Biologie) positiv auf, während die Abhängigkeit von Herkunft und Schulerfolg besonders in Hamburg und Bremen überdeutlich wird. In Brandenburg fällt ein besonders hoher Abstand zwischen Akademiker- und Arbeiterkindern auf.

Kinder, deren Eltern in Deutschland geboren wurden, zeigten in allen untersuchten Fächern bessere Leistungen als Schüler mit Migrationshintergrund. Dabei gibt es große Unterschiede je nach Herkunftsland. Während Schüler, deren Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind, deutlich höhere Werte erzielten, hatten türkische Jugendliche die schlechtesten Kompetenzwerte.

Die Studie belegt zudem das alte Vorurteil, dass in Mathematik die Jungen besser abscheiden als die Mädchen. In Biologie ist es genau umgekehrt. Zudem sind Jungen viel mehr von ihren Leistungen überzeugt und schätzen sich besser ein, als sie es tatsächlich sind. Mädchen unterschätzen dagegen in den Naturwissenschaften ihr Leistungsvermögen.

vim/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.