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Gericht in der Schweiz: Untreuer Ehemann fliegt durch E-Mails auf - Ehefrau wird verurteilt

Damit hatte sie wohl nicht gerechnet: Eine Frau in der Schweiz hat einem Medienbericht zufolge die E-Mails ihres Mannes gelesen, dabei entdeckt, dass dieser mehrere Affären hatte - und ist nun dafür bestraft worden.

E-Mail-Verschlüsselung

Geheime E-Mails wurden einem untreuen Ehemann in der Schweiz zum Verhängnis - und seiner Frau auch

Erst betrogen und dann auch noch bestraft: Eine Frau aus Bremergarten im Schweizer Kanton Aargau ist einem Medienbericht zufolge vom Bezirksgericht der Kleinstadt verurteilt worden, nachdem sie in den E-Mails ihres Mannes Beweise für dessen Untreue entdeckt hatte.

Frau stößt auf neuen Mail-Account

Das Ehepaar nutzte einen gemeinsamen Computer und pflegte daher einen offenen Umgang mit persönlichen Daten, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Die Passwörter für die getrennten E-Mail-Zugänge hätten die Partner für den Fall des Vergessens auf Kärtchen notiert, die für beide zugänglich in der Wohnung aufbewahrt worden seien.

Eines Tages habe die Ehefrau festgestellt, dass ihr Mann ein neues, mit seinem alten Passwort gesichertes E-Mail-Konto eingerichtet hatte und sich dort eingeloggt, berichtet das Blatt. Beim Überprüfen seines Mailverkehrs habe sie dann entdeckt, dass Ihr Partner sie betrog.

"Er stand bereits über längere Zeit mit mehreren Frauen in Kontakt", erzählte die Angeklagte demnach vor Gericht. "Ich habe ihn mit seinen Affären konfrontiert, worauf er relativ rasch aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist."

Ertappter Gatte zeigt seine Frau an

Die Bespitzelung durch seine Gattin wollte sich der Mann allerdings nicht gefallen lassen. Er erstattete Anzeige wegen mehrfachem unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem.

Das Amtsgericht Bremergarten verurteilte die Angeklagte der Zeitung zufolge nun zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 1300 Euro, die erlassen wird, sollte sich die Frau in den nächsten zwei Jahren nichts zuschulden kommen lassen. Außerdem muss sie eine Geldbuße von knapp 260 Euro zahlen.

In seiner Begründung wies der Richter demnach darauf hin, dass normal gesicherte Daten geschützt seien. Durch das ungefragte Eindringen ins E-Mail-Konto ihres Mannes habe sich die Beschuldigte strafbar gemacht. "Die Unvorsichtigkeit ihres Ehemannes hat sie ausgenützt", zitiert die Zeitung den Richter, "wobei sie nur minimale kriminelle Energie an den Tag legen musste. Denn der Zugriff auf das besagte Konto wurde der Beschuldigten leicht gemacht."

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mad
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