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Schwere Vorwürfe: Anwalt zweifelt an belastenden Geheimakten über Mixa

Der Streit um den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa ebbt nicht ab. Der Anwalt des Geistlichen, Gerhard Decker, kritisierte am Montag Berichte über ein seinen Mandanten schwer belastendes Dossier.

Der Streit um den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa ebbt nicht ab. Der Anwalt des Geistlichen, Gerhard Decker, kritisierte am Montag Berichte über ein seinen Mandanten schwer belastendes Dossier. Die rund drei Dutzend Seiten umfassende Akte enthält nach Medienberichten unter anderem Vorwürfe, Mixa sei alkoholkrank und leide unter einer massiven Beeinträchtigung der Arbeits- und Wahrnehmungsfähigkeit. Zudem seil darin auch die Rede von sexuellen Übergriffen auf junge Priester.

Die österreichische Internetseite kath.net zitiert eine Stellungnahme Deckers, in der dieser die Quellen und Berichte als "nebulös" kritisiert. Sein Mandant könne und wolle sich nicht zum "angeblichen Inhalt ihm nicht bekannter 'Dossiers' und 'Geheimakten' äußern", heißt es darin weiter.

"Ich halte es mit den Grundsätzen des Rechtsstaats für unvereinbar, sich auf angebliche Quellen zu berufen, die niemand nachprüfen kann, auch nicht die unmittelbar davon Betroffenen", wird Decker zitiert. Er halte es für unwahrscheinlich, dass Teile der Presse Zugang zum Archiv des Vatikans oder des päpstlichen Nuntius hätten. Der Vatikan äußerte sich am Montag auf Anfrage nicht näher zu den Gründen für die Annahme von Mixas Rücktrittsgesuch und verwies lediglich auf die Regelung, dass ein Bischof wegen Krankheit oder anderer schwerwiegender Gründe zurücktreten könne, bevor er 75 werde.

Dem Bayerischen Rundfunk sagte Anwalt Decker: "Wir hatten schon mal die Erfahrung gemacht, mit diesem Missbrauchsverdacht, der dann eingestellt worden ist, dass hier völlig nebulöse Quellen zitiert werden, die sich dann hinterher als Luftblase herausgestellt haben. Als Missverständnis. Keiner wollte so etwas gesagt haben." Er und sein Mandant wollten jetzt einmal konkret wissen, "wer behauptet was, über welches Ereignis, das sich wann ereignet hat." Dann werde man konkret Stellung nehmen.

Den Medienberichten zufolge sollen engste Mitarbeiter Mixas Alltag als den eines schwer alkoholkranken Mannes geschildert haben. Gute Ratschläge Wohlmeinender seien jahrelang an ihm abgeprallt. Zudem hätten zwei Priester aus den Bistümern Augsburg und Eichstätt unabhängig voneinander von sexuellen Übergriffen Mitte der 1990er Jahre berichtet, als sie sich in einem Zustand emotionaler Abhängigkeit befunden hätten.

Der Augsburger Diözesanratsvorsitzende Helmut Mangold sagte am Montag: "Wir brauchen im Bistum wieder Ruhe." Dies könne auf zwei Weisen geschehen: Indem sich Mixa extrem still verhalte, möglicherweise auch in ein Kloster zurückziehe. Oder indem er das Bistum wirklich auch körperlich verlasse.

Im Bistum gebe es auch eine nicht zu vernachlässigende Zahl von Anhängern Mixas, sagte Mangold. Diese glaubten, er sei nur das Opfer einer Medienkampagne und wollten ihn im Extremfall wieder im Amt zurück haben. Gerade die Front der Mixa-Anhänger sei besonders heftig, da sie glaubten, die ganze Kirche verteidigen zu müssen.

Mixa sieht sich selbst als Opfer einer Intrige und erwägt, am päpstlichen Gerichtshof in Rom ein Verfahren anzustrengen. Als Reaktion auf seine Vorwürfe hat die bayerische Bischofskonferenz jüngst erklärt, man sehe nicht zuletzt zum Schutz Mixas "davon ab, Einzelheiten öffentlich auszubreiten. Wir wünschen ihm gute Genesung. Sein Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik war ein erster Schritt".

APN / APN
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