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Jahrzehntelange Übergriffe: Sexueller Missbrauch in katholischer Kirche: Macher der Studie vom Ausmaß "erschüttert"

Die Wissenschaftler der Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche habe ihre Ergebnisse vorgestellt. Das Ausmaß zeige demnach nur die "Spitze des Eisberges". Sie selbst seinen "erschüttert" von der Dimension des Skandals.

Kardinal Reinhard Marx steht der Presse Rede und Antwort

Im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx stellt sich den Fragen der Journalisten

Der Druck auf die katholische Kirche in Deutschland zu tiefgreifenden Konsequenzen aus ihrem Missbrauchsskandal wächst. Bei der Vorstellung einer von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Studie zu den jahrzehntelangen Übergriffen kritisierten die Studienmacher am Dienstag die bisher unzureichende Aufarbeitung und mahnten dringendes Handeln an. Auch Opfervertreter und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) drängten zu Konsequenzen. Die Opferorganisation Eckiger Tisch forderte zudem höhere Entschädigungszahlungen für Betroffene.    

Der Mannheimer Professor Harald Dreßing zeigte sich als Leiter der Studie "erschüttert" von den Ergebnissen. Er habe an sich als forensischer Psychiater eine professionelle Distanz, sagte Dreßing. Aber sowohl das Ausmaß als auch der Umgang der Kirchenverantwortlichen mit den Taten hätten ihn erschüttert.  

Genaue Zahl der Täter nicht mehr zu ermitteln

Dreßen sagte, die genaue Zahl der Täter werde sich nicht ermitteln lassen. Die von den Studienmachern angegebene Zahl von 1670 Klerikern sei nur die aus den vorliegenden Akten ermittelbare "untere Schätzgröße" für eine Zahl der Täter. Es gehe hier um die "Spitze eines Eisbergs, dessen tatsächliche Größe wir nicht kennen".

Der Missbrauchsskandal erschüttert seit 2010 die katholische Kirche in Deutschland. Dreßen sagte, in der Kirche gebe es weiterhin spezifische Strukturen, die den sexuellen Missbrauch begünstigten. Es gehe um einen "Missbrauch der Macht". Es gehe aber auch um den Umgang mit Themenfeldern wie Sexualität und Homosexualität, dem Zölibat und der Beichte.    

Wenn die Kirche eine wirksame Prävention betreiben wolle, müsse sie sich auch mit diesen Themen befassen - "ernsthaft und mit dem Willen zur Änderung". Der Studienleiter betonte ausdrücklich, dass das Risiko des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen bis heute fortbestehe.

Kadinal Marx bittet erneut um Entschludigung

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, bat die Opfer zum wiederholten Mal um Verzeihung. "Für alles Versagen und für allen Schmerz bitte ich um Entschuldigung", sagte Marx. "Ich schäme mich."

Marx räumte grundsätzliches Versagen des Klerus ein. "Wir haben zu lange weggeschaut, um der Institution willen und des Schutzes von uns Bischöfen und Priestern willen." Wie der von Marx inzwischen wiederholt geäußerte Wunsch nach einem Wendepunkt für die Kirche praktisch umgesetzt werden soll, ließ er offen. Der Kardinal kündigte weitere Beratungen unter den Bischöfen an.  

Zusammen mit dem Missbrauchsbeauftragten der Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, zeigte Marx sich offen für höhere Entschädigungszahlungen an Opfer. Er sei bereit, "auch in der Frage der Höhe" noch einmal die Diskussion über Entschädigungen zu führen, sagte der Kardinal. Allerdings glaube er nicht, dass dies das Wesentliche der Aufarbeitung sei.    

Opfer-Vereinigung fordert unabhängige Untersuchung

Der Sprecher des Opferverbands Eckiger Tisch, Matthias Katsch, erklärte, bisher gewähre die Kirche auf Antrag lediglich eine Entschädigung von im Durchschnitt 3000 Euro, weil sie sich nicht für die Taten verantwortlich fühle. Spätestens durch die nun vorliegende Studie sei aber deutlich geworden, dass in der katholischen Kirche Täter systematisch geschützt worden seien. "Daher fordern wir endlich eine angemessene Entschädigung für die Opfer", erklärte Katsch.    

Katsch forderte auch eine unabhängige Aufarbeitung des Missbrauchskandals. Auch Bundesfamilienministerin Giffey verlangte eine konsequente Aufarbeitung. "Die Ergebnisse der Studie sind erschütternd und gleichzeitig ist klar, dass das nur der Anfang sein kann. Sie erwarte eine "schonungslose Aufklärung und sehe die Studie nur als Ausgangspunkt".    

Es gehe dabei nicht nur um den Blick in die Vergangenheit, mahnte Giffey. "Der Gedanke, dass noch heute Menschen in der katholischen Kirche Verantwortung tragen, die Kinder sexuell missbraucht haben, ist unerträglich." Die Täter dürften keine kirchlichen Ämter mehr haben. "Auch hier erwarte ich konsequentes Handeln der katholischen Kirche."

tis / Ralf Isermann / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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