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Sinus-Jugendstudie: Die junge Mitte spürt Leistungsdruck und grenzt aus

Wie ticken sie, die Jugendlichen in Deutschland? Sie alle spüren den wachsenden Druck, Leistung zu bringen, keine Zeit zu vertrödeln. Doch ihr Umgang damit ist höchst unterschiedlich, sagt eine neue Studie.

Politikverdrossen und wild auf Konsum? Oder total vernetzt und Öko-korrekt? Auch nach der neuen Sinus-Jugendstudie ist eines klar: "Die" Jugend gibt es nicht. Zwar gibt es angesichts hohen Leistungsdrucks und einer unsicheren beruflichen Zukunft unter den 14- bis 17-Jährigen einen weit verbreiteten Wunsch nach Freundschaft, Familie und Sicherheit - und viel Pragmatismus. Aber die konkreten Lebenswelten unterscheiden sich in vieler Hinsicht immens: Das Spektrum reicht vom lifestyle- und erfolgsorientierten Networker über die anpassungsbereite, pragmatische Mitte bis hin zu sozial benachteiligten Jugendlichen, die sich auf dem Abstellgleis sehen.

"Da gibt es eine deutliche Abgrenzung aus der gesellschaftlichen Mitte nach unten", bestätigte Studienautor Marc Calmbach am Mittwoch. Im Bezug zur ersten, kleineren Sinus-Studie von 2008 sei diese Tendenz in der neuen Untersuchung stärker zutage getreten. "Wir fragen in den Interviews ja nicht bewusst danach, aber es gab viele Bemerkungen, die die Jugendlichen von sich aus machten", berichtete Calmbach. Angst vor Überfremdung und eigenem Abstieg äußerten dabei vor allem die Jugendlichen aus der Mittelschicht. Sie werfen den benachteiligten Altersgenossen auch vor, nicht genügend leistungsbereit zu sein.

Nicht lange rumtrödeln, flexibel sein, den richtigen Zeitpunkt für die spätere Familienplanung erwischen - diesen Druck spüren alle Jugendlichen querbeet. Doch sie gehen höchst unterschiedlich und - mit Ausnahme der sozial Benachteiligten - in der Regel "erfolgsoptimistisch" damit um, befanden die Autoren.

Spontanität ist besonders wichtig

Steht bei den Experimentierern oder Lifestyle-Orientierten dann eher die Selbstverwirklichung im Vordergrund, so halten die "Sozialökologischen" oder Konservativ-Bürgerlichen auch durchaus gesellschaftliche Verantwortung und Gemeinwohl hoch. Spontanität ist der experimentierfreudigen Spaßfraktion besonders wichtig, während junge Konservative und die pragmatische Mitte oft schon sehr genau wissen, wie ihr Leben laufen soll.

Auch mit Blick auf Schule oder Politikinteresse sind die Vorstellung divers: "Wahlen ist ja Politik, deswegen können die ja auch nix verändern", sagte eine 14-Jährige aus der konsumorientierten Gruppe. Eine 16-Jährige "Sozial-Ökologische" meinte hingegen: "Das guck' ich mir dann genauer an, wofür die stehen, was die da vor haben, bevor ich da was ankreuz', was jeder ankreuzt."

In Sachen Schule haben einige Jugendliche sehr konkrete Verbesserungsvorschläge und wünschen sich empathische, gerechte Lehrer. Desillusionierte Altersgenossen aus der prekären Lebenswelt hingegen benennen nicht mal Wünsche dazu. Calmbach: "Die stehen mit dem Rücken zur Wand."

"Die Studie bestätigt, dass wir unbedingt Zielgruppen-spezifische Ansätze für Jugendarbeit und auch für die Vermittlung von Lernstoff brauchen", betonte Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. "Viele Jugendliche stehen unter einem hohen Druck, ihr Leben immer früher planen zu müssen", ergänzte Dirk Tänzler vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend. "Aber sie sollen nicht nur effizient und nützlich sein. Diese Studie ist auch ein Plädoyer dafür, Jugend einfach jung sein zu lassen."

Andrea Barthélémy, DPA / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.