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Skandal-Rapper: Hausdurchsuchungen im Umfeld von Bushido

Die Staatsanwaltschaft nimmt das Umfeld von Bushido unter die Lupe. Beamte in Berlin haben mehrere Objekte durchsucht, die mit dem Firmengeflecht des Rappers verbunden sind.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag Räume durchsucht, die in Verbindung mit dem Firmengeflecht rund um den Rapper Bushido stehen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber stern.de. "Die Razzia fand im Umfeld von Bushido statt", sagte ein Sprecher. "Bei ihm selbst ist nicht durchsucht worden."

Es habe neun Durchsuchungsorte gegeben, unter anderem in dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Neben Büroräumen seien auch Privaträume durchsucht worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es fünf Beschuldigte - zwei davon seien Mitglied einer arabischen Großfamilie. Ob es sich um den berüchtigten Berliner Abou-Chaker-Clan handelt, wollte der Sprecher nicht sagen. Außerdem sei bei einem Notar durchsucht worden.

Hintergrund der Razzia seien Verfahren, in denen es um Bestechung, Bestechlichkeit, Urkundenfälschung und Vermögensdelikte gehe. "Es wurde eine Reihe von Beweismitteln sichergestellt", sagte der Sprecher.

Am Morgen hatten bereits "Bild.de" und die Berliner Zeitung über den Vorfall berichtet.

Bushido hatte in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit der Justiz. Mehrmals war gegen den 35-Jährigen wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt worden. Zuletzt stand Bushido im Februar vor Gericht, weil er einen Fan im Mai 2013 mit einem Schuh geschlagen haben soll. Er wurde freigesprochen.

kis