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Joey Badeyes statt Joey Badass: US-Rapper verzichtete bei Sonnenfinsternis auf Brille - Konzerte abgesagt

Er wollte besonders schlau oder cool sein - und bekam einen Denkzettel: Der US-Rapper Joey Badass schaute sich am Montag die Sonnenfinsternis in den USA ohne Schutzbrille an, und klagt nun über Sehstörungen.

US-Rapper Joey Badass

Prost: US-Rapper Joey Bada$$ hat die Sonne unterschätzt

Der US-amerikanische Rapper Joey Badass hat sich die totale Sonnenfinsternis in den USA absichtlich und trotzig ohne spezielle Schutzbrille angesehen - und musste jetzt offenbar wegen Augenproblemen drei Konzerte absagen. Der Musiker hatte sich am Montag während der Sonnenfinsternis im Internet damit gebrüstet, dass er sich das Ereignis mit ungeschützten Augen anschaue. 

"Das hier ist nicht die erste Sonnenfinsternis und ich bin ziemlich sicher, dass unsere Vorfahren keine schicken Brillen hatten. Und auch ziemlich sicher, dass sie nicht alle erblindet sind", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nun folgte die Absage der drei geplanten Konzerte des 22-Jährigen - wegen "unvorhergesehener Umstände", wie es hieß. In einem Tweet deutete Badass am Mittwoch Augenprobleme an - und erntete neben Genesungswünschen auch reichlich Spott. "Joey Badeyes" und "Joey Blindass" wurde er schnell genannt 

Sonnenfinsternis: Experten warnten vor Sehschäden

Vor der Sonnenfinsternis hatten Experten und Medien landesweit auf die Bedeutung von Schutzbrillen hingewiesen, um Augenschäden beim Blick in die abgedunkelte Sonne zu vermeiden. US-Präsident Donald Trump starrte dennoch kurzzeitig ohne die obligatorische Schutzbrille in die Sonne, bis ihn seine Mitarbeiter warnten und ihm eine Schutzbrille reichten. 

tyr / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?