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Spaßreligion "Fliegendes Spaghettimonster": Wiener darf Nudelsieb auf Führerscheinfoto tragen

Drei Jahre lang hat er gewartet, weil er auf seinem Führerscheinfoto ein Nudelsieb als Kopfbedeckung tragen wollte. Nun genehmigten die österreichischen Behörden dem Anhänger einer Spaßreligion das ungewöhnliche Vorhaben.

Ein Anhänger der Spaßreligion "Fliegendes Spaghettimonster" hat es im katholischen Österreich mit Nudelsieb auf dem Kopf auf sein Führerscheinfoto geschafft. Er habe gesehen, dass man auf Passfotos ausnahmsweise ein Kopfbedeckung tragen dürfe, wenn diese religiös begründet sei, sagte der Wiener Kirchenkritiker Niko Alm im ORF: "Ich habe mir gedacht, diese Ausnahme muss für mich dann auch gelten, und habe einfach das Nudelsieb als Symbol für die "Church of the flying Spaghettimonster" mit hergenommen und mir eben das aufgesetzt."

Ein Sprecher der Wiener Bundespolizeidirektion, Roman Hahslinger, bestätigte am Mittwoch die Ausstellung der ungewöhnlichen Fahrerlaubnis. Die Genehmigung sei nach jahrelanger Prüfung aber nicht aus religiösen Gründen erteilt worden, sondern weil das Gesicht auf dem Foto frei erkennbar sei. Damit seien alle Anforderungen erfüllt.

Nach Angaben von Alm musste er drei Jahre lang auf seinen Führerschein warten. Nachdem das seltsame Foto den Behörden aufgefallen war, schickten sie ihn erst mal zum Arzt. Dieser stellte fest, dass der Nudelsieb-Träger "psychisch befähigt" sei, ein Auto zu lenken.

Die "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters", deren Anhänger sich "Pastafarians" nennen, ist eine 2005 in den USA gegründete Religionssatire, die für sich den Anspruch einer echten Glaubensgemeinschaft erhebt. Viele Unterstützer sind Religionskritiker.

fro/DPA / DPA
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