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Spendenskandal: Unicef-Vorstand tritt zurück

Nach dem Spendenskandal bei Unicef räumt nun der gesamte Vorstand seine Posten. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen war in Misskredit geraten und hatte das Spendensiegel aberkannt bekommen. Die ehemalige Vorsitzende Simonis war bereits zurückgetreten.

Als Konsequenz aus der Finanzaffäre tritt der Unicef-Vorstand komplett zurück. Der amtierende Vorsitzende Reinhard Schlagintweit kündigte für den 10. April eine außerordentliche Mitgliederversammlung an, auf der ein neuer Vorstand gewählt werden solle.

Alle amtierenden Vorstandsmitglieder würden ihre Ämter zur Verfügung stellen, sagte Schlagintweit. "Ein neu gewählter Vorstand soll das Signal für den Neuanfang bei Unicef setzen." Es gelte jetzt, das Vertrauen der Spender zurück zu gewinnen und die weltweite Arbeit von Unicef für Kinder und ihre Rechte wieder in den Blickpunkt zu rücken. Der neue Vorstand könne auf bereits eingeleitete Reformen aufbauen. So werde der nächste Unicef-Geschäftsbericht eine ausführliche Finanzberichterstattung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Struktur und Satzung von Unicef würden geprüft und verbessert.

Das Kinderhilfswerk war wegen undurchsichtiger Finanzgebaren in Kritik geraten und bekam das Spendensiegel aberkannt. Deutschland-Vorsitzende Heide Simonis war im Dezember von ihrem Amt zurückgetreten, der damalige Geschäftsführer Dietrich Garlichs musste wegen der Verschwendungsvorwürfe seinen Posten räumen.

AP / AP