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Spotify, Apple und Co.: Rechtsextreme Musik bei Streaming-Diensten: Verfassungsschutz kritisiert Angebot

Dass die Musik von rechtsextremistisch eingestuften Bands auf Streaming-Diensten wie Spotify so leicht zu beziehen sei, hält der Verfassungsschutz für "grundsätzlich kritisch".

Spotify-Logo - rechtsextremistische Musik

Musik-Streaming-Dienste wie Spotify oder Amazon Music stellen Musik von Bands zur Verfügung, die der Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft

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Der Verfassungsschutz kritisiert das Angebot diverser Musik-Streaming-Dienste: Bei Spotify, Apple, Amazon Music und Co. wären Lieder von solchen Gruppen verfügbar, die der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstufe. Dass diese so leicht zu beziehen seien, sehe man "grundsätzlich kritisch", so die Behörde auf Anfrage gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine Löschung der Lieder von Gruppierungen wie "Blutlinie" oder "Übermensch", die eindeutig der rechtsextremen Szene zugehörig seien, wäre "wünschenswert".

Spotify löscht indizierte Inhalte

In einer Stellungnahme beteuerte Marktführer Spotify, dass man das Thema sehr ernst nehme. "Spotify toleriert absolut keine indizierten Inhalte oder solche, die geeignet sind, in irgendeiner Weise Feindseligkeit zu erzeugen – sei es aus rassistischen, religiösen oder anderen Gründen", so zitiert die "Neue Osnabrücker Zeitung". Entsprechende Titel oder Musik-Gruppen würden aus der Datenbank gelöscht werden. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Bands seien aber nicht indiziert – oft würde von diesen Gruppen darauf geachtet, keine inidizierungswürdigen Texte zu verfassen, wie "NOZ" weiter berichtet. Die zuvor genannten Bands hat Spotify bisher nicht aus der Bibliothek entfernt.

Quelle: "NOZ" (Bezahlinhalt)

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