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Stärkster Rückgang seit 20 Jahren: Bierabsatz leidet unter schlechtem Wetter

Bei dem traumhaften Sommerwetter im Juli mag es manch einer schon vergessen haben: Der deutsche Frühling und Frühsommer war ein Graus. Das haben auch die Bierbrauer zu spüren bekommen.

Lieber Glühwein als Bier: Die deutsche Brauwirtschaft hat durch Kälte und Regen im ersten Halbjahr 2013 den höchsten Rückgang seit mindestens 20 Jahren erlitten. Der Bierabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager ging um 4,9 Prozent auf 45,9 Millionen Hektoliter zurück, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Davon wurden 38,5 Millionen Hektoliter im deutschen Heimatmarkt abgesetzt. Das sind 4,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Rein rechnerisch hat jeder Bundesbürger fünf große Bierflaschen weniger getrunken.

Besonders schlecht liefen bei dem miesem Wetter Biermischgetränke. Bier mit Limonade, Cola oder Fruchtsäften machte bis Ende Juni ein Volumen von zwei Millionen Hektolitern aus. Der Absatz in dem Segment brach damit um fast 14 Prozent ein.

Außerdem musste das Exportgeschäft der deutschen Brauwirtschaft in die EU-Länder einen Rückgang von fast zwölf Prozent auf fünf Millionen Hektoliter verbuchen. Über eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Bier aus Deutschland konnten sich die Brauereien allerdings in Ländern außerhalb der EU freuen. Der Bierabsatz in sogenannte Drittländer stieg im ersten Halbjahr um 11,5 Prozent auf 2,4 Millionen Hektoliter. Nicht enthalten sind in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Zahlen über den Bierabsatz an den letzten Hitze-Wochenenden gibt es noch nicht. Doch falls der Sommer so weitergeht, besteht zumindest für die Jahresbilanz noch Hoffnung.

vim/DPA / DPA