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Stasi-Kampf gegen Popmusik: Postkarte brauchte 44 Jahre bis zum Hauptgewinn

Auf diesen Preis hat Günter Zettl lange gewartet: Vor 44 Jahren nahm der damalige DDR-Bürger an einem Gewinnspiel im Westen teil - seine Postkarte landete aber in einer Akte der Staatssicherheit.

Diese Postkarte hat bei den Mitarbeitern des "Saarländischen Rundfunks" für große Augen gesorgt: 44 Jahre zu spät erreichte die Antwort für ein Radiogewinnspiel den Sender. Die Schuld an der Verspätung trifft jedoch nicht die Post, sondern die Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Die Postkarte zeigt, wie akribisch der Arbeiter- und Bauernstaat seine Bürger bespitzelt hat. Abgesendet hatte die Karte der damalige Oberschüler Günter Zettl aus Waren an der Müritz, im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Zu diesem Zeitpunkt konnte der inzwischen 62-Jährige nicht ahnen, dass seine Postkarte einmal zu einem Stück Geschichte der deutschen Teilung werden sollte.

Vom Schallplattenfan zum Staatsfeind

Viele Gedanken macht sich Günter Zettel nicht, als er 1969 die Sendung "Hallo Twen" des "Saarländischen Rundfunks" hört. Während der Sender bei einem Gewinnspiel das Lied "Painter Man" seiner Lieblingsband "The Creation" spielt, zögert der Schüler nicht lange und schickt die Karte an den Klassenfeind nach Westdeutschland. Wer das Lied erkennt, kann immerhin eine Schallplatte der zu erratenden Band gewinnen. Zettl gehört leider nicht zu den glücklichen Gewinnern - seine Postkarte landet ordentlich einsortiert in einer Akte der Staatssicherheit.

Bald gesellen sich weitere Einträge hinzu: Als Abiturient bekommt Zettl Ärger mit der Volkspolizei, weil er sich alkoholisiert einen Spaß mit der DDR-Flagge erlaubt, später bleibt er einer Wahl zur Volkskammer fern. Der Lehrer erhält Berufsverbot, geht 1983 in die Bundesrepublik. An das Gewinnspiel und die DDR denkt Zettl lange Zeit nicht mehr.

Am Ende doch noch ein Gewinner

Erst später wird Zettl neugierig und nimmt Einsicht in seine alte Stasi-Akte. Dabei staunt er nicht schlecht: Neben den anderen Einträgen findet Zettl seine alte Postkarte wieder. "Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass sich das Ministerium für Staatssicherheit mit so banalen Sachen wie einer Postkarte beschäftigen könnte", sagt Zettl in einem Interview mit dem "Saarländischen Rundfunk". Zettl entscheidet sich, die Karte nochmal abzuschicken und leitet sie an den Sender weiter. Dort ist man erstaunt über den späten Gewinnspielteilnehmer - die Sendung gibt es bereits seit 40 Jahren nicht mehr.

Seinen Preis soll Zettl dennoch erhalten: Am 14. Januar feiert die "Europawelle Saar" ihren 50. Geburtstag. An diesem Tag plant der Sender eine Sonderziehung. Die Original-Schallplatte von "The Creation" soll Zettl bei dieser Gelegenheit auch erhalten. Der Moderator der Sendung "Hallo Twen", Manfred Sexauer, hat das Album extra aus seiner Privatsammlung herausgesucht, um sie seinem Hörer aus Ostdeutschland zu übergeben. Für Günter Zettl hat sich also trotz Stasi-Stress und verlorener Postkarte alles zum Guten gewendet - auch wenn er dafür etwas länger warten musste.

db/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(