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Statistische Bundesamt: Immer mehr Tagesmütter und Tagesväter im Einsatz

Die Zahl der Kinder, die von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut werden, steigt. Laut Statistischem Bundesamt nutzten die Eltern von 124.000 Kindern das Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege.

Kurz vor der Arbeit das Kind noch zur Tagesmutter bringen - das wird morgens für immer mehr Eltern zum Alltag. Denn Kinder werden in Deutschland zunehmend von Tagesmüttern oder -vätern betreut. Eltern von 124 000 Kindern nahmen zum Stichtag 1. März 2011 das Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege in Anspruch, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das sind 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Anstieg fiel allerdings geringer aus als zuletzt: Am Stichtag 1. März 2010 waren es 112 000 Kinder und damit 13,5 Prozent mehr als 2009. Insgesamt gibt es rund 4,1 Millionen Kinder unter sechs Jahren in Deutschland, 2,5 Prozent davon werden in der Kindertagespflege betreut.

Die Zahl der Tagesmütter und -väter nahm zum Stichtag 2011 um 2000 auf 42 800 zu. Eine Person betreute damit durchschnittlich 2,9 Kinder. Im Vorjahr waren es rechnerisch noch 2,7 Kinder.

80.000 unter Drei-Jährige in Betreuung

Die meisten der in Tagespflege betreuten Kinder sind jünger als drei Jahre - rund 80 000 der insgesamt 124 000 Kinder (64 Prozent). Die Zahl nahm um 8000 (11 Prozent) zu. Bundesweit wurden damit zum Stichtag 2011 3,9 Prozent aller Kinder unter drei Jahren von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut, Im Vorjahr waren es 3,5 Prozent. Bei den Drei- bis unter Sechsjährigen spielt die Kindertagespflege mit 1,1 Prozent (2010: 0,9 Prozent) eine deutlich geringere Rolle. Kaum ins Gewicht fallen betreute Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

kave/DPA/AFP / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?