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Statistisches Bundesamt: Großstädter sind eher armutsgefährdet als Landeier

Mehr als jeder vierte Leipziger ist von Armut bedroht, dagegen nur einer von zehn Münchnern. Das Armutsrisiko lag nur in fünf deutschen Großstädten unter dem Bundesschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit Bezug auf Daten aus 2008 berichtete.

In den meisten deutschen Großstädten ist das Armutsrisiko höher als in ländlicheren Gebieten. Am stärksten armutsgefährdet sind die Leipziger, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte: 27 Prozent der Einwohner Leipzigs verfügten demnach 2008 über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland, was als Kriterium für Armutsgefährdung gilt. Deutlich über den bundesweiten Armutsrisiko von 14 Prozent lagen auch Hannover, Bremen, Dresden und Dortmund - in diesen Städten war den Berechnungen zufolge etwa jeder Fünfte von Armut bedroht.

Ausgewertet wurden die Daten der 15 deutschen Großstädte mit mehr als einer halben Million Einwohner. Am besten schnitt München ab: Nur jeder Zehnte in der bayerischen Metropole war von Armut bedroht. Als weitere Großstädte ohne überdurchschnittliches Armutsrisiko ermittelten die Statistiker lediglich Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart.

AFP/DPA / DPA
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