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stern-Umfrage: Die Deutschen wollen weg vom "Turbo-Abi"

Schlechte Noten für das "Turbo-Abi": Die um ein Jahr verkürzte Gymnasialzeit kommt bei den Deutschen alles andere als gut an. Fast Dreiviertel der Befragten wollen zurück zur alten Regelung.

"G8 - Gute Nacht!" Die Mehrheit der Deutschen hat wenig übrig für das sogenannte "Turbo-Abi".

"G8 - Gute Nacht!" Die Mehrheit der Deutschen hat wenig übrig für das sogenannte "Turbo-Abi".

Die vor rund zehn Jahren von den Kultusministern beschlossene Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre (G8) ist bei den Deutschen weiter unbeliebt. In einer Umfrage für den stern sprachen sich fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) dafür aus, dass möglichst alle Bundesländer wieder zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) zurückkehren sollten.

Bei den Befragten mit Kindern im Haushalt plädierten dafür sogar 75 Prozent. Lediglich 21 Prozent aller Bürger erklärten, es solle beim sogenannten "Turbo-Abi" mit acht Jahren bleiben.

G9 an einigen Schulen wieder möglich

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen bieten bereits einige Gymnasien wieder G9 an. In Bayern, Berlin und Hamburg sammeln Bürgerinitiativen Unterschriften für entsprechende Volksbegehren. Vorige Woche hatte das Land Niedersachsen erklärt, es wolle ab dem Schuljahr 2015 wieder das Abitur nach 13 Jahren einführen. G9 soll dann die Regel sein, G8 die Ausnahme.

Weitere Umfragen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des stern.

Matthias Weber
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?