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Streit mit Steven Tyler: Donald Trump soll Aerosmith-Song nicht mehr spielen

Die Ballade "Dream On" der Rockband Aerosmith lief bereits bei mehreren Wahlkampf-Events von Donald Trump. Frontmann Steven Tyler will das verbieten - aber nicht aus mangelnder Sympathie.

Donald Trump (r.) ist ein bekennender Fan von Rocksänger Steven Tyler

Donald Trump (r.) ist ein bekennender Fan von Rocksänger Steven Tyler

Donald Trump mag es, wenn Musik von Aerosmith bei seinen Auftritten im Hintergrund läuft: Mehrfach hat er deren Song "Dream On" bei Kampagnen-Events abspielen lassen. Dem Sänger der Rockband, Steven Tyler, gefällt das allerdings gar nicht - er will dem umstrittenen US-Präsidentschaftsbewerber verbieten, das Lied zu verwenden.

Mangelnde Sympathie scheint aber nicht der Grund für die Offensive Tylers zu sein. "Das ist keine politische oder persönliche Angelegenheit mit Herrn Trump", betonte seine Anwältin in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. Tyler setze sich schon länger für eine Urheberrechtsreform ein. "Man muss einfach die Erlaubnis der musikalischen Urheber einholen."

Tyler und Trump sind Freunde

Abgesehen von dem Streit vereint die beiden Männer Medienberichten zufolge eine Freundschaft. Wie der "Hollywood Reporter" schreibt, zeigte sich der Sänger im August als "persönlicher Gast" von Trump auf einer Veranstaltung der Republikaner. Tyler, 67, ist eingeschriebenes Mitglied der Partei.

Außerdem habe Tyler in der Jury zur Wahl der "Miss USA" gesessen, dem Schönheitswettbewerb, den Trump bis zu diesem Jahr mitorganisierte. Die beiden sollen darüber hinaus schon einmal gemeinsam nach Russland gereist sein.

Der Immobilien-Mogul wiederum ist bekennender Fan von Aerosmith. Im vergangenen Jahr besuchte er ein Konzert der Band und twitterte danach: "Es geht nicht besser. Steven Tyler war fantastisch."

Unterlassungsaufforderung gegen Trump

Für den Rocksänger scheint die Freundschaft jedoch dort aufzuhören, wo die Urheberrechtsverletzung beginnt. Man habe Trump  schon im August gebeten, es künftig zu unterlassen, den Aerosmith-Song zu spielen, schrieb Tylers Anwältin.

Die jetzige Unterlassungsaufforderung ermahnt den 69-Jährigen, den Song nicht mehr zu benutzen oder eine entsprechende Lizenz der Verwertungsgesellschaft oder Plattenfirma vorzulegen. Ansonsten sehe sich Tyler gezwungen, "alle legalen und gerechtfertigten Rechtsmittel zu verfolgen".


kis / DPA